"Ich kenne das Gefühl des Versagens"

Von Für SPOX in Belek: Haruka Gruber
Montag, 09.01.2012 | 13:39 Uhr
Hanno Balitsch hat es seinen Trainern nicht immer leicht gemacht
© Imago
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas

Ein bitterböser Streit vor drei Jahren entzweite Dieter Hecking und Hanno Balitsch. In der Türkei kam es zur großen Versöhnung. Nun soll Balitsch, der in Leverkusen unter Robin Dutt perspektivlos war, als schuftender Brasilianer den Club vor dem Abstieg retten.

Es war unerhört, was er sich als Vertreter des Fußball-Proletariats für ein Privileg herausnahm, als in der vergangenen Rückrunde Leverkusen in Frankfurt antrat. Sonst verantwortlich für Fleiß und Arbeitslust, versuchte sich Hanno Balisch an der großen Kunst - und erstaunte jeden.

Mit einem doppelten Doppelpass mit Renato Augusto und Stefan Kießling spielte sich Balitsch bis an den gegnerischen Elfmeterpunkt, von wo er über den herannahenden Torwart entspannt zum 3:0-Endstand hinweglupfte.

Ein Tor, das höchsten Ansprüchen an Technik und Ästhetik genügte. "Seitdem bin ich bei Renato Augusto als Brasilianer akzeptiert", sagt ein lachender Balitsch bei seiner Vorstellung als ablösefreier Neuzugang des 1. FC Nürnberg im Trainingslager in Belek.

Leverkusen ist abgehakt

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking blieb dieser Moment ebenfalls in besonderer Erinnerung: "Wie er den Spielzug selbst einfädelte und selbst zum Abschluss kam: Wir saßen alle vor dem Fernseher und waren begeistert. An dieser Szene konnte man erkennen, dass Hanno nicht nur ein Kämpfer ist, sondern Spielintelligenz und Torgefahr mitbringt."

Am Samstag reiste Balitsch seinem neuen Klub in die Türkei nach und klärte letzte Details des bis 2014 befristeten Vertrags mit Sport-Vorstand Martin Bader, am Sonntag nahm der 31-Jährige erstmals am Training teil und stellte sich den Medien vor.

Ob er Nürnberg im Falle eines Abstiegs verlassen darf, darüber wollte sich Balitsch genauso wenig äußern wie über das schwierige Verhältnis mit Leverkusens Trainer Robin Dutt, der ihn ohne Nennung von Gründen suspendiert hatte: "Das Thema ist abgehakt."

Wiedersehen mit Dieter Hecking

Vielmehr sprach er über die Gründe, warum er sich für Nürnberg entschieden hat. Zwar habe Interesse von besser platzierten Bundesliga-Klubs als den Tabellen-15. bestanden, "aber vom Gefühl her hat Nürnberg am besten gepasst. Ein ausschlaggebender Grund war, dass ich den Trainer aus den gemeinsamen Zeiten in Hannover gut kenne", sagt Balitsch und schaut dabei unbefangen zum neben ihn sitzenden Hecking.

Jener Hecking, mit dem sich Balitsch bei der letzten Zusammenarbeit in Hannover zerstritten hatte.

Es war ein trostloser, verregneter Sonntagabend im Dezember 2008. Hannover spielte eine enttäuschende Saison und lag beim Gastspiel in Wolfsburg zur Pause zurück. In Hecking brodelte es, als er in die Kabine ging. Er ärgerte sich über die "unterirdische Leistung" seiner Mannschaft und über Szabolcs Huszti, der "am eigenen Sechzehner ins Dribbling ging, den Ball verlor und das Gegentor einleitete".

Suspendierung in Hannover

Drei Jahre später kann sich Hecking exakt an die Umstände erinnern, die zu einem der unangenehmsten Episoden seiner Trainer-Karriere führten.

Hecking: "Ich bin in die Kabine marschiert und habe in einem sehr lauten Ton gesagt, was mir alles nicht gefällt. Ich richtete mich dann an Hanno und habe ihn aufgefordert, dass er in der zweiten Halbzeit als Kapitän positiv vorweg gehen soll. Es war gar nicht als Kritik an seiner Leistung gedacht, er hat es dennoch anders verstanden, so dass nur die lapidare Antwort kam: 'Sind Sie dann jetzt auch mal positiv?' Das kam nicht gut an bei mir."

Was folgte, war Balitschs sofortige Auswechslung sowie eine Suspendierung bis zur Winterpause. Das Verhältnis blieb in der Rückrunde belastet, obwohl Balitsch begnadigt und Hannover nach langem Zittern zum Klassenerhalt geführt wurde, bevor Hecking im Sommer 2009 den Verein verließ. Eine Aussprache fand nie statt.

Balitsch: "Habe Fehler gemacht"

"Es gab zwischenmenschliche Probleme. Es blieb einiges zwischen den Zeilen stehen", sagt Hecking heute. Entsprechend erstaunt war er, als Balitschs Berater Christoph Leutrum Nürnberg die Idee unterbreitete, seinen Klienten zu verpflichten: "Ich musste erstmal einen Tag nachdenken, ob das sinnvoll ist. Ich wollte nichts überstürzen."

Eine Unterredung noch am Abend von Balitschs Ankunft in Belek brachte die Erkenntnis, dass die Differenzen ausgeräumt werden können. "Ich habe mir etwas herausgenommen, was mir nicht zustand. Ich habe zuallererst Fehler gemacht", sagt Balitsch.

Aber auch Hecking zeigt sich selbstkritisch ob seines Verhaltens. Als sich Balitsch damals in Hannover entschuldigen wollte, habe er sich nicht die Zeit genommen und ihn damit brüskiert. Generell war Hecking nach eigenen Angaben zu anspruchsvoll mit der Mannschaft, weswegen "es zum Bruch mit ihr kam". Nun jedoch sei alles geklärt.

Erfahren und vielseitig

Balitschs sportlicher Wert stand ohnehin nie in Zweifel. Reich an Erfahrung aus 284 Bundesliga-Partien und einem Länderspiel, soll er nach Heckings Wunsch sofort zum Führungszirkel, bestehend aus Raphael Schäfer, Timmy Simons und Per Nilsson, gehören und der jungen Mannschaft ein Halt sein. "Ich kenne aus der Zeit in Köln das Gefühl des Absteigens. Ich kenne das Gefühl des Versagens", sagt Balitsch.

Zudem bringt er die Qualitäten als Allrounder ein: Auf Dauer soll er auf der bevorzugten Position im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden, zum Rückrunden-Auftakt gegen Berlin wird er aufgrund der Sperren von Timothy Chandler und Markus Feulner voraussichtlich als Rechtsverteidiger beginnen. Bei personellem Notstand soll er zudem in der Innenverteidigung aushelfen.

In der Vorsaison bewährte sich Balitsch unter dem damaligen Leverkusen-Trainer Jupp Heynckes sogar als Linksaußen: "Das war schon extrem, aber es hat mich weitergebracht." Bei aller Vielseitigkeit erwartet Hecking jedoch eines: "Ich brauche jemanden, der weiß, wie man arbeitet. Ich brauche keinen filigranen Techniker."

Wobei Balitsch mit seinem Traumtor in Frankfurt den Beweis antrat, dass er beides kann: schuften und glänzen.

Hanno Balitsch im Steckbrief

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung