Mittwoch, 21.12.2011

Fristlose Kündigung für Yacine Abdessadki

SC Freiburg: Sechs Spieler sollen gehen

Beim Tabellenletzten SC Freiburg brennt drei Tage vor Weihnachten der Baum. Der Sport-Club will sich in der Winterpause von sechs Profis trennen, darunter auch Kapitän Heiko Butscher. Yacine Abdessadki wurde fristlos gekündigt.

Yacine Abdessadki (r.) wurde wegen krassen Fehlverhaltens vom SC Freiburg entlassen
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Yacine Abdessadki (r.) wurde wegen krassen Fehlverhaltens vom SC Freiburg entlassen

Fristlose Kündigung für Yacine Abdessadki, blaue Briefe für Kapitän Heiko Butscher und vier weitere Profis: Beim SC Freiburg brennt nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz der Bundesliga der Baum lichterloh.

Drei Tage vor Weihnachten ist es im beschaulichen Breisgau mit der Ruhe vorbei.

Fristlose Kündigung für Abdessadki

"Wir wollen alles dafür tun, dass der SC Freiburg in der ersten Bundesliga bleibt. Wichtig ist, dass klare Verhältnisse herrschen und jeder weiß, woran er ist. Alle im Verein werden nun noch enger zusammenrücken", sagte SC-Sportdirektor Dirk Dufner.

Die drastischste Maßnahme der SC-Führung traf Mittelfeldspieler Abdessadki am härtesten.

Der Franzose soll sich beim letzten Auswärtsspiel in Köln im Mannschaftshotel ein krasses Fehlverhalten geleistet haben. Abdessadki soll einige Utensilien entwendet und damit einen finanziellen Schaden angerichtet haben, der dem Sport-Club vom Hotel in Rechnung gestellt wurde. "So etwas können wir nicht tolerieren, das fällt auf den ganzen Verein zurück", sagte Dufner.

Kündigung "ist ungerechtfertigt"

Der Spieler prüft derzeit allerdings, ob er juristisch gegen die fristlose Kündigung vorgehen kann.

"Sie ist ungerechtfertigt. Herr Abdessadki bedauert die Vorgehensweise des SC und ist weiterhin bereit, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen, um die sportliche Talfahrt des SC zu beenden", hieß es vonseiten des Managements des 30-Jährigen.

Weitaus überraschender ist jedoch, dass das Ligaschlusslicht fünf weiteren Spielern einen zeitnahen Wechsel ans Herz gelegt hat.

Die Top-Torjäger der Bundesliga 2011/2012
Rang 1: Klaas-Jan Huntelaar vom FC Schalke 04 (29 Tore)
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Rang 1: Klaas-Jan Huntelaar vom FC Schalke 04 (29 Tore)
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Rang 2: Mario Gomez vom FC Bayern München (26 Tore)
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Rang 2: Mario Gomez vom FC Bayern München (26 Tore)
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Rang 3: Robert Lewandowski von Borussia Dortmund (22 Tore)
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Rang 3: Robert Lewandowski von Borussia Dortmund (22 Tore)
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Rang 4: Lukas Podolski vom 1. FC Köln (18 Tore) muss sich den vierten Rang allerdings teilen, mit...
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Rang 4: Lukas Podolski vom 1. FC Köln (18 Tore) muss sich den vierten Rang allerdings teilen, mit...
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... Marco Reus von Borussia Mönchengladbach (18 Tore) und...
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... Marco Reus von Borussia Mönchengladbach (18 Tore) und...
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Claudio Pizarro von Werder Bremen (18 Tore)
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Claudio Pizarro von Werder Bremen (18 Tore)
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Bastians und Butscher sollen gehen

Betroffen ist neben Felix Bastians, Maximilian Nicu, Manuel Salz und Kisho Yano auch Kapitän Heiko Butscher.

Die SC-Fans überrascht dabei insbesondere, dass Kapitän Butscher und auch Bastians gehen sollen. Zwar konnten beide Profis in der Hinrunde nicht an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen, gelten im Breisgau aber dennoch als absolute Publikumslieblinge.

"Ja, wir haben den Spielern mitgeteilt, dass wir sportlich künftig nicht mehr mit ihnen planen", bestätigte Dufner, der mit den Transfers der genannten Spieler offenbar Geld für Weihnachtseinkäufe freischaufeln will.

Mannschaft soll in der Rückrunde Vollgas geben

Dass der große Umbruch aber bereits in der Winterpause vonstatten gehen soll, spricht nicht unbedingt für die Saisonplanung von Trainer Marcus Sorg und Sportdirektor Dufner. "Wir wollen eine Mannschaft, die in der Rückrunde Vollgas gibt, und dieses Ziel verfolgen wir mit aller Konsequenz", sagte Dufner.

Weiterhin konsequent soll auch die Personalpolitik in den kommenden Wochen sein. Top-Torjäger Papiss Demba Cissé soll unbedingt bis zum Sommer gehalten werden. Ohne die Tore des Senegalesen wäre der Klassenerhalt kaum zu schaffen.

Als Neuverpflichtungen sind ein gestandener Innenverteidiger und ein linker Außenverteidiger im Gespräch. "Wir werden den einen oder anderen Spieler dazu holen, das steht fest", sagte Dufner, der sich allerdings nicht sicher sein kann, dass er die fünf aussortierten aber natürlich weiterhin unter Vertrag stehenden Spieler im Winter wirklich verkaufen kann.

Der SC Freiburg im Steckbrief


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