Kaiser verneint Technik im Fußball

Beckenbauer hält Torkamera für überflüssig

SID
Dienstag, 13.12.2011 | 13:33 Uhr
Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer hält die Einführung der Torkamera für überflüssig
© Getty
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Für Franz Beckenbauer ist die Einführung einer Torkamera im Profifußball überflüssig: "Ich halte es wie Michel Platini und bin für die zwei zusätzlichen Assistenten."

Sie haben sich bewährt. Die Torkamera kann man zusätzlich installieren. Der Fußball ist ein einfaches Spiel mit einfachen Regeln, das von seinen Emotionen lebt. Das sollte man auch so lassen. Durch die ganze Technik nimmt man dem Fußball das Menschliche", sagte der Ehrenpräsident von Bayern München im Interview mit "Sky Sport News HD".

Damit sprach sich der deutsche Fußball-Kaiser gegen die Idee des Weltverbandspräsidenten Joseph S. Blatter aus, der die Einführung der Torkamera fordert. UEFA-Präsident Michel Platini setzt dagegen wie Beckenbauer auf die Wahrnehmung der Torlinienrichter.

CL-Titel? "In einem Spiel ist alles möglich"

Beckenbauer äußerte sich auch noch einmal zur Rücktrittsankündigung des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger. "Es ist schade, Theo Zwanziger hat den DFB hervorragend geführt. Keiner von uns hat je damit gerechnet, dass er zurücktreten wird. Der Gewinn der Europameisterschaft wäre ein schöner Abschluss für ihn", sagte der Weltmeister von 1974. Beckenbauer ergänzte hinsichtlich des designierten Zwanziger-Nachfolgers Wolfgang Niersbach:

"Ich kenne Wolfgang Niersbach jetzt schon 30 oder 40 Jahre. Ich habe ihn 1987 vom Sport-Informations-Dienst zum DFB geholt. Er kennt den Verband in- und auswendig. Das passt sehr gut zusammen."

Seinem Klub Bayern München machte Beckenbauer trotz des jüngsten 0:2 bei Manchester City für den weiteren Saisonverlauf in der Champions League Mut: "Barcelona und Real sind die Favoriten auf den Titel, aber in einem Spiel ist alles möglich. Ich glaube, wenn die Bayern wieder komplett sind und das notwendige Quäntchen Glück haben, können sie das Finale erreichen.

Kaiser: Heynckes-Ära möglich

Dies könnte dann der Startschuss einer neuen Erfolgsära unter Trainer Jupp Heynckes werden, den Beckenbauer noch lange auf der Bank des Rekordmeister sieht.

"Ich kann mir vorstellen, dass der Jupp noch zehn Jahre macht und mit 75 in Rente geht", sagte Beckenbauer, der sich anschließend den Dortmunder Meistertrainer Jürgen Klopp als Chefcoach bei den Bayern vorstellen kann: "Natürlich müssen sich die Verantwortlichen beim FC Bayern Gedanken machen und vorbereitet sein. Ich kann mir vorstellen, dass der Jürgen auf der Liste steht."

Franz Beckenbauer im Steckbrief

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