Fussball

Leverkusen kämpft um Leno

SID
Bernd Leno wurde vom VfB Stuttgart bis zum Jahresende zu Bayer Leverkusen ausgeliehen
© Getty

Bayer Leverkusen will sich die Dienste von Torwarttalent Bernd Leno langfristig sichern und setzt den VfB Stuttgart unter Druck. Fredi Bobic stößt dies sauer auf. Leverkusen hat offenbar bereits einen Plan B in der Hinterhand.

Mit seinem Ultimatum im Fall Leno ("Bis Monatsende muss die Frage geklärt sein - auch im Sinne von Bernd") zog Bayers Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser den Unmut des VfB Stuttgarts auf sich.

Stuttgarts Manager Fredi Bobic reagierte gegenüber "Bild" verärgert: "Das war ein persönlicher Angriff auf den VfB. Es ist ein starkes Stück, uns vorzuschreiben, wie wir uns zu verhalten haben. Wir lassen uns in dieser Angelegenheit von niemandem etwas diktieren. Bernd Leno ist immer noch ein Spieler des VfB. Stand jetzt ist, dass er am 1. Januar zurückkommt", so der 40-Jährige.

Fronten verhärten sich

Bobic verwies darauf, dass ihn Holzhäuers Aussagen nicht sonderlich tangieren: "Die Vorgehensweise von Herrn Holzhäuser ist nicht korrekt, ich kann sie nicht verstehen. Ich kenne seine Motivation für solche Aussagen nicht. Wir haben auch nie mit ihm verhandelt. Unsere Ansprechpartner sind Rudi Völler und Michael Reschke. Mein persönliches Verhältnis zu Rudi Völler ist weiterhin sehr gut. Herr Holzhäuser prallt beim VfB mit seinen Äußerungen ab."

"Wenn der Fredi das so meint, ist das seine Sache. Wir wollen nur im Sinne von Leno irgendwann mal eine Entscheidung haben", antwortete der Bayer-Boss prompt.

Leno will bei Bayer bleiben

Leno selbst hatte bereits den Wunsch geäußert bei Leverkusen bleiben zu wollen: "Ich finde es toll, dass Bayer so viel Geld in mich investieren will. Ich fühle mich hier wohl und spüre das Vertrauen." Er verwies jedoch drauf, dass es nicht in seiner Hand liege und er abwarten müsse, wie sich die Situation nun entwicklen werde.

Laut Angaben der "Bild" biss Leverkusen mit einem "ihrem finalen Angebot" über sechs Millionen Euro bei den Schwaben auf Granit. Die Stuttgarter wollen mehr. Leno besitzt beim VfB noch einen Vertrag bis 2014. Wenn der Torwart jedoch in der Rückrunde auf weniger als zehn Pflichtspiele käme, könnte er im Sommer für rund drei Millionen Euro wechseln.

Plan B: Wiese oder Baumann?

Einen Plan B haben die Leverkusener scheinbar schon in der Hinterhand.

"Wir haben noch etwas anderes in der Hinterhand", ließ Wolfgang Holzhäuser gegenüber der "Sport Bild" durchsickern.

Ein heißer Kandidat wäre wohl Tim Wiese, der zehn Jahre lang für die Jugendmannschaften der Werkself das Trikot überstreifte und dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft.

In Frage käme auch U-21-Nationaltorhüter Oliver Baumann vom SC Freiburg. In Robin Dutt hätte er seinen großen Förderer wieder zum Trainer.

Bernd Leno im Steckbrief

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