Bankkaufmann mit iranischen Wurzeln

SID
Sonntag, 20.11.2011 | 12:25 Uhr
Babak Rafati pfiff bisher 84 Bundesligaspiele für den DFB
© Getty
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Babak Rafati gehört seit Jahren zu den Arrivierten unter den deutschen Fußball-Schiedsrichtern. Sein Bundesliga-Debüt feierte er am 6. August 2005 - ausgerechnet beim Spiel des 1. FC Köln gegen den FSV Mainz 05. Für die Neuauflage dieser Begegnung war der 41-Jährige auch am Samstag nominiert worden.

Der 1,80 m große Bankkaufmann und Leiter einer Filiale aus Hannover war seit 1997 Schiedsrichter im Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Mann, der als Hobbys Joggen, Börse und Wirtschaft allgemein angibt, kletterte schnell die Referee-Karriereleiter empor. In seiner Vita stehen seit 2000 102 Zweitligaspiele und 17 DFB-Pokal-Partien zu Buche.

Auch international kam der Niedersachse mit iranischen Wurzeln zu ersten Meriten. Er pfiff Länderspiele, Qualifikationspartien zur Champions League und zur Europa League. Rafati stieg 2008 zum FIFA-Schiedsrichter und kann auf 84 Bundesligaspiele zurückblicken. Seinen letzten Einsatz absolvierte Rafati am 15. Oktober 2011 beim Derby zwischen dem VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim (2:0).

Ab 2012 kein FIFA-Schiedsrichter mehr

Im September dieses Jahres gab die DFB-Schiedsrichterkommission allerdings bekannt, dass Rafati 2012 von der FIFA-Liste gestrichen wird. Zusammen mit dem gleichaltrigen Peter Sippel (München) muss er weichen, stattdessen wurden Felix Zwayer (30) und Marco Fritz (33) neu aufgenommen. Es handele sich um eine "altersbedingte Umstrukturierung", begründete der DFB.

Mit der personellen Entscheidung wollte die Schiedsrichterkommission der Entwicklung entgegensteuern, nach der bis zum Jahr 2015 sieben von zehn deutschen Schiedsrichtern aus Altersgründen aus dem FIFA-Bereich ausscheiden. Gegen Rafati sprach zudem, dass er im Fachmagazin "kicker" dreimal in vier Jahren von den Bundesliga-Spielern zum schlechtesten Schiedsrichter gewählt wurde.

"Wir müssen jetzt die Weichen stellen, damit wir weiterhin mit unseren Schiedsrichtern auf internationalem Top-Niveau stark vertreten bleiben. Nur wenn wir frühzeitig unsere talentiertesten Leute in die Verantwortung nehmen, sichern wir langfristig unsere Präsenz und den ausgezeichneten Ruf, den unsere Schiedsrichter in der Welt genießen", hatte der Schiedsrichterkommisions-Vorsitzende Herbert Fandel (Kyllburg) gesagt.

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