Rafati leidet unter Depressionen

SID
Freitag, 25.11.2011 | 15:54 Uhr
Babak Rafati hatte am Samstag einen Selbstmordversuch unternommen
© Getty
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
DAZN World Freestyle Masters
Do22.02.
DAZN lässt die besten Freestyler um die WM kämpfen
League One
Blackburn -
Bury
Serie A
Lazio -
Hellas Verona
Primera División
Getafe -
Celta Vigo
Ligue 1
Troyes -
Dijon
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkisch)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Defensor -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Ligue 1
Nizza -
Lille
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nott´m Fortest -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Brom (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

Babak Rafati hat am Freitag eine "Depressions-Erkrankung" als Ursache seines Selbstmordversuchs angegeben. Er will sich nun in eine Therapie begeben und im Erfolgsfall künftig auch wieder als Schiedsrichter aktiv sein.

Babak Rafati hat sein Schweigen gebrochen. Sechs Tage nach seinem Selbstmordversuch in einem Kölner Hotel stellte der Schiedsrichter über seinen Anwalt Sven Menke am Freitagmittag klar, die "tatsächlichen Beweggründe" seiner Tat lägen in einer "Depressions-Erkrankung".

Keine privaten Gründe, auch keine familiären Probleme hätten ihn vergangenen Samstag dazu getrieben, sich die Pulsadern aufzuschneiden. "Es ist ein dringendes Anliegen von Herrn Rafati, diesen falschen Eindruck zu korrigieren", teilte Menke schriftlich mit. Die Depressions-Erkrankung sei erst in den vergangenen Tagen von den behandelnden Ärzten diagnostiziert worden, hieß es weiter.

Wunsch Rafatis

In der Stellungnahme von Menke, die dieser nach eigenen Angaben "auf ausdrücklichen Wunsch von Babak Rafati" veröffentlichte, steht aber auch: Der Fußball-Schiedsrichter war dem Leistungsdruck nicht mehr gewachsen.

Die mit der Depressions-Erkrankung einhergehenden Symptome seien nach Rafatis "persönlicher Einschätzung" vor etwa eineinhalb Jahren erstmals aufgetreten und hätten sich seither in ihrer Intensität immer weiter verstärkt.

"Im persönlichen Empfinden von Herrn Rafati wurde vor allem ein wachsender Leistungsdruck für ihn als Schiedsrichter und der damit verbundene mediale Druck in Kombination mit der ständigen Angst, Fehler zu machen, zu einer immer größeren Belastung."

Unlösbare Probleme

Diese Belastung, heißt es in der Stellungnahme weiter, hätten Rafati "irgendwann selbst Alltagsprobleme unlösbar erscheinen lassen", er habe sich diesen am Ende "nicht mehr gewachsen gefühlt". Dies hatte dann am Samstag dazu geführt, dass Rafati vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 einen Selbstmordversuch unternahm.

Seine Assistenten Patrick Ittrich, Holger Henschel und Frank Willenborg hatten den Schiedsrichter kurz nach 13.30 Uhr in seinem Zimmer entdeckt. Am Nachmittag hatte Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), den "ungeheuren Druck auf unsere Schiedsrichter" bereits als möglichen Auslöser der Tat ins Gespräch gebracht.

Am Montagnachmittag hatte die Kölnische Rundschau unter Berufung auf einen hochrangigen Ermittler der Kölner Polizei berichtet, private Probleme seien der Auslöser für Rafatis Tat gewesen. Der Beamte bezog sich dem Bericht zufolge auf die Notizzettel, die in Rafatis Hotelzimmer gefunden wurden.

DFB begrüßt Entscheidung

"Es geht nicht um Überforderung im Fußball", sagte der Polizist laut "Kölnischer Rundschau". Noch am gleichen Tag teilte der DFB nach Absprache mit Menke mit, Rafati habe sich in stationäre Behandlung begeben. Zudem verbreitete der Verband den von Rafatis Anwalt übermittelten Wunsch, "in enger Abstimmung mit dem DFB die Vorgänge ganz in Ruhe aufarbeiten zu wollen".

Der DFB teilte am Freitagnachmittag mit, er begrüße "ausdrücklich die Entscheidung von Babak Rafati, sich offen zu seiner Depressions-Erkrankung zu bekennen und in Ruhe fachärztlich behandeln zu lassen." Es sei ein "wichtiger und richtiger Schritt", sagte Präsident Zwanziger.

Hilfsangebot für Rafati

Zugleich sicherte er Rafati zu, der Verband werde ihn "mit all unseren Möglichkeiten unterstützen". Dem Schiedsrichter stünden zudem "selbstverständlich auch die Hilfsangebote der Robert-Enke-Stiftung zur Verfügung, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2010 mit dem komplexen Krankheitsbild Depressionen beschäftigt." Rafatis Beispiel zeige erneut, wie wichtig die Arbeit der Stiftung sei.

Nach Mitteilung seines Anwalts am Freitag hat sich Rafati entschieden, mit seiner Krankheit "offen umzugehen und sich ihr zu stellen." Der 41 Jahre alte Niedersachse mit iranischen Wurzeln werde sich in fachärztliche Behandlung begeben, um die Ursachen der Depressions-Erkrankung therapieren zu lassen.

"Wie lange dies dauern wird, ist derzeit nicht absehbar", heißt es in der Mitteilung von Menke. Eines steht darin auch: Babak Rafati wünsche sich, dass er am Ende einer erfolgreichen Therapie "in sein normales Leben" zurückkehren könne - "auch als Schiedsrichter".

Der DFB teilte darüber hinaus mit, dass sich sein Präsidium auf seiner nächsten Sitzung am 2. Dezember intensiv mit der aktuellen Situation und dem Gesamtkomplex des deutschen Schiedsrichterwesens befassen werde.

 

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung