Funky Pee war gestern

Von Florian Bogner
Samstag, 05.11.2011 | 21:33 Uhr
Christian Pander ist nach zahlreichen Verletzungen wieder eine feste Größe in der Bundesliga
© Imago
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas

Christian Pander gehört seit einer gefühlte Ewigkeit zum Bundesliga-Inventar, hat aber nicht mal 100 Spiele auf dem Buckel. Bevor er nach mehreren Knie-Operationen wieder durchstarten konnte, musste er den Reset-Knopf drücken. Gereift sorgt er nun im Trikot von Hannover 96 wieder für Furore - wohlwissend, dass das Karriere-Ende nur eine falsche Bewegung entfernt ist.

Hannover spielt gerade in der Europa League gegen Kopenhagen und es hängt ein Hauch von "AC/DC" in der Luft. "Nä, nä, nä, nä, nä, nä, nä, nä", singen die 96-Fans auf die Melodie des Smash-Hits "Thunderstruck".

In Hannover schallt jedoch ein anderes Wort als "Thunder" aus zahlreichen Kehlen: "PAN-DER!", schmettern die Fans. "Nä, nä, nä, nä, nä, nä, nä, nä... PAN-DER!"

Die Imitation des Rock-Klassikers gilt natürlich Christian Pander, der soeben das 1:0 für Hannover erzielt hat und quicklebendig die linke Außenbahn auf und ab wieselt, als hätte er nie etwas anderes getan. Dabei hat Pander viele andere Dinge gemacht, in den letzten Jahren.

Auch wenn er gegenüber SPOX sagt: "Mir geht es gut, ich bin gesund, fühle mich wirklich fit, momentan passt alles" - das Hineinhören in den eigenen Körper, das mentale Abtasten aller Problemzonen, gehört mittlerweile zu Panders Alltag wie Zähneputzen.

Einmal Wembley und zurück

Panders Leidensgeschichte mit seinem von Narben übersäten linken Knie ist hinlänglich bekannt. 2004/2005 absolvierte der Linksverteidiger als 21-Jähriger 24 Bundesliga-Spiele für den FC Schalke 04, in den kommenden sechs Jahren kommen aber nur 54 weitere hinzu.

150 Bundesliga-Spieltage finden dagegen ohne ihn statt. Zum Vergleich: Philipp Lahm reißt in dieser Zeit über 170 Bundesliga-Spiele ab. Doch immer wenn Pander gerade wieder zum Team aufgeschlossen hatte, kam ihm eine weitere Verletzung dazwischen.

2005, 2007 und 2009 rissen Bänder im Knie, mehrere Operationen und Pausen von teilweise über einem Jahr waren von Nöten. Zwischendrin absolvierte Pander zwei Länderspiele, traf 2007 bei seinem Debüt im Londoner Wembleystadion aus vollem Lauf. Das DFB-Team siegte 2:1, Pander kam nur noch einmal wieder.

Als eine letzte OP das Knie vor einem Jahr endlich stabilisierte, zwang ihn eine Zehenverletzung ein halbes Jahr zum Zusehen. "Dass ich mein Niveau wieder erreichen kann, daran habe ich immer geglaubt, wenn die Ärzte meine Probleme in den Griff kriegen. Das haben sie mit der letzten Operation geschafft." Die Zehenverletzung war also nur ein Aufschub, kein erneuter Rückschlag.

Pander drückt den Reset-Knopf

Der 28-Jährige ist in der Zwischenzeit geduldig geworden. Vor der Saison wagte er nach sieben Jahren Schalke den Neustart. "Ich habe mich ganz bewusst entschieden, den Reset-Knopf zu drücken und von vorne anzufangen", sagte er im Sommer der "Sport-Bild".

Hannover stattete ihn mit einem leistungsbezogenen Ein-Jahres-Vertrag aus. Bei 96 traf Pander auf Mirko Slomka, der ihn auch bei Schalke gefördert hatte. "Da ich ihn bereits als Trainer auf Schalke hatte, wusste ich, wie er arbeitet."

Weg von den alten Gewohnheiten, hin zu etwas Neuem - ein wichtiger Schritt für Pander, wie er heute sagt. Auch, um einem ewigen Teufelskreis zu entfliehen. "Auf Schalke habe ich in einer Schublade gesteckt. Wenn ich im Training nur ein klitzekleines Zimperlein hatte, stand es am nächsten Tag in der Zeitung", klagte er.

Groll gegen den Ex-Verein hegt der Linksverteidiger, der seinen anfälligen Körper schon mal mit "einem Auto mit Ferrari-Motor und Golf-Chassis" verglich, nicht. "Ich bin ja nicht im Ärger mit Schalke auseinander gegangen", sagt er zu SPOX.

"So gesund wie fast noch nie"

Am Wochenende steht für Pander das Wiedersehen mit dem Ex-Klub an und er hat Chancen, dabei in Hannovers Startelf zu stehen. Wenn das Knie mitspielt.

Als Herausforderer von Christian Schulz links hinten gestartet, hat er nun Konstantin Rausch den Platz im linken Mittelfeld abgeluchst und unter anderem ein Tor gegen den FC Bayern erzielt. Es kommt eben oft anders, als man denkt. Keiner weiß das so gut wie Pander.

"Ich habe immer gesagt: Wenn ich gesund bleibe, kommt alles von selbst. Jetzt bin ich fit. Deshalb bin ich nicht so überrascht, dass es funktioniert. Es ist sogar noch Luft nach oben", sagte er dieser Tage in einem "Bild"-Interview. Und: "Ich fühle mich so gut und so gesund wie fast noch nie." In acht der letzten neun Hannover-Spieler stand Pander in der Startelf.

Wenn man ihn dieser Tage spielen sieht, ist man selbst als Unbeteiligter irgendwie froh, dass sich Pander entschieden hat, es nochmal zu probieren. "Ohne mentale Hilfe", wie er seltsam stolz betont, als ob eine psychologische Behandlung etwas Abartiges an sich hätte. Pander sieht das eher so: "Wer so etwas aus eigener Kraft übersteht, sieht vieles im Bundesliga-Alltag gelassener."

"Meine Story" als Abrechnung

"Never give up", ist auf seinen Arm tätowiert und galt ihm wiederholt als Gedächtnisstütze. Seine Gefühle, die ihm in den Verletzungsphasen belasteten, versuchte er einst auch musikalisch zum Ausdruck zu bringen. Als "Funky Pee" schrieb er 2006 ein Lied namens "Meine Story".

"18 Monate die größten Qualen und Schmerzen, für alle an meiner Seite meinen Dank von Herzen", heißt es darin. Fans von anderen Vereinen verhöhnten Pander für die leicht amateurhaften Raps. Ihm war das jedoch einerlei.

"Der Song war nur als Dankeschön gedacht für diejenigen, die zu mir gehalten haben. Es war aber auch eine Abrechnung mit den Leuten, die es nicht getan haben. Das konnte man in Musik besser verpacken als in Interviews", sagt er heute über sein Erstlingswerk, das bei "Youtube" über 100.000 Mal geklickt wurde.

Musik-Karriere beendet

Ein einmaliger Ausflug in die Musik-Welt, wie er betont. "Funky Pee wird es nicht mehr geben", so Pander. "Wahrscheinlich bin ich ein bisschen musikverrückt, aber auch realistisch, was mein musikalisches Talent angeht." Das Feld wolle er nun lieber denen überlassen, "die das besser können". Er ist - wie gesagt - gelassener geworden.

Klar spielt derweil die Angst weiter mit. Wenn das linke Knie nochmal nachgibt, das Kreuzband wieder reißt, ist Panders Karriere wohl zu Ende. Auch wenn er solche Gedanken am liebsten abschütteln würde, sagt er ehrlich: "Ich kann nicht sagen, ob ich noch einmal bereit wäre, diese Strapazen auf mich zu nehmen."

Im Rückspiel in Kopenhagen am Donnerstag sangen die Fans wieder "PAN-DER!". Der Besungene blieb jedoch zur Pause in der Kabine. Knieprobleme. Immerhin gab er nach dem Spiel Entwarnung: "Es ist nicht so schlimm."

Ansonsten ist eben wieder warten angesagt. Pander kennt das ja.

Die Bundesliga-Tabelle im Überblick

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung