Wegen Sponsorvertrag mit VfL Wolfsburg:

Anklage gegen einen VW-Mitarbeiter

SID
Samstag, 15.10.2011 | 13:56 Uhr
Der VfL Wolfsburg und Volkswagen haben seit Jahren eine feste Partnerschaft
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Super Cup
Live
Real Madrid -
Barcelona
Copa do Brasil
Botafogo -
Flamengo
Copa do Brasil
Gremio -
Cruzeiro
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Ein Sponsorvertrag zwischen einer Telekom-Tochter und dem Bundesligisten VfL Wolfsburg hat zu einer Anklage unter anderem gegen Mitarbeiter des Volkswagen-Konzerns wegen des Verdachts der Bestechlichkeit geführt. Ein VW-Sprecher bestätigte dem "SID" ein anhängiges Verfahren.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Samstag, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage erhoben habe. Hintergrund ist die Verlängerung eines mit vier Millionen Euro pro Jahr dotierten Werbevertrages der Telekom-Tochterfirma T-Systems mit dem VfL Wolfsburg, der nach Einschätzung der Staatsanwälte Voraussetzung für die Verlängerung eines anderen Vertrages zwischen T-Systems und dem VW-Konzerns gewesen sein soll. Diese Verträge hätten nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nicht gekoppelt werden dürfen.

"Wir haben nach wie vor keine Erkenntnisse, dass sich Mitarbeiter oder das Unternehmen bereichert haben. Selbstverständlich sind wir an einer vollständigen Aufklärung des Sachverhaltes interessiert. Weitere Angaben können wir vor dem Hintergrund des laufenden Verfahrens nicht machen", sagte VW-Sprecher Michael Brendel dem "Sport-Informations-Dienst" (SID): "Es bleibt aber dabei: Wir sehen kein Problem darin, dass Lieferanten von Volkswagen auch Sponsoringverträge mit dem VfL Wolfsburg abschließen."

Führungskräfte angeklagt

Laut der "SZ" sind dennoch zwei Führungskräfte aus der Abteilung von VW-Einkaufsvorstand und VfL-Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz wegen Bestechlichkeit angeklagt, zwei frühere Manager und ein Ex-Berater von T-Systems wegen Bestechung.

Sie sollen sich vor der Wirtschaftsstrafkammer des Stuttgarters Landgerichts verantworten, da einer der Beschuldigten in Stuttgart wohnt.

Nach Meinung der Staatsanwaltschaft sei Paragraph 299 des Strafgesetzbuches erfüllt. Dort heißt es in Absatz 1: "Wer als Angestellter oder Beauftragter eines geschäftlichen Betriebes im geschäftlichen Verkehr einen Vorteil für sich oder einen Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, dass er einen anderen bei dem Bezug von Waren oder gewerblichen Leistungen im Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Auswirkungen für VfL?

Ebenso strafbar ist laut Absatz 2 auch das Anbieten eines Vorteils. Der besagte "Dritte" könnte in diesem Fall der VfL Wolfsburg sein.

Nach dem Bericht der "SZ" gebe es laut der Anklageschrift zwar Hinweise auf Treffen bei VW mit Einkaufsvorstand Garcia Sanz, bei denen die Verknüpfung des T-Systems-Vertrags mit dem VfL-Sponsoring besprochen worden sein soll. Der Inhalt dieser Treffen habe sich aber nicht mehr ermitteln lassen.

Gegen Garcia Sanz selbst werde nicht ermittelt, möglicherweise müsse er aber als Zeuge aussagen. Die fünf Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

Für Wirtschaftsanwälte ist der Vorgang offenbar ein "Pilotverfahren". Erstmals werde juristisch geklärt, ob Geschäfte in Industrie und Wirtschaft mit einem Sport-Sponsoring verknüpft werden dürfen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung