Inside Bundesliga: 7 Klubs - 7 Brennpunkte

HSV: Für Jaro wird's eng

Von SPOX
Donnerstag, 27.10.2011 | 00:20 Uhr
David Jarolim durfte unter Trainer Thorsten Fink zuletzt nur auf der Bank Platz nehmen
© Getty
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Beim Hamburger SV zeichnen sich nach zwei Pflichtspielen die Gewinner und Verlierer des Trainerwechsels ab. Der 1. FC Köln hofft auf die Rückkehr von Pedro Geromel. Jermaine Jones taucht aus der Versenkung auf und in Hannover gibt es Probleme nur auf der Tribüne.

Hamburger SV: Zwei Pflichtspiele hat Thorsten Fink als HSV-Trainer nun absolviert und dabei bereits ganze 19 Spieler "ausprobiert". Es gehört zur grundsätzlichen Philosophie des 43-Jährigen, möglichst vielen Spielern Einsatzzeiten und Vertrauen zu geben, dennoch lassen sich zumindest als Momentaufnahme Tendenzen aus den ersten 210 Minuten unter dem neuen Coach ablesen.

Zu den Verlieren des Trainerwechsels gehört wohl Michael Mancienne. Unter Michael Oenning zum Saisonstart noch Stammspieler, ist der 23-Jährige (trotz der Formschwäche von Slobodan Rajkovic) in der Innenverteidiger-Rotation auf Platz vier abgerutscht, spielte nur im Pokal 45 Minuten - und wurde zur Pause ausgewechselt.

Ähnliches gilt für David Jarolim, der ebenfalls nur eine Halbzeit gegen Trier spielen durfte. Für ihn kam Per Skjelbred in die Partie und nutzte die Chance - nicht nur durch die Vorlage zum wichtigen 1:1. Mit Gojko Kacar, Rincon und Robert Tesche stehen derzeit noch drei weitere zentrale Mittelfeldspieler vor Jarolim. Zu den Gewinnern dürfte dagegen Paolo Guerrero zählen, der im Angriff wohl gegen Son die Nase vorn hat.

Auch Dennis Diekmeier ist mit seiner Offensivpower ein Außenverteidiger nach dem Geschmack von Fink. Im Pokal spielte er eine Halbzeit lang sogar im rechten offensiven Mittelfeld. Heiko Westermann wird über kurz oder lang wohl wieder ins Zentrum der Viererkette rücken.

1. FC Köln: Zuletzt fünf Stück in Dortmund kassiert und bei der Pokal-Niederlage in Hoffenheim gingen beide Gegentore auf Fehler des Duos Jemal und Sereno zurück: Die personell arg ausgedünnte Innenverteidigung bleibt eine Kölner Problemzone.

Gut, dass Kapitän Geromel bald wieder zurückkehrt: "Pedro läuft ohne Schmerzen und wird bald ins Training mit dem Ball einsteigen", sagte Trainer Solbakken vor dem Pokalspiel in Hoffenheim.

Wann Kevin McKenna wieder fit, ist dagegen noch fraglich. Er muss sich weiterhin mit Fahrrad- und Lauf-Training begnügen. "Wann er wieder dabei ist, wird sich zeigen", so Solbakken.

FC Augsburg: Weil Simon Jentzsch passen musste, bekam Mohamed Amsif beim Pokalspiel in Leipzig unverhofft eine Chance in der Startelf des FC Augsburg. Der junge Torhüter wurde wenig geprüft - fast schon zu seinem Leidwesen, weil sich der 22-Jährige so kaum auszeichnen und damit ins Gespräch bringen konnte.

Denn die Vorzeichen für Amsif stehen beim FCA denkbar schlecht: An Jentzsch war schon zu Beginn der Saison kein Vorbeikommen und die jüngsten Leistungen des Torwart-Oldies haben die Augsburger Verantwortlichen dazu bewogen, dem 35-Jährigen ein neues Vertragsangebot zu unterbreiten. Für Amsif, der in der vergangenen Saison vom FC Schalke 04 kam, um Jentzsch möglicherweise mittelfristig zu ersetzen, bleibt weiter nur eins: Warten auf die nächste Chance.

Hannover 96: In Hannover läuft es sportlich wie geschmiert, negative Schlagzeilen entstehen derzeit ausschließlich auf der Tribüne. Beim letzten Heimspiel gegen die Bayern gab es nach einem Polizeieinsatz 36 Verletzte in der Nordkurve. Laut Polizei wehrten sich die 96-Ultras gegen Kontrollen, bei denen nach Feuerwerkskörpern in den Fahnenstangen der Fans gesucht werden sollte.

Auf Tritte und Schläge reagierte die Polizei demnach ihrerseits mit Pfefferspray und Schlagstöcken. Für Fan-Forscher Gunter A. Pilz von der Universität in Hannover ein strategischer Fehler der Sicherheitskräfte: "Dass die Polizei in den voll besetzten Block der Ultras reinging, war eine Fehlentscheidung.

Die Ultras haben ein ausgeprägtes Feindbild: die Polizei." Das Thema Pyrotechnik allerdings beschäftigt die 96er schon seit langem. Neben verstärkten Kontrollen will Klubchef Martin Kind zündelnde Ultras künftig auch zur Kasse bitten. Rund 50.000 Euro habe der Verein bereits an Strafe für bengalische Feuer bezahlt.

Geld, das Kind gerne von den Verursachern zurück haben würde - durch Erhöhung der Ticket-Preise in der Nordkurve: "Das sind Kosten, die Dritte verursachen. Deshalb gibt es die Überlegung, diese Kosten durch höhere Eintrittspreise aufzufangen."

FC Schalke: Völlig verunsichert unter Magath, Ausleihe nach England, Rückkehr nach Schalke, aber kaum Einsatzzeit auch unter Rangnick: Jermaine Jones lief ernsthaft Gefahr, in der Versenkung zu verschwinden.

Doch seit Huub Stevens in Gelsenkirchen die sportlichen Geschicke leitet, kommt der 29-Jährige Schritt für Schritt zurück. Von Spiel zu Spiel steigerten sich seine Einsatzzeiten, zuletzt stand Jones gegen Larnaka und Leverkusen zwei Mal in Folge in der Startelf. Nach dem starken Auftritt bei Bayer erntete er sogar Lob von ganz oben.

Sportchef Horst Heldt: "Obwohl er früh gelbbelastet war, hat er mit seiner Aggressivität den Laden zusammengehalten. In dieser Verfassung ist Jermaine für uns Gold wert."

Hertha BSC: Fünf Einsätze über 85 Minuten verzeichnete Fabian Lustenberger bis zum müden Remis am vergangenen Wochenende gegen Mainz. Aufgrund des Trainingsrückstands nach der Finalteilnahme bei der U-21-EM saß der 23-Jährige zuletzt nur auf der Bank, das Duo Niemeyer/Ottl lieferte auf der Doppelsechs überzeugende Darbietungen ab.

Der Leistungsträger der Aufstiegssaison feierte beim 0:0 sein Comeback in der Startelf. Endlich, wird sich der Schweizer sagen. Trainer Babbel hatte Niemeyer eine Pause gegönnt. Lustenberger lieferte eine solide Leistung ab - mehr allerdings nicht. "Für Fabian war es ein sehr schwieriges Spiel, weil er Löcher stopfen musste, die die Außenspieler verursacht haben", sagte Babbel.

Viel deutet nicht darauf hin, dass der Coach in der Liga seine Formation nun dauerhaft ändern wird. Lustenberger, der nach dem Abstieg 2010 als erster Akteur seinen Vertrag verlängerte, nimmt die bittere Situation jedoch an: "Es wirkt sicher etwas undankbar. Ich hatte es mir damals auch anders vorgestellt. Aber jetzt ist die Situation eben so. Böse ausgedrückt könnte man sagen, dass ich jetzt der Leidtragende bin."

VfL Wolfsburg: Felix Magath steht prinzipiell für viele Transfers, lässt aber auch den eigenen Nachwuchs nicht aus den Augen. Die U 19 des VfL Wolfsburg wurde schließlich in der letzten Saison zum ersten Mal deutscher Meister und mischt auch in dieser Spielzeit in der A-Jugend-Bundesliga Nord/Nordost als ungeschlagener Zweiter gut mit.

Mit Robin Knoche, Bjarne Thoelke und Kevin Scheidhauer haben es im Sommer schon drei Meister-Youngster in den erweiterten Kreis der ersten Mannschaft gebracht, vor kurzem unterschrieb auch der 17-jährige Maximilian Arnold einen Profivertrag.

"Maximilian ist einer von den wenigen Spielern, die die Möglichkeit haben, schon mit 17 Jahren in der Bundesliga anzufangen", sagte Magath. Tolga Cigerci gehört eh schon längst zum Kader der Ersten, Akaki Gogia sammelt als Leihspieler beim FC Augsburg Bundesligaerfahrung.

Richtig durchgestartet ist derweil schon Thoelke, der zuletzt zweimal ordentlich in der VfL-Innenverteidigung spielte. Und Magath macht dem 19-Jährigen weiter Hoffnung: "Bjarne hat letzte Woche gut gespielt. Warum sollte er nicht in der Mannschaft bleiben?"

Der 11. Spieltag der Bundesliga in der Übersicht

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