Felix Magath gegen seinen Ex-Klub

SID
Samstag, 10.09.2011 | 22:25 Uhr
Kann Klaas-Jan Huntelaar auch gegen seinen ehemaligen Trainer wieder einnetzen?
© Getty
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Venlo

Der VfL Wolfsburg empfängt Schalke 04: Felix Magath steht dabei zum Ende einer unruhigen Woche eine Reise in die Vergangenheit bevor (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER). Im zweiten Spiel will der 1. FC Köln mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Felix Magath hat mit dem VfL Wolfsburg in der Bundesliga einen Fehlstart hingelegt, im Umfeld wächst die Kritik an der Transferpolitik und am Führungsstil des einstigen Meistermachers - ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Schalke 04 soll nun die Wende gelingen.

"Wir kennen Schalkes Stärken ganz gut, wissen aber auch um die Schwächen. Mit einem Sieg hätten wir wieder Anschluss nach oben", sagte Magath vor dem brisanten Wiedersehen am Sonntag, "wir brauchen Erfolgserlebnisse."

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ist Wolfsburg auf Platz 15 abgestürzt, bereits nach vier Spieltagen droht den Niedersachsen wie im vergangenen Jahr der Abstiegskampf.

Magath: "Ich bin sehr zufrieden"

Magath und der mächtige VW-Konzern haben jedoch höhere Ziele, gemeinsam plant man die Rückkehr in den Europapokal. Zwischen Anspruch und Realität klafft jedoch zurzeit bei den Wölfen eine riesige Lücke.

Magath, der dem Klub 2009 die historische Meisterschaft beschert hatte, kann den sportlichen Erfolg noch nicht vorweisen und gerät zunehmend unter Druck.

Unter der Woche sah sich der 58-Jährige sogar dazu gezwungen, seine teilweise nur schwer nachvollziehbaren Transferaktivitäten zu verteidigen: "Man spricht vom Altenheim VfL, bei Hitzlsperger vom Veteranen, bei Hleb tut man so, als ob er zum alten Eisen gehört. Ich bin sehr zufrieden, wir haben eine Struktur geschaffen, mit der wir unsere Ziele erreichen können."

Rückendeckung für Magath

Auch innerhalb der Mannschaft sind Magaths eigenwillige Methoden offenbar nicht unumstritten. Stürmer Patrick Helmes, der zuletzt wegen angeblich schlechter Laufleistungen zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verdonnert worden war, musste Einzel-Lauftraining am Kanal absolvieren und kehrte erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurück.

Rückendeckung erhält Magath dagegen zumindest für den Moment von Wolfsburgs Aufsichtsrats-Chef und VW-Vorstandsmitglied Francisco Javier Garcia Sanz: "Dass nicht alles von Anfang an glattlaufen würde, haben wir einkalkuliert. Wir vertrauen auf die Arbeit von Felix Magath. Er hat es bisher am Ende immer geschafft."

Gegen die Königsblauen stehen dem Wolfsburger Trainer alle Spieler zur Verfügung mit Ausnahme des früheren Nationalspielers Thomas Hitzlsperger, der wegen Meniskusproblemen ausfällt.

Sieg in Wolfsburg = Rückenwind für die Europa League

Die Schalker, die immer noch an Magaths Hinterlassenschaften zu knabbern haben, wollen sich dagegen schon jetzt oben festsetzen.

"Wir wollen versuchen, unsere Serie erfolgreicher Spiele fortzusetzen und uns somit eine gute Ausgangsposition für die kommenden Partien zu verschaffen", sagte Trainer Ralf Rangnick.

Drei Siege in Folge haben Rangnicks Team in die Liga-Spitzengruppe geführt. Ein Erfolg in Wolfsburg würde zudem weiteren Rückenwind für die Europa League geben. Am Donnerstag muss Schalke im ersten Gruppenspiel in Cluj beim rumänischen Pokalsieger Steaua Bukarest antreten.

Köln will Heimsieg gegen Club

Im zweiten Sonntagsspiel will der 1. FC Köln mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen. Kölns Trainer Stole Solbakken hofft auf den zweiten Saisonerfolg, erwartet aber einen starken Gegner: "Sie stehen kompakt und sind sehr solide in der Defensive. Vorne sind sie vor allem bei Standards gefährlich."

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