96-Torwart Miller in psychologischer Behandlung

SID
Montag, 05.09.2011 | 16:59 Uhr
96-Keeper Markus Miller hat sich in psychologische Behandlung begeben
© Getty
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
DAZN World Freestyle Masters
Do22.02.
So spektakulär wird der Titel-Streit der Ball-Artisten
Ligue 1
Troyes -
Dijon
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Ligue 1
Nizza -
Lille
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

Knapp zwei Jahre nach dem Selbstmord von Robert Enke hat sich Hannover-96-Torwart Markus Miller in einer bemerkenswerten schriftlichen Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt: Der Familienvater begab sich wegen "mentaler Erschöpfung" in stationäre Behandlung.

Knapp zwei Jahre nach dem Selbstmord von Robert Enke holen Hannover 96 die tragischen Ereignisse aus dem Herbst 2009 wieder ein. Ersatztorwart Markus Miller erklärte in einer bewerkenswerten schriftlichen Stellungnahme, dass er sich wegen "mentaler Erschöpfung" in stationäre Behandlung begeben hat.

Der 29 Jahre alte Familienvater wählt damit einen völlig anderen Weg als einst Enke: Der Nationaltorwart hatte seine Depressionen geheim gehalten und am 10. November 2009 Selbstmord begangen.

Stationäre Behandlung

"Ich habe mich dazu entschlossen, meinen Klub, unsere Fans und die Medien über meine Erkrankung zu informieren. Wegen meiner mentalen Erschöpfung werde ich mich ab sofort stationär behandeln lassen", wurde Miller in einer ausführlichen Klub-Pressemitteilung zitiert. Er befindet sich derzeit in einer durch den Klub nicht näher benannten Privatklinik.

Hannover 96 knüpfte direkt eine Verbindung zu den schrecklichen Vorkommnissen um Enke. "Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen, die Hannover 96 vor knapp zwei Jahren im Zuge der Tragödie um Robert Enke gemacht hat, erhält Markus Miller die volle Unterstützung des gesamten Klubs, also von den Verantwortlichen sowie Mannschaft und Trainer", schrieb der Klub.

Miller steht seit Sommer 2010 bei den Niedersachsen unter Vertrag, hat dort aber noch keinen Bundesliga-Einsatz absolviert.

Klub steht hinter Miller

"Wir stärken und schützen ihn, weil er sich mit aller Offenheit seinen psychischen Schwierigkeiten stellt, die unverändert in unserer Gesellschaft als Tabu-Thema behandelt werden", sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke: "Oberste Priorität hat für uns alle, dass Markus Miller von seinen Ärzten erfolgreich behandelt werden kann. Er hat uns als Verantwortliche frühzeitig informiert. Ich empfinde das als Zeichen von Stärke, und natürlich bekommt Markus von uns jede Unterstützung, die möglich ist."

Seit seiner Profizeit als Torhüter arbeite er mit Hochdruck daran, engagiert und immer mit vollem Einsatz, seine Leistungen auszubauen, zu optimieren und auf höchstem Niveau zu halten, sagte Miller: "Seit einiger Zeit habe ich immer seltener das Gefühl, dass ich der Mannschaft wirklich helfe oder etwas Wesentliches bewirke. Dabei erlebte ich zunehmenden, großen inneren Druck und Anspannungen, die mich begannen zu blockieren."

"Schwierige und unbekannte Situation"

Miller bemühte sich in einer nach 96-Angaben "für ihn höchst schwierigen und unbekannten Situation" schnell um professionelle Hilfe und ging anders als damals Enke nun an die Öffentlichkeit.

Unterstützung erhält der Torhüter von Martin Braun, der in Gelsenkirchen als ambulanter Psychologe, Arzt und Psychotherapeut praktiziert sowie als Coach und Mentaltrainer im Spitzensport tätig ist.

"Ich arbeite gemeinsam mit Martin Braun bereits erfolgreich an Lösungen. Um blockierende Ursachen und Symptome noch nachhaltiger bearbeiten zu können, als das ambulant möglich ist, habe ich mich in enger Absprache mit meinem Therapeuten dazu entschlossen, stationär an mir zu arbeiten", sagte Markus Miller. Braun und Miller hätten laut Pressemitteilung "gemeinsam in vielen Gesprächen den Lösungsansatz entwickelt, um Markus Miller zu helfen und seine mentale Erschöpfung bzw. den beginnenden Burnout dauerhaft zu heilen". Braun sprach von einer "deutlich positiven Behandlungsprognose".

Kind zeigt sich respektvoll

Miller werde in der Privatklinik von "ausgewiesenen, erfahrenen Experten auf dem Gebiet der Psychologie und Psychotherapie umfassend behandelt. Er wird Hannover 96 auf ungewisse Zeit nicht zur Verfügung stehen, seine stationäre Behandlung ist zunächst für mehrere Wochen vorgesehen", schrieb der Klub.

96-Geschäftsführer Martin Kind zollte dem Torwart zu dessen Umgang mit der Krankheit "allerhöchsten Respekt". "Dieser Schritt ist ein großes Zeichen von Mut. Er hat in einem Klub, der ein furchtbares Erlebnis mit einem persönlichen Schicksal durchgemacht hat, bewusst den Gang an die Öffentlichkeit gewählt und klare Fakten geschaffen", sagte Kind.

Millers Verhalten "imponierend"

Die Robert-Enke-Stiftung lobte in einer Stellungnahme nicht nur Miller, sondern auch Hannover 96. "Aus Sicht der Robert-Enke-Stiftung bedarf die Entscheidung des Sportlers, diesen Schritt mit aller Offenheit und Ehrlichkeit publik zu machen, höchster Anerkennung. Denn gerade im Leistungssport stellt sich der Umgang mit psychischen Erkrankungen nach wie vor als schwierig dar, was das beschriebene Vorgehen umso eindrucksvoller wirken lässt. Darüber hinaus muss man sicherlich auch Hannover 96 ein großes Lob für die offene Herangehensweise aussprechen, mit welcher der Verein seinem Torwart eine uneingeschränkte Unterstützung beim Gang an die Öffentlichkeit zugesichert haben dürfte."

Trainer Mirko Slomka betonte, dass ihn Miller "frühzeitig ins Vertrauen gezogen und umfassend informiert" habe. Er bezeichnete Millers Verhalten als "imponierend". Er traue dem Torwart zu, "diese Behandlung für sich zu nutzen und gestärkt sowie mit neuer Zielsetzung seine Karriere als Fußballprofi erfolgreich fortzusetzen".

Markus Miller im Steckbrief

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung