Marcus Sorg: Ein Neuling, aber kein Greenhorn

Von Christian Bernhard
Dienstag, 06.09.2011 | 17:03 Uhr
Der Trainer und sein Torgarant: Freiburg-Coach Marcus Sorg (M.) und Papiss Demba Cisse (l.)
© Getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Club Friendlies
FC St. Pauli -
VfL Bochum 1848
Ligue 1
Amiens -
Montpellier
Ligue 1
Angers -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Lyon
Ligue 1
Lille -
Rennes
Ligue 1
Metz -
St. Etienne
Ligue 1
Toulouse -
Nantes
Copa del Rey
DAZN-Konferenz: Copa del Rey
Copa del Rey
Atletico Madrid -
FC Sevilla
Copa del Rey
Valencia -
Alaves
Ligue 1
PSG -
Dijon
Copa del Rey
Espanyol -
FC Barcelona
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)

Der SC Freiburg hat unter Bundesliga-Neuling Marcus Sorg gegen Wolfsburg den ersten Saisonsieg eingefahren. Der 45-jährige Cheftrainer und Nachfolger von Robin Dutt ist ein Freund des Offensivspiels, der taktischen Variabilität und ein unbeschriebenes Bundesliga-Blatt - aber kein Greenhorn.

Die vergangene Woche dürfte eine sehr angenehme für Marcus Sorg gewesen sein. Am 4. Spieltag fuhr der Freiburg-Coach beim klaren 3:0 gegen Wolfsburg seinen ersten Sieg als SC-Chefcoach ein, nur vier Tage später hatte er dann die Gewissheit, dass Torgarant Papiss Demba Cisse dem Verein zumindest bis Winter erhalten bleibt.

"Ich bin sehr froh, dass wir uns endlich mit Punkten für unsere gute Leistung belohnt haben", sagte Sorg nach seinem ersten Bundesliga-Dreier. "Wir sind sehr dominant und diszipliniert aufgetreten."

Besser hätte Sorg sein Sieg-Debüt kaum timen können, durch die Länderspielpause hatten er und sein Team zwei entspannte Wochen, um sich auf das Auswärtsspiel beim FC Bayern vorzubereiten.

Freiburg: ideales Ambiente für einen Trainer

Wobei wohl selbst ein Remis oder gar eine Niederlage an diesem Umstand nichts verändert hätte. Kaum ein Bundesligatrainer kann schließlich ruhiger fernab des Medienrummels arbeiten, als Sorg im Breisgau.

So verwundert es nicht, dass Sorg sich nach eigenen Angaben "nirgends so wohlgefühlt hat wie in Freiburg", wie der 45-Jährige der "Stuttgarter Zeitung" erzählte. "Die Stadt ist durch ihr Umfeld der ideale Arbeitsplatz für einen Profitrainer."

Es ist das Ambiente, von dem jeder Coach träumt. Ein Arbeitsplatz, um den ihn viele Kollegen beneiden. Das Trainergeschäft ist enorm schnelllebig geworden, Ergebnisse und Erfolge müssen sich schnell einstellen - sonst zahlt oft und gerne der Trainer drauf. Außer in Freiburg. Dort ist Sorg nach Volker Finke und Robin Dutt erst der dritte Coach der Freiburger Bundesliga-Geschichte - in 20 Jahren wohlgemerkt.

"Auch wenn ich weiß, dass es im Profigeschäft keine Garantien gibt, bin ich sehr froh, beim SC Freiburg arbeiten zu dürfen, wo Kontinuität Teil der Vereinsphilosophie ist", freute sich Sorg in der "Badischen Zeitung."

Die Handschrift Sorgs ist bereits nach wenigen Spieltagen zu erkennen. Unter ihm schoss die zweite Freiburger Mannschaft, die er in der vergangenen Saison trainierte, die meisten Treffer in der Regionalliga. Die SC-Profis haben nun nach vier Spielen neunmal getroffen und stellen damit hinter Schalke den zweitbesten Angriff der Liga - zusammen mit den Bayern und Bremen.

Sorgs Faible für die Offensive

Nicht umsonst hatte Sorg in der Vorbereitung unterstrichen, sein Team müsse "eben versuchen, unsere Qualitäten, die wir mit Sicherheit in der Offensive haben, noch mehr zu fördern."

Klar für Sorg ist aber auch: "Ein couragiertes Offensivspiel darf nicht auf Kosten der Abwehr gehen." So geschehen beim spektakulären, aber wenig ertragreichen 3:5 in Bremen. Balance ist in Freiburg eben Trumpf.

Dem besonnenen Offensivgeist liegt eine ausgeprägte taktische Variabilität zugrunde. In vier Bundesliga-Spielen hat Sorg sein Team bereits mit drei Spielsystem auf das Feld geschickt: Zweimal in dem aus der vergangenen Saison gewohnten 4-1-4-1-System und je einmal im 4-4-2 sowie erfolgreich im 4-2-3-1 zuletzt gegen Wolfsburg. Trotzdem sagte Sorg nach dem Premierensieg: "Wir müssen immer sehr variabel sein."

Variabilität ist das Lösungswort beim SC. "Als SC Freiburg kann man nicht in jedes Spiel gehen und dem Gegner sein Spiel aufdrücken. Wir müssen je nach Gegner in der Lage sein, eine gesunde Mischung aus Aktion und Reaktion zu finden und auch im Spiel mal die Systeme wechseln, um angemessen auf neue Gegebenheiten zu reagieren", unterstreicht Maximilan Nicu im Interview auf der Vereins-Homepage.

Der taktische Schlüsselspieler von Marcus Sorg ist Julian Schuster, der auf der Sechs das Spiel organisiert - und das taktisch geprägte Umfeld liebt: "Für mich ist der SC genau der richtige Verein, weil hier unheimlich viel Wert auf die Taktik gelegt wird."

Schon zwölf Jahre Trainer

Sorg kennt die Stärken und Schwächen des SC in- und auswendig. Denn so überraschend seine Beförderung vom Freiburg-II-Coach zum Cheftrainer der Profis für den Rest der Republik war, so logisch wird sie im Breisgau gesehen.

Die Entscheidung steht für die Kontinuität des SC - und für die Durchlässigkeit im Klub. "Ich bin ja bereits seit drei Jahren im Verein und deshalb ist es für mich nicht ganz so neu, da das Umfeld das alte ist, nur in neuer Funktion", unterstrich Sorg im Interview mit "Sport1".

Außerdem ist Sorg bereits zwölf Jahre als Trainer aktiv - Bundesliga-Neuling also ja, Greenhorn nein. Der gelernte Bauingenieur kennt die Strukturen des Vereins bestens und feiert in diesen Tagen zusammen mit dem Klub das zehnjährige Bestehen des vereinseigenen Nachwuchs-Leistungszentrums.

Oliver Baumann, Johannes Flum und zuletzt die beiden U-20-Nationalspieler Christian Bickel und Simon Brandstetter kommen aus der SC-Talentschmiede, die als "Leistungszentrum der höchsten Kategorie" eingestuft wird - und im Verein eine wichtige Rolle spielt.

"Unsere Ziele als Mannschaft sind klar: Wir wollen so schnell wie möglich die Liga-Zugehörigkeit sichern und die gute Arbeit der vergangenen Jahre weiterführen. Mit einem Auge werden wir natürlich auch immer auf unser Nachwuchszentrum schauen, dass wir den einen oder anderen Spieler bei uns integrieren können", betont Sorg, der in der Vorbereitung erklärt hatte: "Nach fünf, sechs Spielen kann man draufschauen und erstmals bewerten."

Zwei Spiele hat er also noch Zeit, dann flattert das erste selbstauferlegte Zwischenzeugnis ins Haus.

Alle Infos zum SC Freiburg

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung