Gomez: Noch 45 Jahre bis zum Bomber-Rekord

Von Für SPOX an der Säbener Straße: Thomas Gaber
Donnerstag, 08.09.2011 | 19:11 Uhr
Mario Gomez (2.v.l.) erzielte in Kaiserslautern alle drei Tore für den FC Bayern München
© Getty
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Mario Gomez führt nach seinem Dreierpack in Kaiserslautern erneut die Torschützenliste der Bundesliga an. Vor dem Spiel des FC Bayern gegen Freiburg sprach der Stürmer über Torrekorde, Forderungen von Präsident Hoeneß und deutlich mehr Spaß an der Defensivarbeit.

Eine Muskelverhärtung im Oberschenkel verhinderte einen Einsatz von Mario Gomez für die DFB-Elf gegen Österreich (6:2) und Polen (2:2). Rechtzeitig zum Bundesligaspiel des FC Bayern gegen Freiburg (Sa., 15.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei Sky) ist Gomez wieder fit.

"Ich habe die Zeit genutzt, um wieder voll gesund zu werden. Ich bin zu 100 Prozent einsatzbereit, es gibt kein Risiko", sagte Gomez nach dem Training am Donnerstag.

Bomber Müller weit vor dem Rest

In Kaiserslautern traf Gomez trotz Schmerzen im Oberschenkel drei Mal. "Das hat gut getan, ich hatte ja vorher einen großen Knick in meiner Leistung", sagte Gomez süffisant hinsichtlich kritischer Medienberichte nach den ersten Spielen ohne Tor.

Auf dem Betzenberg gelangen Gomez zum neunten Mal in der Bundesliga mindestens drei Tore pro Spiel. In der ewigen Bestenliste überholte Gomez damit Bayern-Trainer Jupp Heynckes und schob sich hinter Gerd Müller, Klaus Fischer und Manfred Burgsmüller auf Platz vier vor.

Müller liegt mit 32 Dreierpacks, darunter zehn Vierer- und vier Fünferpacks, klar in Führung. "Um den Rekord vom Bomber zu knacken, muss ich wohl noch 45 Jahre weiterspielen", sagte Gomez zu SPOX.

Mehr Lust auf Defensivarbeit

Mit persönlichen Bestmarken beschäftigt er sich aber ohnehin weniger. "Es ist mir egal, wie viele Tore ich schieße. Ich setze mir keine Marken. Wir müssen deutscher Meister und Pokalsieger werden und in der Champions League möglichst ins Finale kommen. Nur wenn wir Titel holenn, war es eine gute Saison für den FC Bayern."

Die Fortschritte in dieser Saison haben laut Gomez zwei Gründe. "Außer den Angeschlagenen, wie Ivica Olic, Arjen Robben oder ich in den letzten drei Wochen, sind alle Spieler in einer körperlich sehr guten Verfassung. Und unsere Balance auf dem Platz ist deutlich besser geworden", so Gomez.

"Der Wille und die Einstellung aller Spieler, auch nach hinten zu arbeiten, war auch in der letzten Saison vorhanden. Aber unser Trainer legt jetzt mehr Wert auf Kompaktheit. Jupp Heynckes hat uns von Anfang an darauf hingewiesen, dass nur die Mannschaften Titel gewinnen, die wenige Gegentore zulassen. Er hat uns richtigerweise erklärt, dass unsere Offensive nicht unter einer erhöhten Defensivarbeit leidet, weil wir im Angriff so viel Qualität haben."

Hoeneß stachelt an - Gomez gefällt's

Unter Heynckes sei jeder Spieler bereit, eine Schippe draufzulegen. "Es bringt nichts, wenn nur vier oder fünf Spieler nach hinten arbeiten, so wie in der letzten Saison. Wir haben nicht als Mannschaft verteidigt. Jetzt arbeiten auch die Offensivspieler besser gegen den Ball."

Erfolgreiche Spiele wie in Kaiserslautern sind da logische Konsequenz. "Es macht Spaß, wenn die Lauterer nach kurzer Zeit nicht wissen, ob sie kurze oder lange Bälle spielen sollen. Und es macht Spaß, wenn man einen Gegner so dominieren kann", sagte Gomez.

Forderungen der Bayern-Bosse, wie jene von Präsident Uli Hoeneß nach dem Lautern-Spiel ("Gomez kann noch mehr, das muss er zeigen"), nimmt Gomez mittlerweile gelassen hin.

"Ich finde es gut, wenn der Präsident sagt, dass ich mich noch verbessern kann und muss. Das erwarte ich auch von mir. Ich muss mich in allen Bereichen verbessern, nicht nur an den Schwächen arbeiten. Außer einem Spieler vom FC Barcelona kann sich jeder Fußballer der Welt noch verbessern", so Gomez.

Freiburg, Villarreal, Schalke und Co.: der Spielplan des FC Bayern

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