Fussball

Frust und Sarkasmus nach Nichtnominierung

SID
Montag, 22.08.2011 | 10:53 Uhr
Roman Weidenfeller vom BVB wurde nicht für die kommenden Spiele der DFB-Elf nominiert
© Getty

Mit Unverständnis und Sarkasmus hat Torhüter Roman Weidenfeller vom deutschen Meister Borussia Dortmund auf die angekündigte erneute Nichtnominierung für die Nationalmannschaft reagiert.

"Ich hatte früher schon mal einen Spruch auf den Lippen, der sehr böse ist. Aber den verkneife ich mir lieber. Vielleicht sollte ich mir aber die Haare schneiden, oder einfach etwas zierlicher werden", sagte der 31-Jährige in den "Ruhr Nachrichten".

Nach der Absage des verletzten Leverkuseners Rene Adler wird Bundestrainer Joachim Löw den Dortmunder voraussichtlich erneut nicht einmal als Nummer drei hinter dem Münchner Manuel Neuer und Bremer Tim Wiese für das EM-Qualifikationsspielgegen Österreich (2. September) und das Testspiel gegen Polen (6. September) nominieren. Stattdessen steht der Hannoveraner Ron-Robert Zieler nach nur 18 Bundesliga-Einsätzen vor der erstmaligen Berufung in den Kader.

Zieler erhält Vorzug

Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hatte die Entscheidung wie folgt begründet: "Er gehört mit seinen 22 Jahren zu der jungen Generation, die das moderne Torwartspiel verkörpern, das wir beim DFB wollen." Weidenfeller konterte im kicker: "Selbst wenn jetzt ein junger Torwart ausfällt, gibt es bestimmt noch irgendwo jüngere, die dann eingeladen werden."

In seiner Spielweise sieht sich der BVB-Keeper als ein Vertreter der "modernen" Torhüter. "Haben sie unser 1:0 gesehen? Ball abgefangen, sofort abgeworfen und damit ein Tor eingeleitet. Macht das nicht einen modernen Torhüter aus?", wird Weidenfeller zitiert. Zudem kann er auf eine exzellente Statistik verweisen.

In der vergangenen Meistersaison kassierte das Team gerade einmal 22 Treffer, ein Tor mehr als der Allzeitrekord der Bayern aus der Saison 2007/08, und leistete einen wesentlichen Beitrag zum Gewinn der Meisterschaft.

Zweimal beendete Weidenfeller bereits eine Saison in der "Kicker"-Rangliste als Notenbester.

Roman Weidenfeller im Steckbrief

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