Köln startet ohne Coach Solbakken und Podolski

SID
Mittwoch, 22.06.2011 | 12:58 Uhr
Lukas Podolski darf sich freuen: Er darf noch länger im Urlaub verweilen
© Getty

Mit 300 Kiebitzen, aber ohne seinen neuen Trainer Stale Solbakken und Nationalspieler Lukas Podolski hat der 1. FC Köln die Vorbereitung auf die neue Bundesligasaison aufgenommen. Sportdirektor Volker Finke hofft auf den Transfer von Wunschspieler Sascha Riether.

Es goss aus Kübeln, aber die Laune bei den Profis des 1. FC Köln war beim Saison-Trainingsauftakt trotz des Sauwetters prächtig. "Erfreulich ist, dass ich keine traurigen Gesichter gesehen habe. Die Schlussphase der vergangenen Saison hat positive Spuren hinterlassen", konstatierte FC-Sportdirektor Volker Finke nach der knapp zweistündigen Einheit vor rund 300 Kiebitzen am Geißbockheim.

Der neue Trainer Stale Solbakken fehlte bei den Sprinttests und einem abschließenden Trainingsspielchen zwar ebenso wie Nationalspieler Lukas Podolski und einige andere, dennoch nahmen 20 Profis am Training teil.

"Unser Ziel muss es sein, unseren Kader von derzeit 35 bis 36 Spielern zu reduzieren. Bis Ende der Woche werden acht bis neun Spieler ausgeliehen sein", kündigte Finke an. Das Training verfolgte er relaxt vom Spielfeldrand aus, nachdem er als Interimscoach die Geißböcke mit einem beachtlichten Schlussspurt von neun Punkten aus drei Spielen in der abgelaufenen Spielzeit noch auf Rang zehn geführt hatte.

Ohne Trainer und Superstar

Nun beschränkt sich Finke wieder auf seinen eigentlichen Job, und das zunächst mal bis zum Ende der Transferperiode Ende August, ehe er sich einen Urlaub gönnt. Den genießt derzeit noch der norwegische Coach Solbakken, der ebenso wie sein Assistent Bard Wiggen erst am 26. Juni zur Mannschaft stößt, wenn diese auf der Insel Langeoog ihr Trainingslager bezieht.

Mit Solbakken und Wiggen hatte der Klub vereinbart, dass beide ihre Arbeit später aufnehmen, weil sie nach der Saison noch Verpflichtungen für ihren bisherigen Arbeitgeber FC Kopenhagen zu erfüllen hatten.

FC-Kapitän Podolski bekam wie auch andere Nationalspieler innerhalb des Teams einen verlängerten Urlaub zugesprochen. In Abwesenheit von Solbakken leiteten die Co-Trainer Ibrahim Tanko und Patrick Weiser sowie Torwart-Coach Alexander Bade das Training. Bis Samstag stehen vornehmlich medizinische Untersuchungen und Fitnesstests auf dem Programm, ehe es nach Ostfriesland geht.

Optimistisch im Fall Riether

Dann könnte bereits Nationalspieler Sascha Riether mit dabei sein, der gerne vom VfL Wolfsburg an den Rhein wechseln würde. "Wir sind in Gesprächen, ob es klappt, muss man aber abwarten. Er ist natürlich unser Wunschkandidat für das Mittelfeld", sagte Finke, der nicht davon ausgeht, dass der Portugiese Petit nach seinem Kreuzbandriss am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison in der ersten Halbserie zurückkommt.

Im Zusammenhang mit dem angedachten Riether-Transfer stellte Finke aber noch einmal klar, dass man am Transfer von Derek Owusu Boateng vom FC Getafe an Dnjepr Dnjepopetrowsk für angeblich 7,5 Millionen Euro nur 15 Prozent der Ablösesumme erhalten werde.

In der Winterpause 2008/2009 war der Nationalspieler aus Ghana für 400.000 Euro von Beitar Jerusalem nach Köln gekommen, ein halbes Jahr später wurde er für eine Million Euro an den FC Getafe weiterverkauft. Die Klausel, dass der FC am Weiterverkauf mitverdient, hatte noch Finke-Vorgänger Michael Meier in den Vertrag eingebaut.

Personalie Jajalo vor dem Abschluss

Während in Sachen Riether noch fleißig verhandelt wird, steht die Personalie Mato Jajalo vor dem Abschluss. "Es geht nur noch um Kleinigkeiten", bestätigten Finke und der Mittelfeldspieler.

Der zuletzt vom AC Siena ausgeliehene Jajalo war überglücklich: "Ich bin froh, dass ich wieder hier beim Training bin, ich wollte immer beim FC bleiben." Der FC wird nach langen Verhandlungen wohl nicht die kompletten zwei Millionen Euro zahlen müssen, die beim Leihgeschäft als Kaufoption vereinbart worden waren.

Der 1. FC Köln in der Übersicht

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