Nach missglückter Revolution in Gladbach

Stefan Effenberg und Co. werfen das Handtuch

SID
Montag, 30.05.2011 | 16:13 Uhr
Die Revolution von Stefan Effenberg (r.) und Horst Klöppel ist gescheitert
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Vardar Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien

Stefan Effenberg war so schnell verschwunden, wie er gekommen war. Nach der Pleite der Revolutionäre und turbulenten Wochen hofft Borussia Mönchengladbach auf die Rückkehr in ruhigeres Fahrwasser.

Der Tiger nahm Reißaus, ohne eine Spur zu hinterlassen. Wenige Stunden nach Stefan Effenbergs vorzeitiger Flucht aus dem Stadion von Borussia Mönchengladbach hatte sich die großspurig angekündigte Revolution bereits in Luft aufgelöst.

Als der Putsch gescheitert war, wurde die Internetseite abgeschaltet, das Facebook-Profil gelöscht - nichts erinnerte mehr an die "Initiative Borussia" und ihren so wortgewaltigen Frontmann. "Das Thema ist erledigt. Definitiv", sagte Initiative-Sprecher Norbert Kox.

Die Borussia ist nach turbulenten Wochen in ruhigeres Fahrwasser zurückgekehrt. Und bereitet sich nun in Ruhe auf eine Saison vor, in der alles besser werden soll: "Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Künftig wollen wir nicht nur junge, sondern auch arrivierte Spieler im Kader haben", sagte Sportdirektor Max Eberl, der auf der Mitgliederversammlung neben Applaus aber auch viel Gegenwind erhielt.

Realismus statt Euphorie

Realismus statt Euphorie scheint somit das neue Motto des fünfmaligen Meisters zu sein. Zumindest das Wort "international" nimmt am Niederrhein so schnell wohl niemand mehr in den Mund.

"Wie werden bei der Formulierung unserer Saisonziele vorsichtiger sein. Da haben wir vielleicht zu hohe Erwartungen geweckt", sagte der ebenfalls stark kritisierte Präsident Rolf Königs, der aus dem Machtkampf mit Effenberg dennoch als Sieger hervorging.

Auch Trainer Lucien Favre warnte nach dem überraschenden Klassenerhalt vor überzogenen Erwartungen. "Wir dürfen jetzt nicht anfangen zu träumen. Es wird nicht so weitergehen wie in den letzten Spielen", sagte der Schweizer.

Das Grundgerüst der Mannschaft steht bereits, am Sonntag stellte die Borussia den 19 Jahre alten Joshua King als zweiten Neuzugang nach Matthew Leckie vor. "Jetzt hoffen wir auf eine sorgenfreie Saison", sagte Eberl.

Stefan Effenberg flüchtet vor Abstimmung

Zumindest Effenberg wird daran keinen Anteil haben. Lange vor der Abstimmung hatte der ehemalige Nationalspieler den Borussia-Park verlassen und entging so einem Spießrutenlauf vor den fast 5000 Mitgliedern.

"Ich habe ja mitbekommen, wie die Stimmung ist und dass die Mitglieder keine Veränderung wollen. Das akzeptiere ich natürlich", sagte Effenberg dem "Express". Er habe bewusst keine Rede mehr gehalten, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.

Krachende Niederlage für Effe

Zu spät hatte Effenberg erkannt, dass er sich vor einen Karren hatte spannen lassen, mit dem kein Rennen zu gewinnen war. Zu häufig wechselte die Initiative ihre Ansichten zur Vereinspolitik, zu undurchsichtig waren die Ziele der Personen im Hintergrund.

Die Niederlage war folglich eine krachende. Nur 335 Stimmen für die Satzungsänderungen, 4269 dagegen - von der nötigen Zweidrittelmehrheit war die Opposition meilenweit entfernt.

Jetzt dürfen alle Seiten nach einem emotionalen Saisonausklang durchatmen. "Wir freuen uns auf die Sommerpause", sagte Eberl. Damit war er am Sonntag im Borussia-Park nicht alleine.

Borussia Mönchengladbach in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung