Heldt: "Jetzt müssen wir den Pott holen!"

Von SPOX
Samstag, 14.05.2011 | 21:06 Uhr
Nach der Pleite gegen Köln richtet Schalke-Sportdirektor Horst Heldt den Blick aufs Pokalfinale
© Getty
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Auf Schalke ist der Fokus nach der Pleite in Köln schon komplett auf das Pokalfinale gerichtet. Während Wolfsburg kollektiv aufatmet, ist die Enttäuschung in Frankfurt riesengroß. Und auch in Freiburg gab es große Emotionen. Die Stimmen zum 34. Spieltag.

Köln - Schalke 2:1

Trainer Volker Finke (1. FC Köln): "Wir hatten das Spiel in den ersten 60 bis 70 Minuten gut im Griff, danach hat man bei ein paar Spielern gemerkt, dass sie nach einer langen Pause erst seit einigen Wochen wieder im Spielbetrieb sind. Ich wusste bereits vorher, dass wir dann noch Probleme bekommen können. Aber insbesondere in den ersten 70 Minuten war es ein sehr erfreulicher Auftritt der Mannschaft."

Trainer Ralf Rangnick (Schalke 04): "Für die erste Halbzeit habe ich keine Erklärung und war auch überhaupt nicht zufrieden, weil wir uns etwas ganz anderes vorgenommen hatten. Aus Leistungsgründen haben wir dann zweimal gewechselt. In der Endphase des ersten Durchgangs hatten wir die Möglichkeit, den Ausgleich zu machen. Wenn wir so wie in der letzten halben Stunde von Anfang an in Berlin spielen, haben wir gute Chancen, das Pokalfinale zu gewinnen - aber wie gesagt: Wir müssen so von Anfang an spielen."

Sportdirektor Horst Heldt (Schalke 04): "Bis zum Pokalfinale müssen wir eine Schippe drauflegen, und ich hoffe, dass wir das hinbekommen. Ich habe das Vertrauen in die Spieler, dass sie den Schalter umlegen können. Denn die Leistungen der vergangenen beiden Spiele werden nicht reichen, um das Pokalfinale zu gewinnen. Wir müssen den Pott holen, weil wir nächste Saison international spielen wollen und um diese Saison mit intensiven Höhen und Tiefen noch positiv abzuschließen."

Lukas Podolski (1. FC Köln): "Man muss auch mal anerkennen, dass wir eine gute Arbeit gemacht haben und muss nicht immer nur das Negative sehen. Das Positive fehlt da. Ich denke, mit unserer Heimstärke, wenn wir nächstes Jahr noch ein Paar mehr Punkte auswärts holen, dann geht´s auch in der Tabelle weiter nach oben."

Kaiserslautern - Bremen 3:2

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): "Wir haben hervorragend begonnen. Man hat gesehen, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte. Am Schluss haben wir es dann ins Ziel gerettet. Der Sieg war das i-Tüpfelchen auf eine fantastische Saison."

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Wir haben einen Start hingelegt, der natürlich nicht berauschend war. Da musste man Angst bekommen, dass es richtig nach hinten losgeht. Ich bin dennoch zufrieden, wie wir dann aus der Pause gekommen sind. Wir müssen nun die Saison analysieren."

Vorstandsboss Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern): "Wir haben das Saisonziel knapp verfehlt - wir wollten doch nur drinbleiben."

Tim Wiese (Werder Bremen): "Nach zehn Minuten habe ich gedacht, wir bekommen einen Achter."

Freiburg - Leverkusen 0:1

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): "Es war ein emotionaler Tag für mich. Wenn Leverkusen es nicht direkt in die Champions League geschafft hätte, dann hätte ich es mit Leverkusen in der Quali geschafft. Beide Trainer haben bis zur letzten Minute alles für ihren Verein gegeben. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz wahren konnten."

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): "Gerade in dieser Woche ist einiges passiert. Man hat dann in den 90 Minuten gesehen, zu was meine Mannschaft in der Lage ist. Sie war sehr gut organisiert und motiviert. Wenn wir nicht diese Topleistung abgerufen hätten, hätten wir nicht gewinnen können. Ich freue mich besonders für meine Spieler."

Sportdirektor Rudi Völler (Bayer Leverkusen): "Es ist anders, als wären wir ein ganzes Jahr vorne gewesen und dann noch abgefangen worden. Wir haben eine tolle Saison gespielt, Borussia Dortmund eine noch viel bessere. Es war wichtig, der Mannschaft das Gefühl zu geben, dass sie wichtige Spiele auch mal gewinnen kann. Kompliment an Freiburg, sie haben sich toll gewehrt und wollten heute hier gewinnen. Robin Dutt hat hier vier Jahre lang einen tollen Job gemacht. Wir hatten schon mehrere Jahre mit ihm Kontakt, jetzt war es an der Zeit, dass er zu uns kommt."

Bayern - Stuttgart 2:1

Trainer Andries Jonker (FC Bayern): "Das richtige Wort heute ist zufrieden. Wir haben nichts gewonnen, wir haben nur das Mindestziel erreicht. Das ist kein Grund, groß zu feiern. Es wäre heute einfacher gewesen, wenn Miroslav Klose diese Chance genutzt hätte."

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Erst mal Glückwunsch an den FC Bayern für die Champions-League-Qualifikation. Wir sind hier sehr beherzt aufgetreten, es war spannend zu sehen, wie wir ohne Druck zurechtkommen. Wir hatten jetzt ein Jahr mit Druck hinter uns. Wir haben es versäumt, das zweite Tor zu machen. Die Enttäuschung der Mannschaft (Anm. d. Red: nach dieser Niederlage) war doch relativ groß. Ich habe ihr trotzdem ein Riesen-Kompliment gemacht."

Hoffenheim - Wolfsburg 1:3

Trainer Marco Pezzaiuoli (1899 Hoffenheim): "Es ist schade, dass wir die Saison mit einer Niederlage abgeschlossen haben. Schließlich hätten wir mit einem Sieg die Möglichkeit gehabt, die beste Rückrunde unserer Bundesliga spielen zu können. Aber immerhin haben wir mehr Punkte geholt als im letzten Jahr. Aber ingesamt war die Partie ein Spiegelbild der Saison, denn wir haben einmal mehr unsere Tore nicht geschossen und damit den Deckel nicht auf den Topf bekommen."

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): "Ich bin sehr erleichtert, fühle mich aber auch unheimlich leer. Denn so eine Saison wie in diesem Jahr habe ich persönlich noch nie erlebt. Zwischendurch waren wir sogar einmal aufgrund der anderen Ergebnisse in der 2. Liga, doch dann hat die Mannschaft noch einmal ein anderes Gesicht gezeigt und sich selbst aus dem Schlamassel geholt. Nun haben sich die Spieler ein paar Tage Urlaub verdient und am Ende der Saison sind fast alle glücklich."

Arne Friedrich (VfL Wolfsburg): "Ich glaube, was heute hier abgegangen ist, bei jedem einzelnen von uns, das kann man gar nicht mehr nachvollziehen, was man mitgemacht hat. Für mich ist es das zweite Jahr, dass ich gegen den Abstieg spiele. Meine Nerven sind am Ende. Wir haben letzte Woche wichtige Punkte liegen lassen und heute waren wir ja auch zwischenzeitlich abgestiegen. Viel mehr hardcore geht nicht."

Dortmund - Frankfurt 3:1

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Das ist schon eine skurrile Situation: Wir feiern die deutsche Meisterschaft, und die Eintracht steigt ab. Das ist zweifellos ein großer Tag für den BVB. Der 14. Mai wird in die Geschichte eingehen. Die Jungs haben die Post abgehen lassen. Es gab ganz viele entscheidende Momente. Wir haben uns immer wieder aufs Neue selber überrascht. Das Spiel in Stuttgart war ein Dosenöffner in der Saison."

Trainer Christoph Daum (Eintracht Frankfurt): "Im Gegensatz zum BVB wird bei uns Ruhe einkehren, die aus einer Enttäuschung resultiert. Wir werden möglichst schnell die Planungen für die 2. Liga aufnehmen. Das Ziel kann nur der Wiederaufstieg sein. Ich bin enttäuscht, dass ich dem Verein nicht helfen konnte, die Ziele zu erreichen."

Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen (Eintracht Frankfurt): "Ich habe noch in der 85. Minute gehofft, dass in Hamburg der Siegtreffer für den HSV fällt und wir hier den Ausgleich machen. Aber nach dem Platzverweis durch Herrn Gagelmann war mir klar, dass es nicht klappen würde. Allein die Geste, wie er Rot zeigt, ist doch die Erfüllung."

Hamburg - M'gladbach 1:1

Trainer Michael Oenning (Hamburger SV): "Erst in der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie es sich für ein Heimspiel gehört. Nach dem Ausgleichstreffer waren wir wieder da und hatten auch die Chance zum Sieg. Ich habe mich gefreut, dass die Mannschaft diese ganze Sache ernst genommen hat."

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): "In der erste Halbzeit haben wir gut gespielt, danach wurde es mir ein bisschen zu kompliziert. Es gab auch zu viele Ballverluste. Ich bin mit unserer Situation nicht unzufrieden, aber natürlich stehen uns jetzt noch zwei schwere Spiele bevor."

Hannover - Nürnberg 3:1

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): "Wenn man bedenkt, wie unsere letzte Saison gelaufen ist, dann ist das dieses Jahr schon etwas besonderes. Die Mannschaft hat es heute geschafft, nach einer Niederlage zurück zu kommen, das zeugt von Teamgeist und Zusammenhalt im ganzen Verein. Es war eine sehr, sehr intensive Saison, trotzdem will man immer weiter spielen, wenn es so läuft. Es lief bei uns immer mit Freude, immer mit Spaß. Und auch mit großen Erfolg, von Anfang an. Wir haben gezeigt, dass wir nicht einbrechen und dass wir eine Saison auch auf so einem hohen Niveau durchspielen können."

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "Hannover hatte den nötigen Biss und das letzte Quäntchen Glück gehabt. Beide Mannschaften haben mit offenem Visier gespielt. Das war ein gelungener Abschluss für eine tolle Saison beider Teams."

Steven Cherundolo (Hannover 96): "Ich denke, das war eine super Leistung der Mannschaft. Wir haben viel Laufarbeit gemacht und viel geleistet. Wir können sehr stolz auf uns sein. Wir haben ein hervorragendes Trainerteam und sind als Mannschaft sehr gut eingestellt worden. Jeder Spieler hat wahnsinig großen Respekt vor dem anderen. Eine bessere Mannschaft habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt."

Mainz - St. Pauli 2:1

Lewis Holtby (Mainz 05): "Das ist so emotional hier, Wahnsinn. Mainz ist eine Super-Adresse für Spieler wie mich. Ich nehme so viele positive Gefühle mit. Einfach alles in diesem Verein hat mich überzeugt - es war eine absolut geile Zeit!"

Andre Schürrle (Mainz 05): "Alles, was ich kann, habe ich hier gelernt. Ich bin Trainer Thomas Tuchel so dankbar. Er ist ein wichtiger Baustein meiner Karriere. Ich denke noch nicht an Leverkusen oder die Champions League. Erst will ich hier alles genießen."

Matthias Lehmann (FC St. Pauli): "Das war heute ein anderes St. Pauli als letzte Woche. Wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können."

Der 34. Spieltag im Überblick

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