Fussball

Offiziell: Bayern will Zweitliga-Knipser Petersen

Von SPOX
Nils Petersen schoss 24 Tore in 30 Spielen und könnte jetzt zum FC Bayern wechseln
© Getty

Der FC Bayern verhandelt mit Zweitliga-Toptorjäger Nils Petersen - im Gegenzug könnte Miroslav Klose den Verein verlassen. Der Grund: Seine Vertrags-Forderungen. Neue Gerüchte gibt es auch um Manuel Neuer. Angeblich bieten die Bayern 19 Millionen plus Luiz Gustavo. Die aktuellen Kaderplanungen des FC Bayern im Überblick.

Jetzt ist es also offiziell: Der FC Bayern hat Interesse an Zweitliga-Toptorjäger Nils Petersen. Das bestätigte jetzt Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz gegenüber der "Bild": "Nils kam in mein Büro und hat gefragt, ob er Gespräche mit dem FC Bayern führen kann."

Eigentlich hat Petersen bei Energie noch einen Vertrag bis 2014, doch aufgrund einer Ausstiegsklausel ist der 22-Jährige schon im Sommer für 2,8 Millionen Euro zu haben.

"Ich möchte eine Perspektive sehen"

Bereits in der kommenden Woche soll es zu einem Treffen in Berlin kommen, bei dem Petersen im Gespräch mit Vertretern des Rekordmeisters seine Chancen auf einen Platz in der Bayern-Elf neben Mario Gomez, Miroslav Klose und Ivica Olic ausloten will.

"Der FC Bayern ist der Verein schlechthin", so Petersen im "Kicker", "aber ich möchte eine Perspektive sehen." Und diese könnte heißen: Miroslav Klose muss gehen.

Denn ein Verbleib des Bayern-Stürmers (nur ein Liga-Tor in 18 Einsätzen) ist weiterhin unklar. Der Problem: Klose fordert laut "Kicker" einen Zweijahresvertrag; die Bayern wollen bis zum Saisonende mit einer Verlängerung warten.

Neuer: Cash plus Luiz Gustavo?

Auch beim Poker um Manuel Neuer gibt es neue Gerüchte. Zuletzt war spekuliert worden, dass die Bayern Schalke zusätzlich zur Ablöse noch einen Spieler anbieten könnten. Als Kandidat wurde dabei Luiz Gustavo genannt. Den Brasilianer hatte der Rekordmeister erst in der Winterpause für 15 Millionen aus Hoffenheim geholt. Interessant: Gustavo gilt als Lieblingsschüler von Schalke-Trainer Ralf Rangnick.

Doch das Dementi der Bayern ließ nicht lange auf sich warten. Sportdirektor Christian Nerlinger wies die Gerüchte als unrealistisch zurück. Die bisher kolportierten Ablösesummen von bis zu 25 Millionen Euro seien "teilweise sehr realitätsfremd".

Der FC Bayern werde zwar "viele Dinge in Bewegung setzen", um Manuel Neuer schon im Sommer zum Rekordmeister zu locken, sagte Nerlinger in einem Interview mit der Tageszeitung "tz": "Aber der FC Bayern war immer dafür bekannt, dass er sich nicht unter Druck setzen lässt und ein gesundes wirtschaftliches Verhalten Teil des Konzeptes ist."

Im Klartext: Kein Neuer um jeden Preis. Zumal Nerlinger den FC Bayern durch die Vertragsverlängerung von Jörg Butt auf der Torhüterposition gut aufgestellt sieht: "Wir haben eine stabile Lösung - mit oder ohne Manuel Neuer. Wir hätten überhaupt keine Bedenken, mit Jörg Butt als Nummer eins in die neue Saison zu gehen."

Aus für Ottl, Zukunft für Altintop?

Ebenfalls noch nicht entschieden ist die Zukunft von David Alaba. Hoffenheim will den Jungstar weiter ausleihen, doch die Bayern zögern. Hoffenheim-Manager Ernst Tanner im "Kicker": "Alles ist besprochen, aber die Bayern können sich nicht entscheiden."

Als sicher gilt hingegen der Abschied von Andreas Ottl. Der Vertrag des defensiven Mittelfeldspielers läuft am 30. Juni aus - und ihm wurde angeblich bereits mitgeteilt, dass es keine Vertragsverlängerung geben wird. Er könnte zusammen mit Keeper Thomas Kraft zu Hertha BSC wechseln. Berlins Coach Markus Babbel hat offenbar großes Interesse.

Bleiben könnte Hamit Altintop. Jupp Heynckes möchte den Türken nicht wie unter Louis van Gaal auf der Außenbahn, sondern in der Zentrale spielen lassen und sucht das Gespräch mit dem 28-Jährigen, dem Angebote aus England und Spanien vorliegen sollen.

Der Kader des FC Bayern im Überblick

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