BVB: Die Spieler in der Einzelkritik

Alkoholiker, Balljungen und Glückskinder

Von Jochen Tittmar
Sonntag, 01.05.2011 | 18:12 Uhr
Bierduschen im Signal Iduna Park: Leider konnte Shinji Kagawa nicht mit von der Partie sein
© Getty
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Das Team von Borussia Dortmund ist eine verschworene Gemeinschaft. Dabei ist die Mannschaft gespickt mit allerhand schräger Vögel. SPOX stellt die Meistermannschaft in knallharten Kurzporträts vor.

Roman Weidenfeller: Einer der alten Männer im Team. Von der Distanz her der längste Jubler der Liga. Wird wohl nur in die Nationalmannschaft berufen, wenn er in allen 34 Spielen kein Gegentor bekommt. Sah jahrelang bei Elfmetern kein Land, hielt dann plötzlich zwei in Folge. Spricht zudem perfektes Englisch.

Mitchell Langerak: Erfüllt ungewollt das deutsche Klischee vom australischen Surfer. Machte in München sein einziges Spiel. Wird daher ab sofort nur in Partien eingesetzt, bei denen lange Negativserien geknackt werden müssen. Spricht perfektes Englisch. Daher auf einer Wellenlänge mit Weidenfeller.

Dede: Die 13 Jahre beim BVB wurden dieses Jahr mit beinahe derselben Anzahl an Einsatzminuten entlohnt. Ist vor allem bei Borussia Dortmund sehr beliebt. Schafft es, in jedem Satz das Wort "so" unterzubringen. Hochemotionaler Frostschutzexperte und uralt.

Mats Hummels: Würdiger Nachfolger von Ex-Pressesprecher Christoph Metzelder, hat jede Kamera im Griff. Wegen seiner präzisen Bälle aus der Abwehr heraus wurde wohl der widerliche Begriff "Spielauslösung" erfunden. Spielt deshalb in der Nationalmannschaft, wo seine Spielauslösung kritisiert wird.

Neven Subotic: Hat so viel Talent wie Staatsbürgerschaften. Gehört auch wegen seiner Spielauslösung zu den besten Spielern Serbiens, Amerikas und Pforzheims. Fährt ohne zu kiffen mit dem Wohnmobil nach Holland. Filmt aus sicherem Versteck heraus euphorisierte Menschenmassen und veröffentlicht dies dann im Internet.

Marcel Schmelzer: Erfinder des Wortes "ebent". Schläft in Dede-Bettwäsche, verdrängte sein Idol dennoch mit teils unverschämt guten Leistungen und wird dafür von seinen Teamkollegen gehänselt. Spielt zu gut, um selbst Tore zu erzielen. Von vielen als bester Linksverteidiger der Liga gelobt. In der Nationalelf höchstens drittbester bester Linksverteidiger der Liga.

Lukasz Piszczek: Bei der Hertha noch Stürmer und unterirdisch, für den BVB aber jung und ablösefrei. Wusste schon mal vor einem Spiel, wie es am Ende ausgehen wird. Spielt zu gut, um selbst Tore zu erzielen.

Felipe Santana: Der fröhlichste Bankdrücker der Welt. Grinst statt zu maulen und kommt pünktlich. Nahm bei Ailton Deutschstunden.

Patrick Owomoyela: Fiel fast die komplette Spielzeit aufgrund des komplexen Sebastian-Kehl-Syndroms aus. Wenn er die Haare lang trägt, Rechtsverteidiger. Ist die Matte ab, Stürmer. Bereitete ausgerechnet in Uwe Seelers Hamburg ein Tor mit dem Hinterkopf vor. Fast uralt.

Sven Bender: Manni, the Offender. Beliebt bei den Kollegen (Sahin: "Der Manni ist echt krank"). Hält überall alles rein, was sein Körper ihm zur Verfügung stellt. Vor, während und nach Spielen oft angeschlagen und fraglich. 30 Saisoneinsätze bislang.

Nuri Sahin: Vor der Saison noch Balljunge, nun wie angekündigt der beste Sechser der Liga. Zudem ein guter Freund von Lukas Podolski. Wechselt nicht zu Real Madrid. Vom Elfmeterpunkt aus das Gegenteil von Michael Zorc.

Antonio da Silva: Wurde von Klopp arbeitslos von der Straße aufgelesen. Freut sich auf der Bank zusammen mit Santana über das Leben. Spezialist bei direkten, unberechtigten Freistößen und uralt.

Jakub Blaszczykowski: Zett-Ce-Zett oder Ce-Zett-Ce? Wird trotzdem dank seines Spitznamens "Kuba" von schreibenden Journalisten geliebt. Absolviert nach Trainingsende Einzelschichten in der Fußballschule von Frank Mill. Schoss schon mal ein Tor, das mit dem Hinterkopf vorbereitet wurde. In Hamburg sogar!

Mario Götze: Dortmunder Junge aus dem Allgäu. Brauchte in der Vorsaison nur 42 Minuten vorzuspielen, um Stammspieler bei Klopp zu werden. Leidet aber unter Kurzsichtigkeit und muss daher immer ganz nah an den Fernseher ran.

Shinji Kagawa: Sündhaft teurer Spieler, der auch noch die Hälfte der Saison ausfiel. Von Sahin daher zu Recht als Alkoholiker geoutet. Arbeitet mit dem weltgrößten Dolmetscher zusammen.

Kevin Großkreutz: Hatte früher eine Dauerkarte in Bochum. Eng mit Manuel Neuer befreundet. Kein Mann derber Worte. Steht teilweise stundenlang vor dem Spiegel. In Sachen Laufleistung der mit Abstand schwächste Dortmunder.

Sebastian Kehl: Absolvierte trotz hohen Alters alle bisherigen Saisonspiele über 90 Minuten und kickt sonntags auch noch für die Amateure. Ein Ende seiner Karriere ist nicht in Sicht. Ein reines Glückskind.

Markus Feulner: Einer von zwei Garanten für den Titel - wenn er auf dem Feld stand (5 Mal!), hat der BVB noch nie verloren.

Florian Kringe: Sein Saisonhighlight waren 45 Einsatzminuten beim 1:1 gegen die Sportfreunde Lotte vor 277 Zuschauern im Stadion Roten Erde. Nach Dede der nächste echte Dortmunder, der den Verein verlassen muss.

Robert Lewandowski: Spielt nur dann dort, wo er will (Sturm), wenn einer verletzt ist. Spielt oft dort, wo er nicht will (Mittelfeld), wenn einer verletzt ist. Sein Pass ist schuld daran, dass Kuba von der Freiburg-Szene ein Leben lang verfolgt werden wird. Ging in den letzten drei Spielzeiten nie ohne Titel nach Hause.

Lucas Barrios: Kommt in Sachen Staatsbürgerschaften direkt hinter Subotic. Zusammen mit Feulner verantwortlich für die Meisterschaft - wenn er traf, verlor der BVB nicht einmal. Wenn er nicht traf, traf er Aluminium.

Mohamed Zidan: Kurierte seinen Kreuzbandriss in Ägypten aus und entwischte dort nur haarscharf dem Militär. Redete bereits kurz vor Silvester von der Meisterschaft und war damit der Erste - nur nahm das keiner wahr. Scheiterte knapp mit dem Tipp, dass der BVB schon im Februar den Titel perfekt machen wird.

Borussia Dortmund: Der Kader im Überblick

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