Fussball

Rummenigge steht Schweinsteiger zur Seite

SID
Karl-Heinz Rummenigge (l.) verteidigte Bastian Schweinsteigers Schelte gegen den Journalisten
© Getty

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Bastian Schweinsteiger nach der Verbalattacke auf einen Journalisten in Schutz genommen. Die Kritik am Nationalspieler wies er zurück.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Rekordmeister Bayern München hat Bastian Schweinsteiger nach dessen Verbalattacke auf einen Journalisten in Schutz genommen und die Kritik am Nationalspieler heftig zurückgewiesen.

In einer Mitteilung mit der Überschrift "Der FC Bayern steht zu Bastian Schweinsteiger" zählte der Klub die Erfolge von Schweinsteiger auf, ehe Rummenigge zitiert wurde: "Dass ein Mann mit so einer sportlichen Vita nun als 'Chefchen' verhöhnt und in dieser Art und Weise diskreditiert wird, ist unerhört und eine Frechheit."

Jonker verteidigt Schweinsteiger

Schweinsteiger hatte sich am Donnerstag wütend gegen einen Artikel in der "Sport Bild" verwehrt, in dem ihm Führungsqualitäten abgesprochen wurden. Dabei beschimpfte er den anwesenden Autoren des Artikels.

Am Freitagnachmittag verteidigte auch Trainer Andries Jonker den Spieler. "Für mich ist ein Grundwert im Leben, dass man Respekt voreinander haben soll. Aber es gehört auch zum Menschen, Emotionen zu haben, verärgert, froh oder aggressiv zu sein, Bastian ist jeden Tag ein guter Typ, er ist ein sehr guter Junge. Auf jeden Fall ist es so, dass er nicht eingeschlafen ist."

Übers Ziel hinausgeschossen

"Wir verstehen, dass sich Bastian Schweinsteiger dagegen auch mal zur Wehr setzt", sagte Rummenigge über die Kritik: "Dass er am Ende in dieser emotionalen Situation mit seiner Wortwahl übers Ziel hinausschoss, war nicht in Ordnung. Dies weiß er."

Die "Sport-Bild" verteidigte ihren Reporter indes. Schweinsteiger würde seinem Anspruch, Führungsspieler zu sein "viel zu selten" gerecht, schrieb Chefredakteur Matthias Brügelmann auf der Internetseite des Blattes. "Wenn Schweinsteiger das anders sieht, ist das sein gutes Recht. Wir haben kein Problem damit, kritisiert zu werden. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Ob seine Wortwahl für Führungsqualität und Vorbildfunktion spricht, sollen andere beurteilen", schrieb Brügelmann weiter.

Der Steckbrief von Bastian Schweinsteiger

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