Fussball

Bayern-Vorstand verurteilt die Hoeneß-Angriffe

SID
Die Bayern setzen sich zur Wehr und reagieren auf die Anfeindungen gegen Präsident Uli Hoeneß
© Getty

Der Vorstand des FC Bayern verurteilt die Angriffe auf Uli Hoeneß: "Dies hatte mit Respekt gegenüber dem FC Bayern München, seinen Verantwortlichen und allen anderen Fans nichts zu tun."

Bayern Münchens Vorstand hat die Angriffe der eigenen Fans gegen Präsident Uli Hoeneß auf das Schärfste verurteilt. "Der Vorstand empfindet die Beleidigungen gegenüber Uli Hoeneß als unverschämt, untragbar und nicht akzeptabel. Dies hatte mit Respekt gegenüber dem FC Bayern München, seinen Verantwortlichen und allen anderen Fans nichts zu tun", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme, die der deutsche Rekordmeister nach den skandalösen Geschehnissen vom Samstag am Dienstagnachmittag veröffentlichte.

"Wir sind über die blamablen Vorkommnisse in der Allianz Arena nach wie vor extrem irritiert", erklärten die Vorstände Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner weiter: "So ein Auftreten und Fehlverhalten gegenüber Uli Hoeneß entspricht nicht dem Stil des FC Bayern und wird von uns niemals akzeptiert. Die Verdienste von Uli Hoeneß sind nicht hoch genug zu bewerten und wurden hier mit Füßen getreten. Wir verurteilen dies. So etwas darf in Zukunft nie wieder vorkommen."

Über etwaige Konsequenzen für die betroffenen Fan-Gruppierungen wurde zunächst nichts bekannt.

Massive Kritik und Beschimpfungen

Hoeneß, der bisher zu den Vorfällen offiziell noch nicht Stellung genommen hat, war am Samstag beim Bundesligaspiel der Bayern gegen Gladbach (1:0) von Bayern-Anhängern übel beschimpft und sogar als "Lügner" diffamiert worden. Einige Fans kritisieren seit Wochen den geplanten Einkauf von Schalkes Torhüter Manuel Neuer und die Unterstützung für den hochverschuldeten Erzrivalen 1860 München.

Dazu stellte der Bayern-Vorstand jedoch klar, dass ausstehende Zahlungen der Löwen in Höhe von 2,1 Millionen Euro nur gestundet seien. "Gemäß dem deutschen Aktiengesetz ist der Vorstand des Klubs verpflichtet, zum Wohle des FC Bayern München zu handeln. Dies verlangt auch: Drohen hohe Einnahmen durch Insolvenz eines Schuldners auszubleiben, muss der Vorstand an der Verhinderung dieser Insolvenz mitwirken, wenn dies zum Nutzen des FC Bayern ist", heißt es in der Erklärung des Rekordmeisters.

Die gleiche Verpflichtung gelte auch für die Aufsichtsräte der FC Bayern München AG.

"Gemeinsamer, einstimmiger Beschluss des Vorstandes"

Bei der letzten Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2011 gab es "einen gemeinsamen, einstimmigen Beschluss des Vorstandes und des Aufsichtsrates der FC Bayern München AG, dass über die Stundung der bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von 2,1 Millionen Euro hinaus dem TSV 1860 weder ein Darlehen noch eine Bürgschaft gewährt noch eine Investition getätigt wird".

Hoeneß hatte nach der Fan-Attacke breite Unterstützung erhalten, unter anderem auch von Franz Beckenbauer. "So kann man nicht mit Uli Hoeneß umgehen, der Bayern seit Jahrzehnten auf Erfolgskurs hält", sagte der Ehrenpräsident der Münchener. Der Verein dürfe sich das nicht gefallen lassen.

Auch Edmund Stoiber entsetzt

Auch der Verwaltungsbeirats-Vorsitzende Edmund Stoiber und die beiden Vize-Präsidenten Bernd Rauch und Fritz Scherer sprachen in einer Presseerklärung am Dienstag von einem "unglaublichen Affront".

Es sei "unverständlich und inakzeptabel, wie die jahrzehntelangen Verdienste unseres Präsidenten Uli Hoeneß durch provokante Aktionen verunglimpft worden sind. Verdeckter Aufruf zur Gewalt und niveaulose Plakatierungen sind nicht das Spiegelbild unseres Klubs."

Das Profil des FC Bayern München



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