Fussball

Magath greift Nachfolger Rangnick an

Von SPOX
Ob die beiden nach Magaths Äußerungen noch Freunde sind: Felix Magath (r.) und Ralf Ragnick
© Getty

Felix Magath wirft seinem Ex-Klub FC Schalke 04 und seinem Nachfolger Ralf Rangnick Wettbewerbsverzerrung vor. Volker Finke will in der nächsten Saison keinesfalls weiter auf der Trainerbank des 1. FC Köln sitzen und die Streithähne vom VfB Stuttgart kommen ohne Strafe davon. Außerdem kontert Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof die Kritik von Stefan Effenberg.

Magath vs. Rangnick: Felix Magath hat seinen Nachfolger bei Schalke 04 kritisiert und indirekt der Wettbewerbsverzerrung angeklagt. "Dass manche Vereine jetzt Spieler schonen, ist nicht seriös", sagte Magath der "Bild". Schalke war gegen Kaiserslautern ohne vier Stammspieler angetreten und hatte prompt mit 0:1 verloren.

Magath steht mit dem VfL Wolfsburg auf dem Relegationsplatz und ist auf Schützenhilfe angewiesen, um den Klassenerhalt doch noch perfekt zu machen. Am 34. Spieltag trifft Schalke mit dem 1. FC Köln auf einen weiteren Abstiegskandidaten. Vielleicht bekommt Magath dann ja doch noch ein bisschen Hilfe von seinem Ex-Verein.

Köln und seine Trainer: Daum, Soldo, Schaefer und jetzt Finke. Beim 1. FC Köln herrscht in den vergangenen Jahren eine große Trainer-Fluktuation. Zumindest eins ist klar: Volker Finke wird in der kommenden Saison nicht mehr auf der Trainerbank der Kölner sitzen. Er habe "den Wechsel gemacht und diese Aufgabe als Sportdirektor übernommen", sagte Finke im "Bild"-Interview.

Auch zu den Vorwürfen, Ex-Coach Schaefer aus dem Amt vertrieben zu haben, bezog Finke Stellung: "Wenn es Irritationen gibt, wird es Momente geben, in denen ich etwas dazu sagen werde. Jetzt blende ich das aus, wir müssen uns auf die Spiele konzentrieren."

Deutlicher wurde er bei der Frage nach seiner Einflussnahme, während Schaefer noch im Amt war: "Ich habe noch nie in die Trainingsarbeit auf dem Platz eingegriffen. Ich habe ein einziges Mal in einer Spielanalyse, die ich mit Frank Schaefer vorbereitet hatte, etwas gesagt. Da musste etwas geklärt werden, was sonst offen geblieben wäre."

Die Trainersuche geht trotz Finkes neuer Aufgabe weiter. Finke weiß auch schon genau, was er will: "Ich suche unbedingt einen Mann, der eine natürliche Autorität hat, sehr ehrgeizig ist und modernen Fußball spielen lässt."

Bonhof vs. Effenberg: Stefan Effenberg plant bei Borussia Mönchengladbach die große Revolution. Das Präsidium soll gehen, Effe selbst will neuer Sportdirektor werden. Gladbach müsse die Jugend besser fördern, dürfe Leistungsträger nicht abgeben und brauche außerdem mehr sportliche Kompetenz.

Rainer Bonhof, derzeit Gladbachs Vizepräsident, hat sich jetzt bei "Bild" zu Effenbergs Kritik geäußert: "Ich habe mich über viele Dinge sehr gewundert. Das Meiste von dem, was Effe in seinem Konzept fordert, haben wir längst umgesetzt." Er habe einige Aussagen Effenbergs "sehr kurios gefunden", so Bonhof weiter.

Keine Strafen nach Prügelei: Am Mittwoch gingen sich Ciprian Marica und Arthur Boka vom VfB Stuttgart im Training gegenseitig an die Gurgel. Die handgreifliche Auseinandersetzung soll aber keine weitern Konsequenzen haben.

"Wir schüren im Training aggressive Zweikämpfe, weil wir Aggressivität für unser Spiel brauchen. Dann kann man es nicht verdonnern, wenn es auch mal im Training zur Sache geht", sagte VfB-Coach Bruno Labaddia der "Bild". Das Ganze sei intern geklärt worden und damit erledigt

Quo vadis, David Alaba? Im Winter wurde David Alaba von Bayern München zu 1899 Hoffenheim ausgeliehen. Ex-FCB-Coach Louis van Gaal wollte den Österreicher nicht und so schien auch klar zu sein, dass die Ausleihe auch in der kommenden Saison bestehen bleibt. Jetzt ist van Gaal bei den Bayern Geschichte und Alabas Zukunft damit wieder ungeklärt.

"Es hängt alles in der Schwebe, weil sich Heynckes noch nicht positioniert hat. Aber wir hoffen, kommende Woche zumindest eine Tendenz zu bekommen", sagte Hoffenheim-Manager Ernst Tanner der "Bild". Fakt ist: Will Jupp Heynckes Alaba in der nächsten Saison wieder bei den Bayern sehen, wird die Ausleihe beendet und der Österreicher kehrt an die Isar zurück.

Ultras raus! Bayern-Legende Sepp Maier hat sich zur Kritik der Ultras an Uli Hoeneß geäußert: "Was die da mit dem Manuel Neuer aufgeführt haben - ich würd' die alle rausschmeißen, die Ultras. Diese 200, 300 Leute machen doch seit 25 Jahren nur Stunk."

Im Interview mit dem "Tagesspiegel" sprach Maier auch über das Gerücht, wonach Thomas Kraft zu Hertha BSC wechseln könnte: "Sinn machen würde das."

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