Wolfsburg-Spielmacher Diego im Interview

"Medizinbälle kannte ich nur aus dem Fernsehen"

Von Interview: Florian Bogner
Freitag, 08.04.2011 | 11:54 Uhr
Hatte sich seine Rückkehr in die Bundesliga etwas anders vorgestellt: Diego vom VfL Wolfsburg
© Getty
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Diego entging am vergangenen Spieltag einer Sperre - nun will er den VfL Wolfsburg endlich aus der Abstiegszone führen. Im Interview erklärt der 26-Jährige, warum Felix Magath genau der richtige Mann in der VW-Stadt ist, warum der VfL im Abstiegskampf Neuland betritt und was passiert, wenn es mal wieder einen Elfmeter für sein Team gibt.

SPOX: Diego, vom Sportgericht wurden Sie vom Verdacht des 'krass sportwidrigen Verhaltens' gegenüber dem Frankfurter Patrick Ochs freigesprochen. Die richtige Entscheidung?

Diego: Ich bin froh darüber, dass das Verfahren eingestellt wurde. Es war eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters und damit hat sich die Sache erledigt. Ich bin froh, dass ich mich jetzt wieder auf meine Arbeit konzentrieren kann.

SPOX: Felix Magath ist jetzt seit zwei Spielen zurück in Wolfsburg. Was halten Sie von ihm?

Diego: Sein Training ist wirklich das bestmögliche! Als er anfing, legte er sofort einen sehr strengen Maßstab an. Wir trainieren hart, aber ich denke, dass wir damit und mit seinem Fußballfachwissen die richtige Mischung haben, um uns aus der schlechten Lage zu befreien.

SPOX: Was dachten Sie als erstes, als Sie hörten, dass Felix Magath kommt?

Diego: Er war für mich die beste Wahl, weil er sich voll mit dem Klub identifiziert. Ich hatte vorher eher wenig über ihn in Erfahrung gebracht, wusste nur das, was meine Teamkollegen von früher erzählten. Sie sagten, dass er sehr anspruchsvoll sei - und das stimmt.

SPOX: Wussten Sie vorher schon, was Medizinbälle sind?

Diego: (lacht) Klar hatte ich vorher schon mal davon gehört und die Schalke-Spieler im Fernsehen damit trainieren sehen. Ich denke es geht dabei darum, das Gewicht des Balles für Krafttraining zu nutzen, anstatt in den Kraftraum zu gehen. Es ist ein anderer Ansatz.

SPOX: Nach dem ersten Spiel hatte Magath den körperlichen Zustand des Teams kritisiert. Hatte er Recht?

Diego: Er hatte seine Gründe, ja. Ich denke, die Mannschaft ist in ein paar Spielen etwas eingegangen, vor allem in der zweiten Halbzeit, und das war auch ein Grund dafür, dass die Ergebnisse nicht gestimmt haben. In der Bundesliga ist eine gute Physis einfach extrem wichtig.

SPOX: Das klingt dann aber alles nach Kritik an Pierre Littbarski.

Diego: Felix Magath hat Dinge kritisiert, die seiner Ansicht nach zu verbessern sind. Aber er hat seine Kritik nicht speziell auf Pierre Littbarski oder einen anderen bezogen.

SPOX: Wie schwer wiegt der Fakt, dass nur wenige im Team Erfahrung mit dem Abstiegskampf haben?

Diego: Es stimmt, dass wir da insgesamt als Team wenig Erfahrung haben. Es ist eine neue Situation für uns. Aber deswegen muss man ja nicht gleich seine Mentalität ändern. Wir sind alle sehr konzentriert und arbeiten hart daran, dass wir die Situation verbessern. Wir müssen jetzt noch härter arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen.

SPOX: In der Winterpause kamen sechs neue Spieler, aber nur zwei davon standen unter Magath bislang erst in der Startelf. Man könnte meinen, er setze lieber auf Spieler, die er aus der Meistersaison kennt.

Diego: Ich interpretiere das anders - er setzt damit auf den Zusammenhalt unter den Spielern, die schon länger hier sind. Ich glaube nicht, dass er jemanden bevorzugt. Er will eben Ergebnisse vorweisen - das so schnell wie möglich, und setzt dabei auf Spieler, die schon eingespielt sind und sich besser kennen.

SPOX: Bleiben Sie denn auch im Falle eines Abstiegs?

Diego: Es gibt viele Faktoren, die das beeinflussen und das hängt auch nicht nur alleine von mir selbst ab, aber Stand heute ist es meine Absicht, in Wolfsburg zu bleiben - egal was passiert.

SPOX: Sie sagten neulich in einem Interview was Nettes über Liverpool und Bremen und sofort gab es Gerüchte, Sie könnten zu einem der beiden Vereine wechseln. Ärgert Sie das nicht?

Diego: Mit der Zeit gewöhnt man sich an alles. Eigentlich verfolgen mich solche Gerüchte schon seit meinem ersten Spiel für den FC Santos. Ich bin's mittlerweile gewohnt und rege mich gar nicht mehr darüber auf.

SPOX: Als Sie nach Wolfsburg kamen, war McClaren Trainer, Dieter Hoeneß Geschäftsführer, Edin Dzeko Star und Kapitän des Teams und der VfL wollte ums internationale Geschäft mitspielen. Da hat sich ja einiges verändert.

Diego: Das kann man wohl sagen. Es ist für uns alle eine schlimme Situation, aber ganz besonders für die Mannschaft. Ich wollte mit Wolfsburg eigentlich die Tabellenspitze angreifen, aber manchmal laufen die Dinge eben anders.

SPOX: Mit sechs Toren und sechs Torvorlagen können Sie sich auch noch nicht mit dem Diego von Werder Bremen messen. Warum?

Diego: Das ist eine schwere Frage. Ich hatte wirklich eine tolle Zeit bei Werder Bremen, aber ein Großteil meiner individuellen Statistik hängt eben auch vom Gesamterfolg des Teams ab. Wenn das Team insgesamt nicht so gut funktioniert, gehen die Zahlen runter. Ich denke, das ist die Erklärung.

SPOX: Ganz ehrlich - hatten Sie sich Ihre Rückkehr in die Bundesliga so schwer vorgestellt?

Diego: Ehrlich gesagt nein. Ich bin hier, um Teil eines großartigen Projekts zu sein. Der VfL will um Titel und Plätze im internationalen Geschäft kämpfen. Dieses Jahr wird es damit nichts, aber ich bin sicher, dass wir, wenn wir den Abstieg abgewendet haben, nächstes Jahr wieder oben angreifen.

SPOX: Ihr letztes Jahr in Bremen lief für Sie schwer. Die Zeit bei Juventus war beschwerlich. Jetzt gibt es auch in Wolfsburg nicht die Ergebnisse, die man sich erhofft hat. Klingt schon fast nach einem Fluch.

Diego: (lacht) Wenn ich wirklich an so etwas wie einen Diego-Fluch glauben würde, würde ich sofort mit dem Fußball aufhören, soviel steht fest! Fußball ist ein Teamsport - man steht zusammen, bei Sieg oder Niederlage. Wenn wir gewinnen, weil ich drei oder vier Tore schieße, dann habe nicht ich gewonnen, sondern die Mannschaft. Genauso ist es nicht meine Schuld allein, wenn wir verlieren.

SPOX: Machen Sie sich Sorgen um Ihr Image?

Diego: Nein. Meine Sorgen gelten einzig unserer sportlichen Situation und der Gefahr, dass wir absteigen könnten.

SPOX: Am 29. April kehren sie ins Weserstadion zurück. Was denken Sie, wie man Sie empfangen wird?

Diego: Ich denke so wie im Hinspiel - sehr gut! Ich liebe Bremen wirklich immer noch sehr und werde mich immer für die Mannschaft und die Stadt interessieren.

SPOX: Der Spielplan hatte für Wolfsburg in der Rückrunde etwas Besonderes parat: Gegen die ersten Acht der Tabelle wurde allesamt schon gespielt, die letzten Saisonspiele finden ausschließlich gegen Teams der unteren Tabellenhälfte statt. Vor- oder Nachteil?

Diego: Ich denke, dass es ein Vorteil ist. Wir müssen einfach nur auf unsere Stärken vertrauen, dann schlagen wir diese Teams auch und entgehen dem Abstieg.

SPOX: Dortmunds Nuri Sahin hat seine letzten vier Elfmeter verschossen. Sind Sie heiß auf seinen Rekord?

Diego: Natürlich nicht. (lacht) Sollte mir nochmals die Chance auf einen Elfmeter gegeben werden, werde ich sie mit Sicherheit nutzen.

SPOX: Auch gegen Bremen?

Diego: Natürlich. Wenn mein Team mich braucht, schieße ich auch gegen Bremen.

Der Kader des VfL Wolfsburg

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