Mertesacker kritisiert Söldnertum

SID
Sonntag, 13.02.2011 | 13:19 Uhr
Bremens Per Mertesacker kritisiert das zunehmende Söldnertum in der Bundesliga
© Getty
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Nationalspieler Per Mertesacker hat das zunehmende Söldnertum in der Bundesliga kritisiert und seine Verbundenheit mit Werder Bremen trotz der derzeit prekären sportlichen Situation unterstrichen.

"Man muss sich darauf besinnen, was einem der Verein über Jahre gegeben hat. Das darf man nie vergessen", sagte der Innenverteidiger der "Bild am Sonntag": "Für mich zählen Werte wie Dankbarkeit, Respekt und Verbundenheit."

Mertesacker betonte, dass er die Entwicklung des Transfermarktes in der vergangenen Wechselperiode genau beobachtet und sich über das Verhalten manch wechselwilliger Bundesliga-Kollegen echauffiert habe. "Solche Verhaltensweisen verurteile ich. Ich hasse das", sagte der 26-Jährige.

Ba, Farfan und van Nistelrooy in der Kritik

Im vergangenen Januar hatten unter anderem der ehemalige Hoffenheimer Demba Ba, der Schalker Jefferson Farfan und Hamburgs Ruud van Nistelrooy öffentlichen Druck auf ihre Klubs ausgeübt, um einen Abgang zu erzwingen.

Für Mertesacker, der noch bis 2012 an Werder gebunden ist, kommt ein solches Vorgehen nicht in Frage. "Ich will mit aller Macht verhindern, dass man mir nachsagen kann, ich sei ein Söldner und würde nur ans Geld denken. Ich kann jetzt nicht rumposaunen, dass ich in der neuen Saison ohne internationales Geschäft nicht klarkommen würde. Man kann mit jeder Situation zurechtkommen", sagte der Abwehrspieler und plädierte für Vertragstreue: "Man muss auch weiterhin Dinge einhalten, für die man Jahre zuvor unterschrieben hat."

Keine Gedanken an Abschied

Mit einem Abschied aus Bremen im kommenden Sommer wolle er sich daher derzeit nicht befassen. Auch Gedanken an eine vorzeitige Verlängerung seines Vertrages seien für ihn nicht abwegig.

Er sei "seit Jahren mit Leib und Seele" dabei, "deshalb ist nichts ausgeschlossen", sagte Mertesacker: "Die Lage bei Werder ist zu prekär. Ich kann nicht über mein Wohl philosophieren, wenn der Verein in der Bredouille steckt - und wir Spieler ihn hineinmanövriert haben."

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