Wolfsburgs Neuzugänge im Kurzporträt

3 Mal Stamm, 2 Mal Zukunft und 1 Fragezeichen

Von SPOX
Dienstag, 01.02.2011 | 13:23 Uhr
Der Top-Transfer des VfL Wolfsburg: Patrick Helmes wechselt von Bayer Leverkusen zu den Wölfen
© Getty
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Mit gleich sechs Neuen war Wolfsburg der in der Wintertransferperiode extrem umtriebig. Top-Neuzugang ist der von Bayer Leverkusen verpflichtete Patrick Helmes. Wie passen er und die fünf weiteren Zugänge ins System von VfL-Trainer Steve McClaren und wer darf sich gleich Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen?

Patrick Helmes: Dem deutschen Nationalspieler gelangen in der Saison 2008/2009 starke 21 Treffer, insgesamt bringt es der 26-Jährige auf sehr respektable 32 Tore in 70 Bundesliga-Einsätzen. Ein Kreuzbandriss im Juni 2009 warf den ehemaligen Kölner jedoch zurück - im Anschluss hatte er bei der Werkself große Probleme, an der starken Konkurrenz bestehend aus Stefan Kießling und Eren Derdiyok vorbeizukommen. Nach dem Weggang von Edin Dzeko brauchte der VfL dringend Ersatz in der Offensive und schnappte sich nach dem geplatzten Farfan-Transfer den Bayer-Torjäger. Für alle drei Parteien ein sinnvoller Transfer - kommt Helmes wieder richtig in Form, wird er wohl auch bei den Wölfen wieder seine Treffsicherheit unter Beweis stellen. Ein Platz in der Startelf ist ihm erstmal sicher.

Tuncay Sanli: Tuncay ist neben Patrick Helmes der zweite hochkarätige Neuzugang bei den Wölfen. Der türkische Nationalspieler wechselte 2007 von Fenerbahce zum FC Middlesbrough in die Premier League und wurde zwischenzeitlich sogar vom FC Chelsea beobachtet. Der 29-Jährige besticht insbesondere durch seine Flexibilität in der Offensive: Links- oder Rechtsaußen, zentral hinter der Spitze oder ganz vorne - Tuncay kann alle Positionen bekleiden. Vergleichbar mit Bayerns Ivica Olic spult er ein enormes Laufpensum ab, wodurch allerdings seine Torgefahr (20 Tore in 111 Premier-League-Spielen) etwas leidet.

Jan Polak: Polak ist für die Fans der Bundesliga ein bekanntes Gesicht. Der Tscheche kickte zwischen 2005 und 2007 beim 1. FC Nürnberg und gewann mit dem Club den DFB-Pokal. Der 29-Jährige ist der Prototyp des modernen Sechsers, der mit seiner Defensiv- und Zweikampfstärke sowie seiner Dynamik Regisseur Diego den Rücken frei halten soll. Wolfsburg-Coach Steve McClaren ist mit den Leistungen von Josue und Cicero im defensiven Mittelfeld nicht zufrieden, Polak scheint daher eine sinnvolle Verstärkung zu sein. Sollte McClaren im Mittelfeld auf eine Raute umstellen, wäre Polak, der in Belgien für seine Leistungen stets gute Kritiken bekam, auch eine Alternative für eine der Positionen auf den Außen.

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Dieumerci Mbokani: Mbokani wurde zunächst für ein halbes Jahr vom AS Monaco ausgeliehen, der VfL sicherte sich zudem eine Kaufoption. Der 25-jährige Kongolese gilt als schneller und athletischer Stürmer, der während seines Aufenthalts bei Standard Lüttich zwischen 2007 bis 2010 seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellte (35 Treffer in 82 Partien). Bei den Monegassen netzte Mbokani in der laufenden Saison aber lediglich einmal. Wolfsburg ist für Mbokani die große Chance, wieder sein wahres Leistungsvermögen zu zeigen. Doch egal ob im 4-2-3-1 oder 4-4-2, für den Kongolesen wird es sehr schwer werden, einen Platz in der ersten Elf zu ergattern. Er muss als Joker von sich reden machen.

Koo Ja-Cheol: Mit Koo haben sich die Wölfe ein vielversprechendes südkoreanisches Talent geangelt. Der 21 Jahre Mittelfeldspieler bestach zuletzt beim Asien-Cup mit überzeugenden Leistungen und wurde dort mit fünf Treffern in sechs Partien Torschützenkönig. Koo, der laut VfL-Manager Dieter Hoeneß von vielen internationalen Vereinen umworben wurde, ist auf sämtlichen Positionen im Mittelfeld flexibel einsetzbar. Der 16-fache Nationalspieler wurde in der abgelaufenen K-League-Spielzeit in die Topelf der Saison gewählt. Koo soll, so Hoeneß, erst langsam in die erste Mannschaft integriert werden und dürfte anfangs kein Kandidat für die Startelf der Niedersachsen sein.

Yohandry Orozco: Der unbekannteste Name in der Liste der VfL-Wintereinkäufe. Orozco kommt vom venezolanischen Verein Zulia FC und ist wie Koo ein Youngster, dem die Zukunft bei den Wölfen gehören soll. "Er ist dribbelstark, schnell und dynamisch und darüber hinaus im offensiven Mittelfeld sehr vielseitig einsetzbar", beschreibt Hoeneß den 19-Jährigen. Orozco ist aktueller A-Nationalspieler und war mit Venezuela zuletzt bei der U-20-Südamerikameisterschaft in Peru am Ball. Auch er wird zunächst aller Voraussicht nach nicht in der ersten Mannschaft des VfL zu sehen sein.

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