S04-Trainer für Sperren und Rauswurf

Magath fordert drastische Strafen für Söldner

SID
Dienstag, 18.01.2011 | 13:28 Uhr
Schalke-Trainer Felix Magath will gegen Spieler wie Demba Ba oder Jefferson Farfan härter vorgehen
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Super Cup
Real Madrid -
Barcelona
Copa do Brasil
Botafogo -
Flamengo
Copa do Brasil
Gremio -
Cruzeiro
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Premier League
Spartak Moskau -
Lok Moskau
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Montpellier -
Straßburg
Ligue 1
Nizza -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Dijon
Ligue 1
St. Etienne -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
Serie A
Flamengo -
Goianiense
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Allsvenskan
Göteborg -
BK Häcken
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Superliga
Aarhus -
Bröndby
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

In der Diskussion über wachsende Söldnermentalität im Profi-Fußball hat sich der Trainer des FC Schalke 04, Felix Magath, mit drastischen Forderungen zu Wort gemeldet.

Mit empfindlichen Strafen, aber auch einer Neuordnung des Vertragssystems sollen "Auswüchse bekämpft" werden.

Saftige Vertragsstrafen, Rauswurf aus der Nationalmannschaft oder Wechselsperren: Felix Magath will mit drastischen Mitteln dem Söldnertum im modernen Fußball endgültig einen Riegel vorschieben.

Ba und Farfan mahnende Beispiele

Denn der Trainer und Manager von Vizemeister Schalke 04 sieht im Verhalten von Profis wie Demba Ba oder Jefferson Farfan eine ernsthafte Gefahr. "Diese Auswüchse drohen unsere gesamte Branche in Verruf zu bringen. Sie sind zu bekämpfen", schrieb Magath in einem Kommentar für das "Hamburger Abendblatt".

"Sperren für internationale Wettbewerbe wie die Champions League, zeitlich begrenzter Rauswurf aus der Nationalelf oder eine Wechselsperre für ein Jahr wären wirkungsvolle Instrumente, um die Machtbalance zwischen Spielern und Verein wieder auszutarieren. Davon würde der Fußball profitieren", schrieb der 57-Jährige, der die Klubs zur Zeit in "babylonischer Gefangenschaft" sieht.

Unmut über jüngste Entwicklungen

Der Skandal um Streikprofi Ba beim 1899 Hoffenheim, die Provokationen des Schalkers Farfan oder der öffentliche Flirt des Hamburger Stürmerstars Ruud van Nistelrooy mit Real Madrid hatten zuletzt in der Szene fast einhellig Empörung hervorgerufen.

Franz Beckenbauer beschrieb die wachsende Söldnermentalität als "unmoralisch" und "unverschämt", Sportrechtler Christoph Schickhardt sprach von "asozialem Raubrittertum". Am Dienstag legte auch der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld nach, der in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" die Klubs aufforderte, sich gegen die Entwicklung "mit allen Mitteln" zu wehren.

Magath schlägt Maßnahmen vor

So konkrete Gegenmaßnahmen wie Magath brachte bislang niemand ins Spiel. Der starke Mann der Königsblauen beschrieb nüchtern, aber inhaltlich mersserscharf ein aus seiner Sicht marodes System.

"Wechsel gehören zum modernen Profifußball wie zum Beispiel das Foulspiel. Während aber der Regelverstoß auf dem Spielfeld von Schiedsrichtern geahndet wird, gibt es im Miteinander zwischen Spielern und Vereinen keine unabhängige Instanz", schrieb der Europameister von 1980, der das Handeln der Stars und ihrer Berater mit "Erpressung" und "Nötigung" gleichsetzte.

Kritik am Bosman-Urteil

Das Bosman-Urteil habe die Klubs darüber hinaus dazu genötigt, sehr langfristige Verträge mit den Spielern abzuschließen, um dann im Idealfall möglicherweise irgendwann einmal eine höhere Transferentschädigung zu erhalten.

Aber: "Die Profis sind dadurch in der komfortablen Situation, dass ihnen über einen großen Zeitraum die Sicherheit hoher Einkünfte garantiert wird. Die Vereine wiederum können nicht sicher sein, dass sie über denselben Zeitraum entsprechende sportliche Gegenleistungen erhalten. Sie haben sich damit in eine Art babylonische Gefangenschaft begeben, weil ihnen rechtliche Mittel und vertragliche Wege fehlen, dieser Abhängigkeit ohne nennenswerten Verlust zu entfliehen."

Neue Vertragsgestaltung

Als Konsequenz daraus müsse laut Magath die Vertragsgestaltung modifiziert werden, weil sich nur finanzstarke Klubs die "Dysbalance" erlauben könnten.

"Fußballsprofis sind prinzipiell keine Angestellten, sondern Unternehmer. Entsprechend müsste die Vertragsgestaltung aussehen", schrieb Magath und forderte: "Da sollten wie bei einem Bauauftrag an eine Firma Rechte und Pflichten für beide Seiten dezidiert niedergeschrieben werden - und entsprechender Schadenersatz bei Nichterfüllung."

HSV: Keine Freigabe für van Nistelrooy

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung