BVB: Fünf Fragen zum Rückrundenstart

Von Jochen Tittmar
Freitag, 14.01.2011 | 10:37 Uhr
Mario Götze (r.) hat die besten Chancen, Shinji Kagawa beim BVB zu ersetzen
© Imago
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Am Freitag hat das Warten ein Ende, der Ball in der Bundesliga rollt wieder. Herbstmeister Borussia Dortmund geht als Gejagter in die Rückrunde und muss zum Auftakt gleich beim Tabellendritten Bayer Leverkusen antreten (20.15 Uhr im LIVE-TICKER). SPOX klärt vor dem Topspiel die wichtigsten Fragen bei der Borussia.

1. Wer ersetzt Shinji Kagawa auf der Zehnerposition?

Da der beste Neuzugang der Bundesliga (acht Saisontore) mit der japanischen Nationalmannschaft voraussichtlich den gesamten Januar über beim Asien-Cup weilt, muss Trainer Jürgen Klopp kurzfristig einen neuen Zehner in seiner Mannschaft installieren. Infrage kommen grundsätzlich drei Spieler: Mario Götze, Mohamed Zidan und Robert Lewandowski.

Die Entscheidung wird wohl zwischen Götze und Zidan fallen. Eine definitive Aussage lässt sich nicht treffen, man kann lediglich die Wahrscheinlichkeiten gegeneinander abwägen.

Für Götze spricht, dass er auf dieser Position bereits in der Jugend agierte ("Ich habe diese Position schon oft gespielt. Ich kann das."). Darüber hinaus ist er dem wuseligen und technisch beschlagenen Kagawa am ähnlichsten.

Klopp vertraut Götze blind, setzte ihn beispielsweise im zweiten Durchgang der Hinrundenpartie gegen Hoffenheim sogar auf der Sechserposition ein, obwohl er diese Rolle zuvor noch nie gespielt hat und mit Antonio da Silva und Markus Feulner zwei erfahrenere Alternativen zur Verfügung standen.

Allerdings hat Götze im neuen Jahr aufgrund muskulärer Beschwerden erst zweimal in vollem Umfang mit der Mannschaft trainieren können. Ein Mangel an Fitness ist bei Götze jedoch nicht festzustellen.

Zidan, der auf dieser Position bis zu seiner Kreuzbandverletzung seine stärksten Spiele für den BVB absolvierte, steht seit einigen Wochen wieder voll im Mannschaftstraining. Zuletzt wurde betont, dass es dem Ägypter noch an Dynamik und natürlich auch Spielpraxis mangelt.

Der 29-Jährige mache aber gehörige Fortschritte, wie Klopp betont: "Er hinterlässt einen immer besseren Eindruck, auch körperlich. Wenn er zum Einsatz kommt, werden wir den besten Mohamed Zidan sehen, der derzeit möglich ist."

Lewandowski kommt wohl aus zweierlei Gründen nicht infrage: Erstens denkt der Pole für diese Position zu offensiv, hat Schwächen in der Rückwärtsbewegung und betont dies auch ("Ich bin Stürmer und will das auch bleiben"). Zweitens wird der 22-Jährige möglicherweise für den noch nicht ganz fitten Lucas Barrios (siehe Frage 2) im Sturmzentrum spielen müssen.

Tamas Hajnal, der nach seinen beiden Muskelfaserrissen längst wieder voll im Training ist, durfte sich im Test gegen Basel zeigen, spielt in den Gedanken von Klopp aber eigentlich keine Rolle mehr.

Prognose: Da Klopp grundsätzlich immer so wenig wie möglich an seiner Wunschformation ändert, dürfte Götze von Beginn an auflaufen. Zidan wäre als frischer Einwechselspieler wohl die beste (Offensiv-)Option.

2. Lucas Barrios: Bank oder Startelf?

Die Virusinfektion, die der ehemalige Welttorjäger aus dem Heimaturlaub mitbrachte, kostete ihn laut Klopp "zwei, drei Tage" der Vorbereitung. Ein Einsatz gegen Leverkusen ist daher fraglich, auch wenn Barrios selbst zuversichtlich ist.

Klopp gab am Mittwoch bekannt, dass Barrios zwar noch nicht hundertprozentig fit, aber "zumindest zum Einwechseln bereit" sei. Beim Training wurde zuletzt viel Wert auf spieltaktische Dinge gelegt und Barrios habe "einen richtig guten Eindruck hinterlassen".

Der 26-Jährige selbst scheint auf einen Einsatz von Beginn an zu brennen. Nach dem Mittwochstraining rief er den anwesenden Journalisten entgegen der Aussage seines Trainers zu, dass er wieder bei hundert Prozent sei.

Sollte es dennoch nicht für die Startformation reichen, ist wie schon in der Europa League gegen Lwiw und in der Bundesliga in Nürnberg Lewandowski die Alternative.

Prognose: Barrios wird beginnen und so lange arbeiten, wie es zu verantworten ist. Danach darf sich Lewandowski beweisen.

3. Wann kehrt Sebastian Kehl zurück und was passiert dann?

Der Kapitän hat nach einem Riss im Sehnenansatz des linken Hüftbeugemuskels das Mannschaftstraining zu Teilen wieder aufgenommen, muss sich allerdings noch in Geduld üben. Beispielsweise muss der 30-Jährige bislang noch auf Schüsse mit seinem starken linken Fuß verzichten. Nicht vor Februar ist mit einer Rückkehr Kehls zu rechnen.

Was passiert, wenn Kehl vollkommen wiederhergestellt ist, steht derzeit noch in den Sternen. Kehl geht selbstbewusst davon aus, dass er seinen angestammten Platz im Team wieder einnehmen wird. Das würde bedeuten, dass Sven Bender aus der Mannschaft fliegt.

Ob sich Klopp allerdings einen Gefallen tut, das Sechserduo Nuri Sahin/Bender nach ihren bislang bärenstarken Leistungen (Sahin: "Unsere Zusammenarbeit passt perfekt") zu sprengen, ist mehr als fraglich. Eine mögliche Kehl-Rückkehr ist die spannendste Personalie beim BVB.

4. Rechtsverteidiger: Lukasz Piszczek oder Patrick Owomoyela?

Nur fünf Ligaspiele konnte Owomoyela, der die Vorsaison als zweikampf- und vorlagenstärkster Defensivspieler der Bundesliga abschloss, absolvieren. Im November wurde der 31-Jährige an beiden Achillessehnen operiert, um Vernarbungen und entzündliche Gewebeteile zu lösen. Piszczek etablierte sich während Owomoyelas Abwesenheit auf der im Vorjahr noch unterbesetzten Position und bereitete in zwölf Partien von Beginn an bereits vier Treffer vor.

Beide Akteure sind unterschiedliche Spielertypen. Der Pole ist schneller und mit größerem Vorwärtsdrang ausgestattet, der Ex-Nationalspieler löst dank seiner Abgeklärtheit Defensivaufgaben souveräner.

Stand jetzt ist es jedoch schwer vorstellbar, dass Klopp Piszczek so schnell wieder aus der Startelf nehmen wird. Owomoyela, der detaillierte Angaben zu seinem aktuellen Zustand machen kann ("Im Moment laufe ich locker bis zu 40 Minuten mit einem Schnitt von circa 11 km/h."), wird nicht vor Februar zurückkehren.

5. Könnten Vertragsverhandlungen Unruhe in die Mannschaft bringen?

Der Vertrag mit Keeper Roman Weidenfeller, die größte Baustelle auf diesem Gebiet, wurde kürzlich bis 2014 verlängert.

Darüber hinaus wird mit den Außenverteidigern Marcel Schmelzer und Owomoyela eine weitere bzw. ausgedehnte Zusammenarbeit angestrebt. Grundsätzlich geht bei beiden Spielern die Tendenz dahin, dass die gestellte Frage zu verneinen ist. Gerade bei Schmelzer, dessen Vertrag 2012 ausläuft, wird wohl bald Vollzug gemeldet werden können.

Mit Owomoyela fand ein erster Gedankenaustausch bereits statt, weitere Gespräche werden folgen, wenn der Rechtsverteidiger wieder bei der Mannschaft ist. Sollte sich dessen Rückkehr jedoch noch länger hinausziehen und Vertreter Piszczek weiterhin eine solch gute Figur machen, könnten sich die Vorzeichen für ihn dezent ändern.

Langfristiger angelegt sind die Gespräche mit Mats Hummels. Dessen aktueller Vertrag läuft noch bis 2013 und beinhaltet eine Klausel, wonach der 22-Jährige den Verein 2012 für eine festgeschriebene Ablösesumme verlassen kann. Der derzeitige Kontrakt soll nicht nur verlängert werden, sondern auch ohne eine solche Klausel ausgestattet sein.

Grundsätzlich gilt: Da neben Trainer und Vorstand auch alle umworbenen Spieler immer wieder unisono erklären, den Verein nicht verlassen zu wollen, bergen die kommenden Gespräche kaum Zündstoff.

Leverkusen - Dortmund: Die voraussichtlichen Aufstellungen

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