Freitag, 17.12.2010

Bundesliga auf dem Vormarsch

Rauball lobt Entwicklung des deutschen Fußballs

Reinhard Rauball hat die Entwicklung des deutschen Klubfußballs gelobt. "Wir sind auf der Zielgeraden, um an den Italienern vorbeizuziehen", sagte der Liga-Präsident.

Reinhard Rauball ist seit August 2007 Präsident der deutschen Fußballliga
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Reinhard Rauball ist seit August 2007 Präsident der deutschen Fußballliga

Liga-Präsident Reinhard Rauball hat die allgemeine Entwicklung des deutschen Klubfußballs gelobt. "Ein Blick auf das Uefa-Ranking zeigt, dass wir auf der Zielgeraden sind, um an den Italienern vorbeizuziehen. Mittelfristig werden wir auch die Spanier überholen können. Nur die Engländer sind vorerst unerreichbar", sagte der Präsident von Borussia Dortmund im Interview mit der "Welt" (Samstagausgabe).

Die Bundesliga habe aber "die wirtschaftlich nachhaltigere Grundstruktur. Das lässt mich hoffen, dass wir in den nächsten zehn Jahren auch deutlich näher an die Engländer herankommen werden. Wir brauchen uns vor niemandem verstecken."

Rauball verteidigte in diesem Zusammenhand auch den Beschluss des Ligaverbandes, nach dem die deutschen Klubs vor der neuen Saison ihre Verbindlichkeiten reduzieren müssen: "Daran möge man erkennen, wie ernst wir das Thema nehmen. Die Liga und ihre Klubs konnten in den vergangenen Jahren immer neue Rekordzahlen vermelden. Aber die größten Fehler werden im Erfolg gemacht. Deswegen wollen wir uns jetzt nicht ausruhen, sondern haben Maßnahmen getroffen, das negative Eigenkapital dieser Klubs zu reduzieren. In der fast 50-jährigen Geschichte der Bundesliga und Zweiten Liga ist noch nie ein Verein während der Saison in Konkurs gegangen. Das soll so bleiben."

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Deutliches Plädoyer für die 50+1-Regel

Zudem warnte Rauball noch einmal sehr eindringlich vor der Abschaffung der 50+1-Regel, über die im ersten Quartal des neuen Jahres ein Gericht entscheiden muss: "Ohne den Schutzschirm der bestehenden Regelung werden die Klubs Gefahren ausgesetzt, die wir heute noch gar nicht absehen können."

Rauball erläuterte dazu weiter: "Wir dürfen die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Klubs nicht ohne Not gefährden. Traditionell müssen die Vereine ja die Stimmen-Mehrheit an ihrer Profiabteilung halten. Dagegen hat Hannover 96 geklagt. Durch das Ende der sogenannten "50+1-Regel" könnte eine Tür geöffnet werden, die möglicherweise nie wieder geschlossen werden kann. Das Schiedsgerichtsverfahren wird voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres vonstatten gehen. Die 36 Clubs des Ligaverbandes haben sich bei einer Gegenstimme von Hannover 96 klar zugunsten der 50+1-Regel positioniert."

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