Donnerstag, 02.12.2010

Spannungen beim FCB abgebaut

Ribery: "Habe viel mit van Gaal geredet"

Die Probleme zwischen Bayerns Superstar Franck Ribery und Trainer Louis van Gaal sind offenbar vom Tisch. "Wir haben viel geredet", sagte der Franzose.

Franck Ribery stand in dieser Saison verletzungsbedingt erst in acht Ligaspielen auf dem Platz
© sid
Franck Ribery stand in dieser Saison verletzungsbedingt erst in acht Ligaspielen auf dem Platz

Bayern Münchens Superstar Franck Ribery hat seine Probleme mit Trainer Louis van Gaal offensichtlich ausgeräumt.

"Vor dem Spiel in Rom hatte ich eine lange Diskussion mit ihm. Wir haben viel geredet, und das ist auch wichtig. Wenn man zusammenarbeiten und Erfolg haben will, muss man miteinander reden - egal ob positiv oder negativ, um wieder auf eine Linie zu kommen und einer Meinung zu sein", sagte der Franzose vor dem Bundesliga-Klassiker am Samstag (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) bei Schalke 04.

Zuletzt hatte er van Gaal mangelnde Kommunikation vorgeworfen.

Ribery fordert weiter Einsatzgarantie

Gleichzeitig erneuerte Ribery seine Forderung nach einer Einsatzgarantie über die gesamte Spielzeit. "Ich fühle mich immer besser und bin in sehr guter Verfassung. Geistig und körperlich bin ich topfit. Das Wichtigste ist jetzt durchzuspielen, um Selbstvertrauen zurückzubekommen", betonte der 27 Jahre alte Nationalspieler am Donnerstag.

Gegen Schalke erwartet Ribery "ein Spiel mit viel Leidenschaft, beide Mannschaften brauchen die Punkte". Den von Felix Magath betreuten Kontrahenten sieht er dabei "in einer richtig schwierigen Situation".

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Titelambitionen schwinden

Aber auch in Bezug auf die Titelambitionen des FC Bayern werde es "immer schwieriger. Dortmund ist weit vorne. Wir werden alles tun, um jetzt unsere Spiele gewinnen. Dann schauen wir mal, wie weit es noch reicht."

Derweil steigen offenbar die Chancen auf einen Verbleib von Anatoli Tymoschtschuk in München. "Es ist ein gutes Gefühl, jedes Spiel 90 Minuten zu spielen. Wenn dieses Gefühl anhält, dann wissen sie, wie meine Entscheidung ausfällt", sagte der Ukrainer am Donnerstag zu seinen Wechselplänen in der Winterpause. Auf die Nachfrage, ob er dann bleiben würde, antwortete Tymoschtschuk: "Ja, dann bleibe ich."

Gleichzeitig verdeutlichte der Mittelfeldspieler aber, "dass es einige Interessenten gibt. Ich habe eine gute Form."

Tymoschtschuk offenbar wieder in Startelf

Vor dem Spiel gegen Schalke habe ihm van Gaal bereits signalisiert, dass er wieder von Beginn an spielen werde. Allerdings wisse er im Moment nicht, "was passiert, wenn Mark van Bommel zurückkehrt. Aber ich kann auch neben Mark spielen", sagte Tymoschtschuk.

Der Kapitän der ukrainischen Nationalmannschaft war zu Beginn der Saison wie bereits im vergangenen Jahr nur Ersatzspieler gewesen.

Erst durch diverse Verletzungen von Stammspielern, unter anderem von Kapitän van Bommel, war der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler zuletzt in die Anfangsformation des Rekordmeisters gerutscht und hatte sich seitdem bewährt. Der Vertrag von Tymoschtschuk beim FC Bayern läuft noch bis 2012.

Van Buyten im Formtief

In der Formkrise befindet sich dagegen Abwehrspieler Daniel van Buyten. Der Belgier nannte in Interviews mit dem "kicker" und der Münchner "tz" am Donnerstag auch private Probleme, "die mich sehr beschäftigen", für sein aktuelles Tief. Näher wollte der 32-Jährige, dessen Vater erkrankt ist, darauf nicht eingehen.

Nur soviel verriet er: "Die Situation ist nicht einfach. Es kommt vieles zusammen. Ich mache mir viele Gedanken. Ich bin auch nur ein Mensch." Er wolle jetzt auch kein Mitleid: "Ich bin ein Kämpfer und werde zurückkommen." Van Buytens Freund Franck Ribery kündigte bereits an, den Belgier dabei "voll zu unterstützen".

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