Fussball

Streit um 1. Mai: Rauball kritisiert Innenminister

SID
Seit August 2007 hat Reinhard Rauball das Amt des Ligapräsidenten inne
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Reinhard Rauball will die Entscheidung der Politik, den Bundesliga-Spieltag um den 1. Mai abzusagen, nicht annehmen. "Wir wehren uns gegen die Politik", so der Liga-Präsident.

In der Diskussion um eine Absage des Bundesliga-Spieltages rund um den 1. Mai hat Liga-Präsident Reinhard Rauball Kritik an den politischen Entscheidungsträgern geäußert.

"Wir wehren uns gegen die Politik, die uns mit neuen Forderungen überzieht, ohne mit uns zu sprechen", sagte Rauball der "Bild-Zeitung".

Liga-Präsident akzeptiert keine komplette Verlegung des Spieltags

Eine komplette Verlegung des 32. Spieltags könne man nicht akzeptieren.

"Im April haben Liga und DFB auf Wunsch der Politik zugesagt, dass es am Sonntag, 1. Mai 2011, keine Bundesliga gibt.

Vom kompletten Spieltag war nicht die Rede. Eine Absage wäre eine Kapitulation vor möglichen Mai-Krawallen, die nichts mit Fußball zu tun haben", so Rauball, der laut "Bild" den Innenministern gemeinsam mit DFB-Präsident Theo Zwanziger ein schriftliches Gesprächsangebot unterbreitet haben soll.

Innenminister fordern Spieltag-Absage

Zuvor hatten die Innenminister der Länder wegen der schwierigen und personalintensiven Einsätze der Polizei am Vorabend des 1. Mai eine komplette Absage des betreffenden Spieltags gefordert.

Sollte man dieser Forderung nicht nachkommen, müsse man laut Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Schäfer darüber nachdenken, "künftig für Polizeieinsätze bei Fußballspielen Geld vom Veranstalter zu verlangen".

Für den 1. Mai hat die DFL keine Bundesligaspiele geplant, um eine Überlastung der Polizei zu verhindern.

Für Samstag, den 30. April, ist dagegen der 32. Bundesliga-Spieltag vorgesehen.

Doch noch kein Geständnis im Wettskandal

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