FC-Jahreshauptversammlung

Köln denkt über Sportdirektor nach

SID
Donnerstag, 18.11.2010 | 12:07 Uhr
Auf der Jahreshauptversammlung des Tabellenletzten ging es am Mittwochabend hitzig zu
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Serie A
Palmeiras -
Sao Paulo
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
Premier League
West Brom -
Stoke
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Lettland -
Schweiz
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

Der 1. FC Köln überlegt, Fachkompetenz für den sportlichen Bereich ins Boot zu holen. Auch über Michael Meier müsse nachgedacht werden, sagte Präsident Wolfgang Overath.

 Am Ende eines fürchterlichen Abends mit Anfeindungen, Spott und Häme wurde Wolfgang Overath auch noch gedemütigt. Die aufgebrachten Mitglieder des 1. FC Köln verweigerten dem Präsidenten und seinem Vorstand am Mittwochabend auf der Jahreshauptversammlung erstmals die Entlastung - und damit die Gefolgschaft.

Das Misstrauensvotum war ein schwerer Wirkungstreffer für den Weltmeister von 1974, der zuvor in einer emotionalen, aber inhaltslosen Rede trotz Rücktrittsgedanken die Fortsetzung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bekannt gegeben hatte.

"Das bestimmt nicht eine Gruppe von Chaoten"

Nach einer kurzen Nacht Bedenkzeit zeigte sich Overath am Donnerstag trotzig und als der starke Mann, den er immer gerne verkörpert. "Ob und wann ich einmal zurücktrete, das bestimme ich selbst. Das bestimmt nicht eine Gruppe von Chaoten", sagte der 67-Jährige dem Kölner Express. Die Tragweite seiner Aussage wurde ihm wenig später offenbar bewusst, via Klub-Internetseite sprach er von einer "kleinen Gruppe von Mitgliedern, die gezielt Stimmung mit Zwischenrufen gemacht hat".

2009 war Overath noch mit 98 Prozent für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt und der Vorstand entlastet worden - auch von der "kleinen Gruppe". Anno 2010 schlägt ihm und seinem Führungsteam, das Verbindlichkeiten von 24,122 Millionen Euro mitzuverantworten hat, blanke Ablehnung entgegen.

Nach über sechs Jahren Amtszeit, einem Abstieg und vielen Versprechungen hat die Lichtgestalt des Kölner Fußballs ihre Strahlkraft verloren. Mit seiner Rede konnte Overath das Ruder nicht rumreißen. "Zwei Seelen" hätten in seiner Brust geschlagen, solle er sich das nochmal antun, oder "kämpfe ich?".

Er entschied sich für das Kämpfen. "Ich will Ihr Vertrauen zurückgewinnen. Darum lasse ich sie nicht im Stich", rief er den 3119 Mitgliedern - Versammlungsrekord - vom Podium in der Staatenhalle am Rheinpark entgegen.

Vertrauen in Schaefer und Lottner

Die hatten aber die Nase so voll. Von dem Auf und Ab, lustlosen Profis, erbärmlichen Heimspielen für teures Geld und den leeren Phrasen ihres Präsidenten. Overath hatte weder Strategien noch Lösungsmöglichkeiten angeboten. Dafür aber einen Zehn-Punkte-Plan, der nur Kopfschütteln verursachte.

In Punkt eins wurde festgehalten, dass "der FC über allem steht", an dritter Stelle wolle man "jeden Stein umdrehen", fünftens die vor der Saison geformte "FC-Leitkultur glaubhaft leben". Punkt 9 sah einen Sieg des FC in Stuttgart vor.

Position zehn brachte dann endlich den erhofften Applaus. "Wir wollen Frank Schaefer und Dirk Lottner die Möglichkeit geben, arbeiten zu können", sagte der FC-Boss, ohne aber über das "Wie" zu referieren. Und zu einem klaren Bekenntnis zum äußerst beliebten Trainer Schaefer, Nachfolger von Zvonimir Soldo, konnte sich Overath erneut nicht durchringen. Die Fans wollten einen Zeitraum hören. Der Boss verweigerte das: "Ich habe bereits vorher gesagt: Wir wollen mit ihm weiterarbeiten, egal was passiert. Diese Aussage steht."

Overath: "Wir werden da was machen"

Dass Overath den Forderungen des Fan-Volkes nach einer Trennung von Manager Michael Meier nicht nachkam, verstand sich in diesem Zusammenhang von selbst. Jeder Mensch, der arbeitet, mache Fehler.

Auch Michael Meier habe Fehler gemacht, aber er werde ihn nicht entlassen, sagte der Präsident, der aber irgendwie die Situation retten wollte und die Installation eines Sportfachmannes in Erwägung zog: "Wir machen uns Gedanken um die Situation des Sportdirektors und um Michael Meier. Wir werden da etwas machen."

Doch die Mitglieder hatten genug, spätestens bei der Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes. Per Stimmkarte wurde Zustimmung oder Ablehnung angezeigt - im Ergebnis nahezu pari. Als Verwaltungsratschef Rolf-Martin Schmitz ohne genaue Auszählung kurzerhand zugunsten des Vorstandes entschied, gingen die Fans auf die Barrikaden. Ein Vorgehen wie in einer Bananen-Republik wollten sie sich nicht bieten lassen. Die Ohrfeige folgte bei der Wiederholung: 1317 mal NEIN auf grauem Untergrund - zwei Drittel votierten gegen Overath

Köln in der Krise: Ohrfeige! Vorstand nicht entlastet

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung