Fussball

Kölner Schuldenberg steigt um elf Millionen Euro

SID
Haben einen Schuldenberg vor sich: Präsident Wolfgang Overath und Manager Michael Meier (l.)
© Getty

In der letzten Saison ist der Schuldenberg des 1. FC Köln um elf Millionen Euro angewachsen. Mittlerweile beträgt das Minus der Domstädter gut 24 Millionen Euro.

Der Schuldenstand des 1. FC Köln ist in der vergangenen Saison um elf Millionen Euro gestiegen. Damit belaufen sich die Verbindlichkeiten des Bundesligisten auf 24,1 Millionen Euro.

Das geht aus dem Geschäftsbericht der Spielzeit 2009/10 hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. In der kommenden Woche werden die Zahlen den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung präsentiert.

"Die neuen Verbindlichkeiten waren kein Zufall. Es war eine bewusste Strategie, die von allen Gremien abgenickt wurde", erklärte Geschäftsführer Claus Horstmann: "Wir haben mehr Geld in die Hand genommen, als wir im operativen Geschäft eingenommen haben."

Investitionen in Nachwuchs und Spielersichtung

Nach dem Aufstieg im Jahr 2008 habe man sich zu dieser Maßnahme entschieden, um nicht länger als "Fahrstuhlmannschaft" zwischen der Bundesliga und 2. Bundesliga zu pendeln. Viel Geld sei in den Nachwuchs und in das Spielersichtungsportal "SportsLab" investiert worden, sagte Horstmann.

Allerdings haben in der Bilanz auch teure Transfers wie die Rückholaktion von Lukas Podolski zu Buche geschlagen. Für den Nationalstürmer hatten die Kölner eine Ablöse von zehn Millionen Euro an Bayern München gezahlt.

Jahresetat von 73 Millionen Euro

Der Jahresetat der Kölner hat sich von der letzten zur aktuellen Saison um rund 5,5 Millionen Euro erhöht und liegt derzeit bei 73 Millionen Euro. "Im Falle eines Abstiegs können wir den Etat nicht halten. Dann müssten wir uns wegen der Transfererlöse von Leistungsträgern trennen", so Horstmann.

Allerdings ginge beim Verkauf von Podolski oder Abwehrspieler Pedro Geromel nicht die volle Summe an den FC. Die Kölner haben Anteile an den Transferrechten an private Investoren abgetreten. Bei Transfers würden die Geldgeber mitkassieren.

BVB unterstützt den Bundesliga-Nachwuchs

 

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