Ohrfeige! Vorstand nicht entlastet

SID
Mittwoch, 17.11.2010 | 23:08 Uhr
Wolfgang Overath ist seit Juni 2004 Präsident des 1. FC Köln
© Getty
Advertisement
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
Coupe de France
Live
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Serie A
SPAL -
Inter Mailand
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Benevento
Serie A
Neapel -
Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand -
Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Primera División
Real Sociedad -
La Coruna
Primera División
Eibar -
FC Sevilla
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Primera División
Real Betis -
Villarreal
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Primera División
Alaves -
Celta Vigo
Premier League
Man United – Huddersfield (Delayed)
Primera División
Levante -
Real Madrid
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Bromwich -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Hellas Verona -
AS Rom
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Udinese -
AC Mailand
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Serie A
Cagliari -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
FC Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon
Serie A
Lazio -
CFC Genua

Abstiegsgefahr, ein riesiger Schuldenberg und miserable Stimmung - doch Wolfgang Overath will nicht davonlaufen und den Karren aus dem Dreck ziehen. Am Ende des Abends gab es aber dann doch noch eine krachende Ohrfeige. Der Vorstand wurde nach Tumulten nicht entlastet.

Der Präsident des 1. FC Köln zeigte sich auf der hitzigen Jahreshauptversammlung des Tabellenletzten am Mittwochabend kämpferisch, gestand aber auch, in den Tagen nach dem 0:4-Debakel gegen Borussia Mönchengladbach über einen Rückzug nachgedacht zu haben.

"Ich habe mit mir gekämpft. Warum tue ich mir das an, soll ich aufhören? Oder kämpfe ich und trage die Verantwortung? 50 Jahre habe ich den 1. FC Köln im Herzen. Ich habe 2004 mit euch einen Weg eingeschlagen und will ihn mit euch fortsetzen", sagte der 67-Jährige den 3119 anwesenden Mitgliedern im Staatenhaus am Rheinpark.

Die Stimmung war aufgeheizt. Nach dem Abspielen der Vereinshymne skandierten die meisten Besucher "Ihr macht den FC kaputt", "Vorstand raus" oder "Meier raus".

Manager Michael Meier, der das Ganze mit ernster Miene zunächst schweigend auf dem Podium ertrug, wird mitverantwortlich für die Transferpolitik der vergangenen Jahre und die hohen Verbindlichkeiten gemacht, die sich offiziell auf 24,122 Millionen Euro belaufen.

Overath verteidigt Meier

Dies wurde im Geschäftsbericht für das Jahr 2009/2010 bekannt gegeben. Der Präsident sprang Meier energisch zur Seite. "Wir haben alle Fehler gemacht, auch ein Michael Meier. Wir machen uns Gedanken um Michael Meier, aber an einem Tag, an dem alle auf ihn eintreten, werde ich ihn sicher nicht entlassen", sagte der Klubboss zum Thema Meier.

Der Vertrag mit dem 61-Jährigen war 2009 vorzeitig um vier Jahre bis 2013 verlängert worden, was in zahlreichen Zwischenrufen und Wortmeldungen der Mitglieder stark kritisiert wurde. "Michael Meier hat einen Vertrag unterschrieben, als fast alle mit ihm zufrieden waren", sagte Overath.

Michael Meier bezog nach einer Weile Stellung und zeigte sich selbstkritisch. "Ich gebe unumwunden zu, dass es uns in der Architektur der Mannschaft nicht gelungen ist, auf den Außenverteidigerpositionen die Verstärkungen zu holen, die wir holen wollten", sagte der Betriebswirt.

Viel Applaus für Schaefer

Die Mannschaft um Lukas Podolski sowie Trainer Frank Schaefer verfolgten das hitzige Geschehen etwa 90 Minuten lang mit betretenen Mienen.

Die Spieler erhielten vom Auditorium Applaus bei jeder Gelegenheit, besonders aber auch Schaefer. Die Fans wollten ein Bekenntnis zum Nachfolger des entlassenen Zvonimir Soldo. "Ich habe bereits vorher gesagt: Wir wollen mit ihm weiterarbeiten, egal was passiert. Diese Aussage steht", sagte Overath.

Einen konkreten Weg aus der Krise zeigte der Boss nicht auf. Ein Zehn-Punkte-Plan, den er vorstellte, sieht unter anderem die "finanzielle Konsolidierung" oder die glaubwürdige Einhaltung der vor der Saison eingeführten "Leitkultur" vor.

Außerdem wolle man "jeden Stein umdrehen". Überzeugend wirkte das nicht. Stattdessen mussten sich die Verantwortlichen bohrenden Fragen stellen.

Meier kleinlaut

Zum ausgemusterten Torhüter Faryd Mondragon, der mit Alleingängen für Wirbel sorgte, oder zur Zukunft: "Welches Rezept haben sie, damit wir aus dieser beschissenen Lage herauskommen?", fragte ein aufgebrachter Fan.

Man wollte laut Meier ursprünglich mit dem "Konzept der Jugend", das Spieler wie zum Beispiel Taner Yalcin einschließt, zum Erfolg kommen. "Den letzten Tabellenplatz kann man aber nicht schönreden", sagte Meier kleinlaut.

Präsident Overath verfolgte die Ausführungen phasenweise mit einem Schmunzeln. Notorischen Zwischenrufern empfahl er, die Stimme zu schonen. In seiner Rede beschwor er die Fans, Geschlossenheit zu zeigen.

"Meine Freunde, wisst ihr, warum ich kämpfe?", fragte Overath: "Weil ich euer Vertrauen zurückgewinnen will. Das, was wir bislang abgeliefert haben, war schlecht. Deswegen kann ich die meisten von euch verstehen."

Vorstand nicht entlastet

Die hitzig verlaufene Jahreshauptversammlung endete für den Vorstand dann aber noch in einem Debakel. Mit 1317:520 Stimmen bei 104 Enthaltungen verweigerten die Mitglieder dem Gremium die Entlastung.

Dies hat zwar keine direkten Konseqenzen für die Führungsetage des FC, doch bedeutet das Misstrauensvotum einen schweren Rückschlag.

"Der Vorstand des 1. FC Köln um Präsident Wolfgang Overath genießt weiter das volle Vertrauen des Verwaltungsrates", hatte der Verwaltungsratsvorsitzende Rolf-Martin Schmitz vor der Abstimmung gesagt. Der Appell blieb ungehört.

Die Jahreshauptversammlung zum Nachlesen im Ticker

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung