Bayern vor dem Champions-League-Auftakt

Toni Kroos: Zeit für den Fantastischen

Von Thomas Gaber
Montag, 13.09.2010 | 11:39 Uhr
Toni Kroos überzeugte beim 45-Minuten-Einsatz gegen Werder Bremen
© Imago
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Vor dem Champions-League-Kracher gegen den AS Rom überdenkt Bayern-Trainer Louis van Gaal sein Personal. Am holprigen Saisonstart ist der Coach nicht ganz unschuldig. Zwei Spieler hätten eine Chance verdient.

Toni Kroos hatte es eilig. Ein, zwei Minuten vor den anderen Spielern des FC Bayern kam der 20-Jährige die Rampe hoch, um sich den besten Platz auf der Ersatzbank zu sichern. Kroos zog dabei eine Schnute, die jedem Spieler eigen ist, der es nicht in die erste Elf schafft.

Immerhin enttäuschte Kroos nicht die mit Filzstift bewaffneten Teenager und kritzelte seinen Namen geduldig aufs Papier.

Zum zweiten Mal in Folge wurde Kroos von Louis van Gaal nicht berücksichtigt. Der Bayern-Trainer setzt auf seine Stammelf der letzten Saison und trotzt damit den unangenehmen Nebenwirkungen. Viele WM-Teilnehmer des deutschen Meisters schleppen sich durch die Bundesligastadien, physisch und psychisch weit entfernt von Leistbaren.

"Wir hatten viele unnötige Ballverluste", konstatierte der starke Torhüter Jörg Butt nach dem 0:0 gegen Werder Bremen. Philipp Lahm gab eigene Fehler zu. "Wir haben noch keinen Rhythmus. Das hat man auch bei meinen Aktionen gemerkt." Lahm freut sich auf die kommenden englischen Wochen, "weil wir uns nur in den Spielen die nötige Fitness holen können."

Rummenigge greift Verbände an

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge griff umgehend die Interessen der mächtigen Fußball-Verbände an: "Es kann nicht sein, dass in den ersten Wochen nach einer Weltmeisterschaft gleich wieder drei Länderspiele stattfinden. Ich kann den Unmut der Trainer, die mit vielen Nationalspielern arbeiten, verstehen."

Doch die Bayern haben so viel Qualität im Kader, dass Leistungsträger wie Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Miroslav Klose oder Mark van Bommel zumindest so lange adäquat ersetzt werden können, bis sie ihr gewohntes Niveau wieder bringen können.

Hamit Altintop, Franck Ribery oder eben Kroos haben deutlich weniger Spielminuten in den Beinen, wie Altintop die gesamte Vorbereitung mitgemacht oder wie Ribery eifrig in München trainiert, während seine Kollegen aus der Nationalmannschaft versuchten, in der EM-Quali die Ehre der Grand Nation wiederherzustellen.

Ribery ohne Glanz

Mitmachen darf aber nur Ribery. Der Franzose ist laut van Gaal "nie näher an 100 Prozent gewesen, seitdem ich Bayern-Trainer bin". Ribery hat vor der Saison in mehreren Interviews betont, dem FC Bayern eine Menge zurückgeben zu wollen als Dank für die Nibelungentreue des Vereins in schwierigen Zeiten.

In Abwesenheit von Arjen Robben ist Ribery für das Unerwartete, das Fantasievolle im Bayern-Spiel zuständig. Ribery bemüht sich, aber vom Glanz seiner ersten Bayern-Saison ist er noch weit entfernt.

In den ersten drei Spielen gewann Ribery im Schnitt nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe. Jeder vierte Pass kommt nicht an und in Kaiserslautern hatte Ribery nur 53 Ballkontakte, in einem Spiel mit 75 Prozent Ballbesitz Bayern.

Kroos ein "fantastischer Fußballer"

Toni Kroos würde Ribery gerne unterstützen, muss sich aber nach einem guten Debüt gegen den VfL Wolfsburg mit der Reservistenrolle begnügen.

Van Gaal hat eine hohe Meinung von Kroos und sieht in ihm den idealen Spieler für die Position im Kreativzentrum. Vor der Saison hat der Coach Kroos den Weg zum Ruhm asphaltiert, ihm aber jede Menge Stolpersteine an die Seite gelegt.

In Kaiserslautern saß Kroos auf der Bank, weil van Gaal den gerade genesenen Ivica Olic wieder in der Mannschaft haben wollte. Gegen Bremen spielte Miroslav Klose hinter Olic. Eine Position, die Klose nach eigener Aussage spielen kann, die er nach dem 0:0 aber nicht als seine Lieblingsposition bezeichnete.

Dass van Gaal mit seiner Maßnahme falsch lag, zeigte die zweite Halbzeit. Kroos kam für Klose und hatte einige vielversprechende Aktionen. "Man hat gesehen, dass Toni Kroos ein fantastischer Fußballer ist", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger.

Altintop ohne Lobby

Kroos hat seine Chance von Beginn an verdient. Er gehört in diese sich noch suchende Mannschaft. Van Gaal kündigte nach dem Bremen-Spiel an, im Champions-League-Auftaktkracher gegen den AS Rom (Mi., 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) "vielleicht anderen Spielern eine Chance zu geben".

Unwahrscheinlich, dass van Gaal dabei an Hamit Altintop denkt. Der Türke hat derzeit keine Chance auf einen Platz in der ersten Elf, obwohl er körperlich topfit ist und sich in der EM-Quali in Galaform präsentierte. "Hamit ist für uns unersetzlich", sagte Nationaltrainer Guus Hiddink.

Gegen Kasachstan traf Altintop nach einer Ecke aus 18 Meter volley in den Winkel und beim 3:2 gegen Belgien erzielte er den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1.

Klose: Phase irgendwie überstehen

Altintop hat sich für ein weiteres Jahr beim FC Bayern entschieden, weil er an seine Chance glaubt. Die wird ihm von van Gaal genommen. Dabei hat Altintop in den wenigen Einsätzen in der letzten Saison weitestgehend überzeugt, gerade auch in der Champions League.

Kroos und Altintop - zwei Spieler die dem FC Bayern in einer Phase weiterhelfen könnten, die die Mannschaft laut Miro Klose "irgendwie überstehen muss".

Die Medien wollte Kroos nach dem guten 45-Minuten-Auftritt gegen Bremen zwar nicht bedienen, beim Verlassen der Arena legte er aber immerhin seinen Schmollmund ab. Draußen warteten die Autogrammjäger. Sie sahen ein Lächeln in seinem Gesicht.

FC Bayern München: Kader, Termine, News

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