Freitag, 24.09.2010

Aufgeschnappt: Die Zitate zum 6. Spieltag

Frontzeck: Think positive!

Michael Frontzeck übt sich vor der Partie beim FC Schalke in Durchhalteparolen. Armin Veh beweist im Fall von Choupo-Moting vorhandene Soft-Skills und Thomas Tuchel hat ein gutes Gefühl für das Spiel beim FC Bayern. Dazu: ein strahlender Dieter Hecking. Die Zitate zum 6. Spieltag.

Michael Frontzeck und seine Borussia kassierten in dieser Saison bereits 17 Gegentore
© Getty
Michael Frontzeck und seine Borussia kassierten in dieser Saison bereits 17 Gegentore

"Wir müssen den Kopf oben halten und die positiven Dinge mitnehmen." (Michael Frontzeck, Trainer Borussia Mönchengladbach)

Das große Lexikon der Durchalteparolen steht also auch im Wandregal des Herrn Frontzeck. Sollte der Kopf der Fohlen nach dem 1:2 gegen Aufsteiger St. Pauli, dem 0:7 beim VfB Stuttgart und dem 0:4 gegen Eintracht Frankfurt aber tatsächlich noch oben sein, dann verdient die Truppe zumindest dafür allen Respekt. Das wäre allerdings dann auch so ziemlich das einzig Positive, das man mit ins Schalke-Spiel nehmen könnte.

"Wir müssen gewinnen und die Niederlage mit unseren Anhängern im Rücken wieder gut machen. Dafür müssen wir stark auftreten und intelligenter spielen als gegen Nürnberg." (Zdravko Kuzmanovic, Spieler VfB Stuttgart)

Besonders den Punkt "intelligenter Spielen" sollte VfB-Coach Christian Gross mal ganz dick auf die Taktik-Tafel schreiben. Denn wer sich in der 90. Minute nach eigener Ecke beim Stand von 1:1 vom FC Nürnberg auskontern lässt, das taktische Foul verpennt und postwendend ein Tor von Abwehrspieler Javier Pinola schluckt - nein, bei dem kann wohl keine Rede von "intelligent spielen" sein.

"Wenn ich mir meine Mannschaft ansehe, gibt es bei strahlendem Wetter strahlende Gesichter, am Freitag strahlende Konzentration auf Frankfurt und am Samstag strahlen sie vielleicht wieder." (Dieter Hecking, Trainer 1. FC Nürnberg)

Ein ganz schön verstrahlter Dieter Hecking.

"Ich habe ein gutes Gefühl und hoffe, dass wir uns gegen die größte Hausnummer im deutschen Fußball trauen zu zeigen, wie weit wir sind." (Thomas Tuchel, Trainer FSV Mainz 05)

Herr Tuchel, wozu denn dieses Understatement? Die größte Hausnummer im deutschen Fußball sind zumindest momentan ganz klar Sie und Ihre Bruchweg-Boys. Und zeigen, wie weit er ist, muss wohl eher der rib-und-rob-lose FC Bayern, bei dem Mainz am Samstag antritt.

"Mit solchen Erwartungshaltungen müssen wir allerdings vorsichtig sein. Denn allein mit ihrer Anwesenheit ist es noch nicht getan." (Thomas Schaaf, Trainer Werder Bremen)

Vor dem Nordderby richtet sich der Blick in Bremen auf die Rückkehrer a.k.a. Heilsbringer Claudio Pizarro und Per Mertesacker. Ganz thomasschaaf'esk dämpft der Werder-Coach dennoch prophylaktisch sämtliche Erwartungen und verweist standesgemäß auf eine "geschlossene Mannschaftsleistung". Die gab es gegen Hannover 96 allerdings auch schon: geschlossen miserabel.

"Er hat sich im Training angeboten. Ich kann ihn ja nicht dauernd loben und ihm dann keine Chance geben." (Armin Veh, Trainer Hamburger SV über Maxim Choupo-Moting)

Armin Veh ist nicht Jürgen Klinsmann.

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