Samstag, 14.08.2010

Bundesliga

Real-Angebot abgelehnt - Özil "sehr traurig"

Werder Bremen hat ein offizielles Angebot von Real Madrid für ein Transfer von Mesut Özil abgelehnt. Laut Sportdirektor Klaus Allofs soll das Angebot "inakzeptabel" gewesen sein. Özil selbst machte aus seiner Enttäuschung darüber kein Geheimnis.

Mesut Özil erzielte in der letzten Saison neun Tore für Werder Bremen
© sid
Mesut Özil erzielte in der letzten Saison neun Tore für Werder Bremen

UPDATEDer spanische Rekordmeister Real Madrid hat Werder Bremen ein offizielles Angebot für einen Transfer von Nationalspieler Mesut Özil unterbreitet.

Das bestätigte Real-Sportdirektor Jorge Valdano dem "ZDF" am Freitag am Rande des Franz-Beckenbauer-Abschiedsspiels zwischen Bayern München und Madrid. Bremen lehnte dieses Angebot dennoch postwendend ab.

Özil äußerte sich am Rande der DFB-Pokal-Partie in Aahlen enttäuscht über Allofs' Absage an Real: "Es ist der Traum eines jeden Spielers, für die großen Klubs Europas zu spielen. Ich bin sehr traurig. Das habe ich Herrn Allofs auch gesagt", wird Özil vom "Kicker" zitiert.

Allofs: "Inakzeptables Angebot"

"Wir haben ein inakzeptables Angebot erhalten, das keinerlei Gesprächsgrundlage für uns darstellt", sagte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs.

Real-Trainer Jose Mourinho, dem das Talent es 21-Jährigen bei der WM in Südafrika nicht entgangen ist, sagte nach dem 4:2-Sieg gegen Bayern im Elfmeterschießen beim ZDF: "Es ist ein sehr guter Spieler. Ich würde mich sehr freuen, wenn er zu uns kommt. Sein Trainer hat Nein gesagt, aber wir werden sehen, wie es weitergeht. Es wäre klasse, wenn er zu uns kommt."

Erst vor zwei Tagen schien das Thema vorzeitiger Wechsel von Özil, der noch einen Vertrag bis 2011 in der Hansestadt besitzt, vom Tisch.

Als Forderung der Bremer, die am Samstag in der 1. DFB-Pokalrunde beim Drittligisten Rot Weiss Ahlen (15.30 Uhr) antreten, Özil wird eine Ablösesumme von 16 Millionen Euro gehandelt. Diese Summe waren die Interessenten FC Barcelona und der FC Chelsea offenbar nicht bereit zu zahlen. Daher ging man davon aus, dass Özil seinen Vertrag in Bremen erfüllt.

"Königlicher" Handlungsbedarf

Doch nach der Knieoperation des brasilianischen Mittelfeldstars Kaka (Meniskusschaden), der drei bis vier Monate fehlen soll, sieht man bei den "Königlichen" offenbar Handlungsbedarf.

Der begnadete Techniker Özil war Startrainer Jose Mourinho mit seinen Leistungen für Deutschland bei der WM-Endrunde in Südafrika offenbar deutlich aufgefallen. Der Portugiese hatte bereits Mittelfeldspieler Sami Khedira vom Bundesligisten VfB Stuttgart verpflichten lassen.

Die Zeit für den Interessenten Real Madrid drängt. Denn, wenn Özil in der Qualifikation Bremens für die Champions League am Mittwoch gegen Sampdoria Genua eingesetzt wird, ist er für jeden anderen Verein in der diesjährigen Gruppenphase gesperrt.

In England zeigte neben Meister und Pokalsieger Chelsea auch Manchester United Interesse an Özil. Teammanager Alex Ferguson hatte ihn am Samstag in Werders Testspiel beim FC Fulham (1:5) persönlich unter die Lupe genommen.

Medien: Werder mit Barca über Özil einig


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