Sonntag, 29.08.2010

Abrechnung mit van Gaal und Magath

Toni und Rafinha kritisieren Ex-Trainer

Mittlerweile spielen Luca Toni und Rafinha in der Serie A beim FC Genua. Ihre Zeit in der Bundesliga beim FC Bayern und auf Schalke haben beide allerdings noch längst nicht vergessen - auch wegen ihren Trainern. Das Fazit der beiden: "Es hat menschlich nie funktioniert."

Luca Toni spielt in dieser Saison in der Serie A für den FC Genua
© Getty
Luca Toni spielt in dieser Saison in der Serie A für den FC Genua

Den FC Bayern hat Luca Toni schon im letzten Winter verlassen. Damals wechselte der Angreifer auf Leihbasis zum AS Rom und wurde dann nach der Saison vom FC Genua verpflichtet. So ganz scheint ihn der deutsche Rekordmeister allerdings nicht loszulassen - was auch an Trainer Louis van Gaal liegt.

"Ich respektiere ihn für seine Arbeit. Aber ich werde nie mit so einem Trainer klarkommen. Mit so jemandem kann ich nie einig sein", sagte Toni der "Bild am Sonntag".

"Viele Diskussionen mit van Gaal"

Eine Erklärung liefert der 33-Jährige gleich mit: "Er mag eben Südländer nicht so gern: Brasilianer, Argentinier, Italiener. Er bevorzugt es, mit Holländern, Deutschen und ähnlichen Mentalitäten und Nationalitäten zusammenzuarbeiten. Er erträgt wohl keine Spieler, die nicht Ja und Amen sagen."

Mit van Gaal habe es "viele Diskussionen" gegeben, so Toni. "Unsere Art, den Fußball zu sehen, ist ziemlich unterschiedlich und daraus entstanden Probleme."

Rafinha: "Es hat nie funktioniert"

Die hatte auch Rafinha, Tonis neuer Teamkollege in Genua, mit Schalke-Coach Felix Magath: "Menschlich hat das nie funktioniert. Man muss als Spieler die sportliche Philosophie des Trainers umsetzen. Aber ich konnte nicht mit ihm zusammenarbeiten. Unmöglich!"

Der Brasilianer wirft Magath vor, ein Problem mit der südländischen Mentalität zu haben: "Wir Latinos spielen und arbeiten mit einer uns eigenen, angeborenen Freude. Lachen, Reden, Fröhlichkeit sind immer ein Teil von uns. Felix Magath kann das nicht leiden."

Mit ihren Ex-Trainern hatten Toni und Rafinha so ihre Probleme, ihre ehemaligen Klubs behalten beide allerdings gut in Erinnerung: "Ich werde den Verein immer im Herzen tragen", sagt Rafinha, und Toni ergänzt: "Meine Erinnerungen an Stadt und Verein sind einfach nur schön."

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SPOX

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