So spielt Werder Bremen

Altbewährtes und ein neues System

Von Stefan Rommel
Dienstag, 10.08.2010 | 18:45 Uhr
Thomas Schaaf ist seit 1999 Cheftrainer bei Werder. Zuvor coachte er das Amateurteam der Bremer
© Getty
Advertisement
Primera Division
Sa20:45
Atletico - Real: Wer siegt im Derbi madrileño?
J1 League
Live
Kobe -
Hiroshima
Primera División
Getafe -
Alaves
Premier League
Arsenal -
Tottenham
Premiership
Ross County -
Celtic
Premier League
Liverpool -
Southampton
Championship
Reading -
Wolverhampton
Primera División
Leganes -
Barcelona
Ligue 1
PSG -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Lazio
Premier League
Man United -
Newcastle
Primera División
Sevilla -
Celta Vigo
Championship
Fulham -
Derby County
Ligue 1
Dijon -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Rennes
Ligue 1
Toulouse -
Metz
Premier League
Leicester -
Man City (DELAYED)
Eredivisie
Breda -
Ajax
Primera División
Atletico Madrid -
Real Madrid
Serie A
Neapel -
AC Mailand
Premier League
West Bromwich -
Chelsea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Everton (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Malaga -
La Coruna
Serie A
Crotone -
Genua
Super Liga
Ivanjica -
Partizan
Championship
Leeds -
Middlesbrough
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Lokomotiva Zagreb
Ligue 1
Caen -
Nizza
Serie A
Benevento -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Juventus
Serie A
SPAL -
Florenz
Serie A
FC Turin -
Chievo Verona
Serie A
Udinese -
Cagliari
Primera División
Espanyol -
Valencia
Premier League
Zenit -
Tosno
Ligue 1
Lyon -
Montpellier
Premier League
Watford -
West Ham
First Division A
Brügge -
Waasland-Beveren
Superliga
Bröndby -
Nordsjaelland
Primera División
Las Palmas -
Levante
Serie A
Flamengo -
Corinthians
Primera División
Bilbao -
Villarreal
Serie A
Inter Mailand -
Atalanta
Ligue 1
Bordeaux -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Racing
Ligue 1
Amiens -
Lille
Serie A
Hellas Verona -
Bologna
Premier League
Brighton -
Stoke
Primera División
Eibar -
Real Betis
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Sampdoria
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica

Nach vielen Jahren im 4-4-2-System mit Raute hat Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf in der vergangenen Saison auf mehr Flexibilität gesetzt. Jetzt will Schaaf das variable Spiel seiner Mannschaft um eine Facette erweitern. SPOX zeigt, welche taktischen Varianten Werder Bremen hat.

Mit einem großen Kader geht Thomas Schaaf in die neue Saison. 33 Profis hat Schaaf nominell im weiteren Kreis der ersten Mannschaft, darunter insgesamt 19 Mittelfeldspieler und Angreifer.

Sehr auffällig ist dabei das bisher dezente Vorgehen auf dem Transfermarkt. Bremen baut sein Stadion weiter um, dazu steht der eine oder andere Spieler noch auf der Gehaltliste, der da eigentlich nicht mehr stehen sollte.

Große finanzielle Sprünge sind deshalb nach einem Jahr ohne Champions-League-Gelder nicht möglich. Lediglich der Wechsel von Marko Arnautovic ließ die Konkurrenz aufhorchen. Bis jetzt.

Özils Zukunft weiter offen

Denn Mesut Özils Zukunft bestimmt einige Amtshandlungen in der näheren Zukunft doch nachhaltig. Geht der Regisseur, ist sofort wieder frisches Geld da, um etwa auf der Außenverteidigerposition noch nachzubessern.

Außerdem zieht sich der Transfer des Brasilianers Wesley jetzt auch schon einige Zeit hin, ohne dass Werder Vollzug melden könnte.

Ungeachtet der noch zu lösenden Personalfragen peitscht Trainer Schaaf sein Pensum auf dem Trainingsplatz weiter durch, probiert neue Systeme, stellt Spieler um und integriert die WM-Fahrer nach und nach.

Längst weg von der Mittelfeld-Raute

Bis vor gut einem Jahr war Werders Spielsystem ein auf einen zentralen Regisseur zugeschnittenes 4-4-2 mit Raute. Erst Johan Micoud, später Diego prägten fast eine Dekade.

Dann verschrieb Schaaf seiner Mannschaft mehr Flexibilität - und will dieses variable Spiel in der kommenden Saison offenbar noch um eine Facette anreichern.

Werders Spielsysteme und das dazu passende Personal im Überblick.

Werder Bremen im 4-2-3-1:

Nach einer mehrwöchigen "Testphase" hat sich dieses System im Laufe der letzten Hinrunde etabliert. Damit bestritt Werder den "Bremer Herbst" mit 21 Pflichtspielen am Stück ohne Niederlage.

Torhüter Tim Wiese ist unantastbar. Der Nationalspieler ist zwar erst seit ein paar Tagen wieder im Training und kassierte gleich im ersten Spiel nach seinem Urlaub gegen Fulham fünf Stück, trotzdem ist Wiese natürlich die absolute Nummer eins in Bremen.

Dahinter hat Christian Vander weiter den zweiten Startplatz - auch wenn Sebastian Mielitz etwas nähergerückt ist. Torhüter Nummer vier bleibt Felix Wiedwald.

Die Abwehr ist dieselbe geblieben wie im letzten Jahr - was allerdings nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein muss. Es ist auch den eher durchschnittlichen (Offensiv-)Leistungen der beiden Außenverteidiger Sebastian Boenisch und Clemens Fritz geschuldet, dass Werder nur noch sehr selten auf das 4-4-2 zurückgreift.

Das Mittelfeld mit insgesamt fünf Spielern ist das Herz des Systems. Bei drei offensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern ist die defensive Absicherung noch wichtiger als in jeder anderen Variante. Neben Routinier Torsten Frings hat sich der bissige Philipp Bargfrede längst als unverzichtbar erwiesen und gestandenen Spielern wie Tim Borowski oder Daniel Jensen im Zentrum den Rang abgelaufen.

Davor spielen Aaron Hunt, Mesut Özil und Marko Marin variabel, rochieren viel, lassen sich mal fallen, mal gehen sie abwechselnd mit in die Spitze. Das schafft jede Menge Räume und ist schwer auszurechnen. Besonders den spiel- und dribbelstarken Mittelfeldspielern Marin und Hunt kommt ihre offensive Ausrichtung zugute.

Zudem macht es den Mittelfeldblock in der Defensive kompakter, wenn sich zumindest zwei der drei Künstler nur ein paar Meter fallen lassen und so die beiden Sechser unterstützen. Die Außenspieler übernehmen den Job der Außenverteidiger zum Teil mit.

Sollte Özil den Verein doch noch verlassen, steht mit Hunt bereits dessen Nachfolger als Spielgestalter im Kader. In der Vorbereitung zeigte Hunt durchaus, dass er in die Rolle hineinwachsen kann.

Mit Claudio Pizarro steht im Angriff ein technisch starker Stürmer, der sowohl im Spielfluss eingebunden werden kann als auch bei der gewöhnlichen Flanke aus dem Halbfeld gefährlich wird.

Für das etablierte Personal ist das 4-2-3-1 das geeignetste Konzept, zumal Arnautovic sowohl im offensiven Mittelfeld als auch in vorderster Front eingesetzt werden kann und mindestens eine gute Option ist - wenn nicht sogar mehr. Dazu muss er aber sein selbstbezogenes, eigensinniges Spiel ändern und mannschaftsdienlicher machen.

Ein Problem: Mindestens drei Stürmer sitzen hier nur auf der Bank. Neben Arnautovic trifft es auch noch Hugo Almeida und Sandro Wagner. Völlig raus ist Markus Rosenberg, der bei einem entsprechenden Angebot  den Verein sofort verlassen kann.

Ein anderes Problem: Arnautovic hat schon in den ersten Wochen für Stunk gesorgt und steht durch seine hohe Ablösesumme (sechs  Millionen Euro) zusätzlich unter Druck. Der Österreicher ist ein Mysterium, weil er so begabt und doch so uneinsichtig ist und muss sich ganz schnell in seine Rolle einfinden, um nicht noch mehr Unruhe in die Mannschaft zu tragen.

Werders Varianten: 4-4-2 und 4-3-3

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung