Die Angst vor Marko und dem Phantom

Von SPOX
Sonntag, 25.07.2010 | 21:54 Uhr
Arnautovic (l.) und Almeida: Hier jubeln sie zu zweit - aber wer bekommt den Platz neben Pizarro?
© Getty
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Vier Wochen vor dem Bundesliga-Start gibt es bei jedem Bundesligisten ein hartes Duell um einen Stammplatz. Mehrere Stars stehen auf der Kippe - und in Leverkusen muss selbst Kapitän Manuel Friedrich bangen. Die Konkurrenten im Überblick.

Bayern München: Gedränge in der Offensive

Im 4-4-1-1 sind Robben und Ribery auf den beiden offensiven Außenpositionen im Mittelfeld gesetzt, wenn sie ihren Trainingsrückstand aufgeholt haben. Also bleiben für die vorderste Front nur noch zwei Plätze für fünf Kandidaten. Im Sturmzentrum hat Ivica Olic bisher die besten Karten. Erstens hat er sich in der Vorsaison viel Kredit erspielt und zweitens die komplette Vorbereitung absolviert. Klose will an seine starke WM-Leistung anknüpfen, so dass Gomez im Moment nur wenig Einsatzchancen bleiben. Und dann kommt auch noch Müller hinzu, der eine Option fürs Sturmzentrum wäre, falls van Gaal Kroos hinter die Spitze stellt. Im wahrscheinlichsten Szenario werden sich aber Kroos, Klose und Gomez erstmal auf der Bank wiederfinden.

Die möglichen Varianten: So könnte der FC Bayern 2010/11 ausschauen

 

Schalke 04: Farfan vs. Das Phantom

Die Bilanz liest sich beeindruckend: Trotz Integrationsproblemen gelangen Farfan im ersten Jahr 15 und im zweiten Jahr 18 Scorer-Punkte für Schalke. Damit war er der mit Abstand konstanteste Offensivspieler der Königsblauen. Und doch muss er nun um seinen Stammplatz bangen. Denn mit der bevorstehenden Verpflichtung von Raul will Trainer Magath auf ein 4-4-2 mit Raute umstellen - und als Angriffspartner für den Spanier womöglich einen wuchtigen Keilstürmer verpflichten. Im Gespräch ist unter anderem der Franzose Hoarau. Der Gedanke dahinter: Womöglich ähneln sich Farfan und Raul zu sehr in ihrer Spielanlage. Bliebe für Farfan nur die Hoffnung, dass Magath womöglich auf ein 4-2-3-1 oder 4-3-3 setzt, denn in diesem Fall wäre dem Peruaner der Platz auf der rechten Außenbahn sicher.

Der FC Schalke 04 im Transfercheck

 

Werder Bremen: Almeida vs. Arnautovic

Spielt Werder wie zum Ende der vergangenen Saison im 4-4-2 mit zwei echten Stürmern, braucht Trainer Schaaf einen Nebenmann für Pizarro. Mit Almeida klappte das schon ganz ordentlich, aber richtig zufrieden waren sie mit dem Portugiesen in Bremen nicht. Er rufe sein Potenzial nicht ab, heißt es immer wieder von Schaaf und Allofs. Also hat Werder im Sommer den 21-jährigen Arnautovic verpflichtet. Der Österreicher kam von Inter Mailand und will nach seiner schwierigen Zeit unter Mourinho einen Neuanfang in Bremen. Er ist schnell, technisch gut und abschlussstark. Zu Pizarro würde er also sehr gut passen.

Marko Arnautovic im SPOX-Porträt

 

Bayer Leverkusen: Friedrich vs. Reinartz

In Abwesenheit von Rolfes war Friedrich in der vergangenen Saison sogar Kapitän von Bayer. Auf Dauer muss der 30-Jährige aber um seinen Platz an der Seite von Hyypiä bangen. Heynckes sieht Reinartz, der letzte Saison vornehmlich im Mittelfeld eingesetzt wurde, als Innenverteidiger. Und dort gehört der 21-Jährige zu den größten Talenten Deutschlands. Solange Ballack und Rolfes noch nicht bei 100 Prozent sind, wird Reinartz wohl im Mittelfeld auflaufen, aber dann wird er den Druck auf Friedrich erhöhen. Heynckes schätzt Reinartz' Qualitäten so sehr, dass es nicht unwahrscheinlich ist, wenn der Junge den Alten verdrängen würde.

 

Borussia Dortmund: Owomoyela vs. Piszczek

Nicht immer war Owomoyela in der vergangenen Saison bei den eigenen Fans gut gelitten. Mangels Alternativen kam der Ex-Nationalspieler aber auf 33 Bundesligaspiele und war mit sieben Torvorlagen hinter Nuri Sahin und Mohamed Zidan zweitbester Vorbereiter des BVB. Auch im Moment liegt Owomoyela klar vor seinem neuen Konkurrenten Piszczek. Allerdings musste der Neuzugang von Hertha BSC wegen Wadenproblemen auch lange pausieren und war noch kein richtiger Herausforderer von Owomoyela. Aber was nicht ist, kann noch werden.

 

VfB Stuttgart: Kuzmanovic vs. Gentner

Die Besetzung des defensiven Mittelfelds hängt stark von der Personalie Khedira ab. Wechselt der Nationalspieler zu Real Madrid, wird automatisch ein Platz frei. Da Träsch im Moment als defensiv ausgerichteter Spieler seinen Platz im zentralen Mittelfeld sicher zu haben scheint, streiten sich Kuzmanovic und Gentner um den Platz an seiner Seite. Gentner ist aus Wolfsburg zurückgekehrt, um endlich im zentralen Mittelfeld spielen zu können. Aktuell heißt das Pärchen aber Träsch/Kuzmanovic, weil Genter einmal mehr Opfer seiner Flexibilität wird. Weil Delpierre verletzt ist und Tasci und Boulahrouz noch im Urlaub sind, wird er derzeit sogar in der Innenverteidigung gebraucht.

 

Teil II: Von Hamburg bis Gladbach

Teil III: Von Köln bis St. Pauli

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