Freitag, 23.04.2010

Bundesliga

Hoffen und Bangen im Tabellenkeller

Im Abstiegskampf kommen die Rechenschieber zum Vorschein, die Restprogramm werden studiert: Nürnberg, Bochum, Freiburg, Hannover und Berlin klammern sich an jeden Strohhalm.

Mirko Slomka (r.) übernahm im Janur den Cheftrainer-Posten bei Hannover 96
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Mirko Slomka (r.) übernahm im Janur den Cheftrainer-Posten bei Hannover 96

Vier Klubs, eine Hoffnung: Im Abstiegskampf der Bundesliga klammern sich der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochum, der SC Freiburg und Hannover 96 an die vermeintliche Fifty-Fifty-Chance auf einen von zwei sicheren Plätzen im Oberhaus.

Doch für mindestens einen Klub wird die Rechnung nicht aufgehen, und einem weiteren droht immerhin der ungemütliche Gang in die Relegation. Dagegen hilft dem scheinbar abgeschlagenen Tabellenschlusslicht Hertha BSC Berlin nur noch ein Wunder.

Hannovers Trainer Mirko Slomka hat schon vor Wochen 33 Punkte als magische Grenze für den Klassenerhalt errechnet. "Vor unserem Sieg gegen Schalke habe ich gesagt, dass wir noch neun Punkte brauchen, drei davon haben wir", sagte der Coach des Tabellen-17. vor dem Gastspiel bei Bayer Leverkusen am Samstag (15.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei SKY).

Personalsorgen machen es Slomka nicht einfacher

Zwei Siege fehlen den Niedersachsen nach dieser Rechnung also noch - allerdings ist auch Slomka eine Woche nach der 0:7-Schmach beim FC Bayern nicht unbedingt von einem Sieg seiner Mannschaft bei Bayer überzeugt: "Drei Punkte in Leverkusen wären natürlich wunderbar, aber auch mit einem könnten wir durchaus zufrieden sein", so der 42-Jährige, "wir gehen in das Spiel, um das maximal mögliche herauszuholen."

Die anhaltende Verletzungsmisere, der bislang schon ein Dutzend Spieler zum Opfer fielen, versucht Slomka derweil herunterzuspielen. "Es macht keinen Sinn, darüber zu lamentieren. Wir sollten uns jetzt auf die verbleibenden Spiele konzentrieren und alles andere beiseite schieben. Die Aufgaben im Abstiegskampf sind schwer genug."

Bilder des Tages - 23. April
Ryan Howard von den Philiadelphia Phillies hält ein kleines Nickerchen vor dem Spiel gegen die Atlanta Braves
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Jeff Green (l.) von den Oklahoma City Thunder hebt ab zum Korb beim Playoff-Spiel gegen die L.A. Lakers
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Craig Anderson von der Colorado Avalanche streckt sich vergeblich beim Playoff-Spiel gegen die San Jose Sharks
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Ndamukong Suh (r.) ist glücklich als Nummer zwei beim NFL-Draft von den Detroit Lions gezogen worden zu sein
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Sam Little behält den Durchblick bei den Ballantine's Championship in Jeju Island
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Ein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach und ein mögliches Abstiegs-Endspiel am letzten Spieltag in Bochum, das am Freitag den VfB Stuttgart empfing, stehen für 96 noch auf dem Programm.

Hoffnung hat auch Freiburg nach dem 2:1-Sieg vor einer Woche im Sechs-Punkte-Spiel gegen Nürnberg wieder geschöpft. "Ich war immer überzeugt, dass wir in der ersten Liga bleiben, das gilt jetzt umso mehr", erklärt Sportclub-Kapitän Heiko Butscher. Im Spiel gegen den deutschen Meister VfL Wolfsburg am Sonntag (17.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei SKY) will der Tabellen-16. aus dem Breisgau an den jüngsten Erfolg anknüpfen - zumal die anschließenden Aufgaben beim 1. FC Köln und gegen Borussia Dortmund nicht leichter werden. "Wir werden um jeden Punkt hart kämpfen", verspricht Trainer Robin Dutt.

Ottl: "Müssen ans Limit gehen"

Das ist auch die Maßgabe beim Club aus Nürnberg, der am Samstag (15.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei SKY) gegen Dortmund sowie an den beiden letzten Spieltagen noch beim Hamburger SV und gegen Köln antreten muss. "Unser Auftritt in Freiburg war enttäuschend, aber das haben wir abgehakt. Jetzt müssen wir noch dreimal ans Limit gehen, dann holen wir auch die nötigen Punkte", sagt Mittelfeldspieler Andreas Ottl.

Dagegen ist die Hertha wohl selbst bei optimistischsten Rechnungen nicht mehr zu retten. Auf das Heimspiel gegen Schalke am Samstag (15.30 Uhr) folgen die nicht minder schweren Partien in Leverkusen und gegen die Bayern, was laut Routinier Pal Dardai nur noch einen Schluss zulässt: "Uns hilft wohl nur noch ein Wunder."

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