Christian Pander im Comeback-Glück

SID
Christian Pander wechselte 2001 von Preußen Münster zur Schalker Jugend
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Erleichterung bei Christian Pander. Nach einer elfmonatigen Verletzungspause feierte der Schalker in einem Testspiel sein Comeback und war nach dem 90-minütigen Einsatz glücklich.

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Die Muskeln brannten, das inzwischen fünfmal operierte Knie schmerzte, aber Pechvogel Christian Pander ging überglücklich vom Platz.

Der Nationalspieler, ewiger Patient bei Schalke 04, trug nach seinem Comeback ein breites Lächeln im Gesicht.

"Es war nur ein Testspiel, aber für mich dennoch sehr anstrengend. Das sind für mich sehr schöne Schmerzen", sagte der 26-Jährige nach seinem 90-minütigen Einsatz beim 7:0 gegen die Kreisauswahl Gelsenkirchen.

Kreuz- und Innenbandriss 2005, Bänderriss 2007, mehrere Knie-Operationen, Bänderanriss 2009 - immer wieder warfen schwere Verletzungen den hochveranlagten Abwehrspieler zurück.

"Ein geiles Gefühl"

Nun ist er wieder da, zum x-ten Mal. "Es ist schon ein ziemlich geiles Gefühl, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Es läuft super", sagte Pander nach dem Ende von elf Monaten Pause: "Ich habe mich in den 90 Minuten gut gefühlt, aber ich merke, dass mir noch einiges fehlt."

Richtige Euphorie gestattet sich Christian Pander aus Selbstschutz nicht - zu häufig sind seine Hoffnungen bereits enttäuscht worden.

Im August 2007 erzielte er bei seinem Debüt für die Nationalmannschaft ein Traumtor zum 2:1 im Wembleystadion gegen England - seitdem ist ein einziges Länderspiel hinzugekommen.

Demnächst will Pander seine gefürchteten Flanken, von denen Ralf Rangnick einst behauptete, sie würden "wie Brandfackeln in den Strafraum fliegen", erstmal wieder in der Bundesliga schlagen.

Bundesliga-Einsatz wäre "ein Traum"

"Es wäre ein Traum für mich, in dieser Saison noch zum Einsatz zu kommen, aber wichtiger ist, dass ich gesund bleibe und vollkommen fit in die neue Saison gehen kann", sagte er am Dienstag.

Pander hatte zuletzt am 10. Mai 2009 bei der Schalker 0:1-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga auf dem Platz gestanden.

Kurz vor dem Beginn dieser Saison hatte sich der Linksverteidiger im Training einen erneuten Innenbandriss in seinem inzwischen fünfmal operierten linken Knie zugezogen und war erst in der vergangenen Woche ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Trainer Felix Magath freute sich über die Rückkehr, gibt aber keine Garantie für ein Bundesliga-Comeback vor dem Saisonende am 8. Mai geben.

"Es macht wieder Spaß, Christian spielen zu sehen. Er ist fast schon wieder der Alte, es fehlt ihm nur noch die nötige Kraft und Kondition", sagte Magath. Mit seinen Medizinbällen will er das möglichst schnell ändern.

Freude über Schmerzen

Und Pander, der sechs Jahre nach seinem Bundesliga-Debüt lediglich 74 Einsätze in der Eliteklasse verzeichnet, ist froh - denn er ist kein Sportinvalide.

"Schließlich ging es nach meinem erneuten Rückschlag eigentlich gar nicht mehr darum, wann ich wieder spiele, sondern ob es überhaupt nochmal klappt", sagt er: "Es ist genial, wieder dabei zu sein und ohne Probleme voll mittrainieren zu können."

Die Schmerzen nimmt er gerne in Kauf: "Da freut man sich sogar über Muskelkater."

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