Dienstag, 13.04.2010

Vom Hamburger SV zu Manchester City

Wechsel von Jerome Boateng angeblich perfekt

Jerome Boateng ist einer der Aufsteiger der laufenden Saison. In Hamburg hätte man langfristig gerne eine Mannschaft um den deutschen Nationalspieler aufgebaut. Nun allerdings scheint der Wechsel des 21-Jährigen zu Manchester City perfekt zu sein. Auch Eljero Elia ist auf der Insel begehrt. Bei Piotr Trochowski stehen die Zeichen auf Abschied.

Auch der FC Bayern hatte angeblich Interesse an Jerome Boateng (l., hier mit Arjen Robben)
© Getty
Auch der FC Bayern hatte angeblich Interesse an Jerome Boateng (l., hier mit Arjen Robben)

Kaum ein Spieler hat im letzten Jahr eine derart rasante Entwicklung genommen wie Jerome Boateng. In der vergangenen Saison war der 21-Jährige nur Ergänzungsspieler beim Hamburger SV, musste mal rechts oder links in der Viererkette ran, mal im defensiven Mittelfeld.

Im Sommer lieferte Boateng dann reihenweise überragende Vorstellungen bei der U-21-Europameisterschaft ab, war damit maßgeblich am Titelgewinn des deutschen Teams beteiligt und fortan auch beim HSV einer der großen Hoffnungsträger.

War Boateng fit, spielte er - gelegentlich als Rechtsverteidiger, meist aber im Abwehrzentrum an der Seite von Joris Mathijsen. Und weil der Youngster in der Liga regelmäßig zu überzeugen wusste, plant auch Bundestrainer Joachim Löw für die Weltmeisterschaft in Südafrika mit ihm.

Wechsel nicht mehr zu verhindern

Beim HSV dagegen spielt Boateng in den Zukunftsplanungen wohl keine Rolle mehr. Denn: Der Wechsel des Nationalspielers zu Manchester City ist laut "Hamburger Abendblatt" nicht mehr zu verhindern.

Demnach geht Boateng nach dieser Saison für 12,5 Millionen Euro auf die Insel und folgt damit seinen ehemaligen HSV-Kollegen Vincent Kompany und Nigel de Jong zu den Citizens.

Wie die Zeitung berichtet, haben in der Vergangenheit Gespräche mit dem HSV stattgefunden, und auch der FC Bayern habe Interesse bekundet, am 1. April sei es allerdings zu einer Einigung mit ManCity gekommen.

"Der Berater des Spielers Jörg Neubauer hat uns informiert, dass der Spieler gerne wechseln möchte", sagte HSV-Boss Bernd Hoffmann.

Berater bestätigt Wechsel nicht

Boateng-Berater Jörg Neubauer wollte den Wechsel jedoch nicht bestätigen. "Ich werde zu aktuellen Sachstände nichts sagen und äußere mich auch nicht zu irgendwelchen Vereinen", sagte Neubauer dem "SID", kündigte aber gleichzeitig eine "zeitnahe Entscheidung" an.

Neubauer erklärte auch, dass es "selbstverständlich" weitere Gespräche mit den Hamburgern geben werde.

Angeblich fünf Millionen Gehalt

Die angeblichen Gründe für Boatengs Entscheidung für City: Beim Premier-League-Klub soll Boateng fünf Millionen Euro Gehalt bekommen und damit deutlich mehr als beim HSV. Zudem lockt ManCity - in England derzeit Vierter - mit der Aussicht, im kommenden Jahr Champions League spielen zu können.

Der HSV scheint also abermals einen Spieler an die Citizens zu verlieren - und bekommt dieses Mal noch nicht mal die komplette Ablösesumme. 2,5 Millionen der 12,5 Millionen Euro wandern an Boatengs vorherigen Klub Hertha BSC.

Aus Hamburg gibt es bislang weder eine Bestätigung noch ein Dementi des Wechsels. Allerdings hatten die Norddeutschen immer wieder betont, im Fall Boateng "möglichst schnell Klarheit" haben zu wollen.

Elia nach Liverpool?

Boateng ist allerdings nicht der einzige HSV-Profi, der auf der Insel begehrt ist. Das Interesse des FC Liverpool an Eljero Elia ist schon seit geraumer Zeit bekannt, nun machen die Reds angeblich ernst. Laut englischen Medienberichten will Coach Rafa Benitez den Niederländer für rund 14 Millionen Euro verpflichten.

Während Boateng und Elia zwei wichtige Stützen für den HSV sind, ist Piotr Trochowski nur noch Mitläufer. Bei Coach Bruno Labbadia kommt der Nationalspieler in letzter Zeit nicht mal mehr an Robert Tesche, Tunay Torun oder Jonathan Pitroipa vorbei.

Das Tischtuch zwischen Trochowski und dem Trainer scheint zerschnitten. Laut "Hamburger Morgenpost" deutet mittlerweile vieles daraufhin, dass Troche nach einer möglichen WM-Teilnahme auf einen Wechsel drängt.

Was wird aus Guerrero

Den Verein verlassen kann nach dieser Spielzeit auch Paolo Guerrero. Der Vertrag des Peruaners läuft am Saisonende aus. "Ich möchte beim HSV bleiben", sagte Guerrero dem "Kicker" zwar, nach seinem Flaschenwurf-Eklat könnte seine Zeit in Hamburg allerdings beendet sein.

Konkrete Gespräche über eine Verlängerung wurden noch nicht geführt. Fest steht für Guerrero: "Deutschland ist meine zweite Heimat. Ich möchte hier bleiben." In einigen Medien wird der 26-Jährige mit Wolfsburg (als Nachfolger von Edin Dzeko) und Schalke (für Kevin Kuranyi) in Verbindung gebracht.

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