Vor dem Kracher Schalke 04 - Bayern München

Tod oder Gladiolen, Part II

Von Andreas Lehner
Freitag, 02.04.2010 | 19:06 Uhr
Im Pokal siegten die Bayern um Miroslav Klose mit 1:0 auf Schalke
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Bayer: Die Highlights des Eröffnungsspiels
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Drei schwere Auswärtsspiele bei Schalke 04, Manchester United und Bayer Leverkusen vor der Brust: Die Bayern sind vor einer richtungweisenden Woche für Champions League und Bundesliga mehr als angespannt. Arjen Robben fällt wohl aus. Auf Schalke holt Felix Magath derweil die Medizinbälle raus. Beide Trainer sind vor dem Bundesliga-Spitzenspiel siegessicher.

Neun Monate ist Louis van Gaal mittlerweile in München. An die Gepflogenheiten im erzkatholischen Bayern muss sich der Niederländer aber erst noch gewöhnen.

Bei der abschließenden Presserunde vor dem Spiel auf Schalke musste der Trainer mit einem seiner liebsten Rituale brechen. Am Karfreitag hatten die meisten Mitarbeiter der Geschäftsstelle an der Säbener Straße frei und folglich gab es für van Gaal auch nicht seinen obligatorischen Cappuccino.

"Ich bin froh, dass wenigstens Sie da sind", sagt van Gaal in Richtung der anwesenden Journalisten und lachte.

Fokussiert und angespannt

Es war das letzte Lachen für die nächsten 30 Minuten. Van Gaal ist im Vorfeld des Spitzenspiels (Sa. 15.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) fokussiert und angespannt.

Wenn der Niederländer von seinem Team spricht, spricht er gerne von einem Prozess - auch vor dem Spiel bei der Mannschaft von Felix Magath. "In diesem Prozess muss der Höhepunkt der Anspannung am Samstag um halb vier erreicht sein", sagte der Holländer.

Dann müssen die Bayern in der Bundesliga wieder Leistung abrufen. Gegen Frankfurt und Stuttgart gab es zuletzt zwei Niederlagen. Drei Liga-Niederlagen in Folge kassierten die Bayern zuletzt 1998.

Damals begann die Serie am 14. Februar mit einem 1:2 bei Hertha BSC Berlin, es folgten ein 0:2 gegen den 1. FC Köln am 28. Februar und am 8. März ein 0:1 - auf Schalke.

Wieder ein Gladiolen-Spiel

"Wir haben bis jetzt noch jedes Spiel mit der Regel 'Tod oder Gladiolen' gewonnen", sagt van Gaal. Tod oder Gladiolen, das ist die niederländische Metapher für ein Alles-oder-nichts-Spiel, die er dem deutschen Publikum vor dem Pokalspiel auf Schalke geläufig gemacht hatte.

Allerdings mit einer Einschränkung: "Diesmal ist ein Spiel mit anderen Regeln. Wenn wir verlieren, ist es nicht vorüber", sagt der FCB-Coach und rechnet vor: "Fünf ist weniger als 15."

Sicher wäre für die Bayern mit einer Niederlage auf Schalke noch nicht alles verloren - angesichts von dann fünf Punkten Rückstand auf die Königsblauen, wäre im Kampf um die Meisterschaft aber bereits eine Vorentscheidung gefallen.

"Haben unsere Ziele immer erreicht"

Doch wie van Gaal will auch Magath nichts von einem Spiel mit Endspielcharakter wissen. Die Schalker hoffen vielmehr auf eine müde Bayern-Mannschaft, die mit den Gedanken schon beim Rückspiel im Old Trafford ist.

"Ich bin viel heißer auf Schalke als auf das Rückspiel gegen Manchester", zerstreut Bastian Schweinsteiger diese Gedanken aber. Präsident Uli Hoeneß hatte vor einer Woche die Meisterschaft als den wichtigsten Titel ausgegeben.

Und van Gaal will ohnehin alle drei Titel und lässt das harte Programm der nächsten Wochen auch nicht als Ausrede gelten: "Wenn wir eine Spitzenmannschaft sein wollen, müssen wir dieses Programm spielen können. Die letzten zwei Bundesliga-Spiele hat das nicht so gut geklappt, aber wir haben bisher immer unsere Ziele erreicht."

Magath setzt Zirkeltraining an

Während die Bayern nach dem Champions-League-Spiel vor allem im regenerativen Bereich arbeiteten, holte Felix Magath mal wieder die Medizinbälle aus dem Schrank und setzte ein Zirkeltraining an.

"Das wurde langsam wieder Zeit", sagte er am Freitag: "Wir müssen auf das Kämpferische setzen - mal sehen, was die großartige Bayern-Mannschaft dagegenzuhalten hat. Ich bin davon überzeugt, dass wir gewinnen können. Die Stimmung ist gut, wir sind sehr selbstbewusst."

Das Duell Bayern gegen Schalke ist auch ein Duell der Trainer. Noch ist van Gaal im direkten Duell ungeschlagen, als Trainer wie als Spieler. 1985 standen sich beide im Europapokal gegenüber. Magath mit dem Hamburger SV, van Gaal mit Sparta Rotterdam.

Van Gaal traf als Kapitän seiner Mannschaft im Elfmeterschießen "ins Kreuzeck", wie er sich erinnert. "Aber ich glaube nicht, dass wir alten Männer spielen werden", sagt van Gaal.

Van Gaal kann Magath nicht lesen

Bei denen, die spielen sollen, lassen sich beide Coaches aber nicht in die Karten blicken. Van Gaal macht keinen Hehl daraus, dass es schwierig ist, seinen Gegenüber einzuschätzen: "Die Denkweise von Magath ist wichtig. Aber das ist schwierig für mich, weil er jedes Mal eine andere Aufstellung und Taktik wählt."

Auch van Gaal hält sich in Sachen Aufstellung noch bedeckt. Was man aber weiß: Arjen Robben trainierte am Freitag nicht mit der Mannschaft und flog auch am Freitagnachmittag nicht mit. Unklar ist noch, ob er Franck Ribery mit Blick auf ManUtd wirklich drei Spiele in Folge über 90 Minuten zumuten will.

Dafür dürfte der genesene Mario Gomez wieder auflaufen. Zudem empfahlen sich Hamit Altintop und Danijel Pranjic beim 2:1 gegen Manchester für weitere Aufgaben.

Ein anderer Louis van Gaal

Ob es ihm denn gelegen käme, jetzt wieder mehrere Alternativen für die Startelf zu haben, wollte ein Journalist von van Gaal wissen.

"Alternativen waren immer da. Nur Sie haben das anders gesehen", sprach van Gaal erbost und deutete dabei mit seinem Zeigefinger in die Runde. "Wenn Sie auf ein gefundenes Fressen aus sind und etwas anderes schreiben als die Fakten, dann bin ich auch ein anderer Louis van Gaal."

Die Stimmung ist gereizt vor dem Spitzenspiel auf Schalke. Vielleicht lag es aber auch nur am fehlenden Cappuccino.

Schalke - Bayern: Die voraussichtlichen Aufstellungen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung