Samstag, 13.03.2010

Bundesliga

Bremen in Hoffenheim ohne Özil

DFB-Pokalsieger Werder Bremen will bei 1899 Hoffenheim seine Ambitionen auf die Teilnahme am internationalen Geschäft untermauern (15.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY). Dabei müssen die Bremer allerdings auf Spielmacher Mesut Özil verzichten.

Mesut Özil spielt seit 2008 bei Werder Bremen
© Getty
Mesut Özil spielt seit 2008 bei Werder Bremen

Mittelfeldspieler Mesut Özil wird Werder Bremen beim Auswärtsspiel in Hoffenheim wegen Rückenproblemen fehlen. Trotzdem muss Bremen unbedingt weitere Punkte für das internationale Geschäft sammeln. In den vergangenen neun Pflichtspielen kassierte Werder nur eine Niederlage, auch das 1:1 beim FC Valencia dürfte für Selbstvertrauen gesorgt haben.

"Das war zwar ein intensives und sehr kräfteraubendes Spiel. Ich glaube aber trotzdem, dass wir nicht zu viel Substanz gelassen haben", sagt Werder-Coach Thomas Schaaf.

"Spiel gegen Labbadia zusätzliche Motivation"

"Wenn man gegen Bruno Labbadia spielt, ist das eine zusätzliche Motivation", sagt Bayer-Stürmer Patrick Helmes, der mit dem heutigen Hamburger Coach offenbar immer noch nicht seinen Frieden gemacht hat, vor dem Spiel gegen den HSV (17.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY).

Labbadia führte die Werkself in der vergangenen Saison zwar immerhin bis ins Pokalfinale, hatte am Ende seiner Amtszeit aber fast die gesamte Mannschaft gegen sich aufgebracht.

Sein Wechsel zum HSV wirkte für beide Seiten schließlich wie eine Erlösung. Jupp Heynckes, der die Nachfolge Labbadias bei Leverkusen antrat, will von den zurückliegenden Scharmützeln nichts mehr hören.

"Man sollte nie nachkarten"

"Ich registriere das in der Mannschaft überhaupt nicht. Im Leben sollte man sowieso nie nachkarten", meint der 64-Jährige, der nach dem Abrutschen auf den dritten Tabellenplatz ohnehin andere Sorgen hat: "Wir wollen uns den Gegner mit einem Sieg oder Remis weiter vom Leib halten. Die Tabellensituation ist wichtiger als alles andere."

Sollte die Partie gegen den HSV verloren gehen, würden die Hanseaten im Kampf um einen Champions-League-Platz bis auf vier Punkte an Bayer heranrücken. Der Zug nach oben wäre für die Rheinländer wohl fast schon abgefahren. Selbst über die "nervige" (Heynckes) Begrifflichkeit Vizekusen müsste man dann unter dem Bayer-Kreuz am Ende der Saison wohl froh sein.

"Das wird ein sehr interessantes Spiel", meint Heynckes, der auf die gelbgesperrten Toni Kroos und Stefan Reinartz verzichten muss. Hamburgs größter Hoffnungsträger wird derweil zumindest zu Beginn wohl auch nur Zuschauer sein. Superstar Ruud van Nistelrooy könnte von Labbadia nach der Energieleistung unter der Woche gegen den RSC Anderlecht eine Pause verordnet bekommen.

Kraft im Valencia-Spiel gelassen

"Ob er Sonntag spielen kann, weiß ich nicht", sagt Labbadia, dem Tomas Rincon wegen einer Gelbsperre nicht zur Verfügung steht: "Wir müssen schauen, wie er sich fühlt."

Sollte van Nistelrooy zum Bankdrücker werden, dürfte man in Leverkusen erleichtert durchatmen. Erwies sich der Niederländer in der Vergangenheit doch wiederholt als Bayer-Schreck. In vier Champions-League-Spielen gegen den Bundesligisten erzielte van Nistelrooy im Trikot von Manchester United vier Tore.

"Es hat immer Spaß gemacht, gegen sie zu spielen", meint der 33-Jährige. Es klingt wie eine Drohung.

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