Sevenpack zum 25. Spieltag

Ganz Deutschland ist wieder gegen Bayern

Von SPOX
Freitag, 05.03.2010 | 23:10 Uhr
In der Hinrunde erkämpften sich tapfere Kölner ein 0:0 beim FC Bayern
© Getty
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Der FC Bayern fühlt sich wieder wohl. In den 25. Spieltag (Samstag, 15.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) gehen die Münchner endlich wieder als gejagter Tabellenführer. In Bremen zittert man vor dem Angstgegner und in Hamburg könnte es Gelbsperren hageln. In Freiburg steigt der ultimative Krisengipfel und der VfL Wolfsburg will die Arminia aus Bielefeld überholen.

1. FC Köln - Bayern München

Duell des Spiels: Alle gegen den Tabellenführer. Letzten Sonntag war es also so weit. Nach 57 langen Spieltagen dürfen sich die Bayern mal wieder Tabellenführer schimpfen. Der Jäger wird zum Gejagten. Spätestens jetzt heißt es wieder: Ganz Deutschland ist gegen die Bayern - und damit für den Gegner aus Köln. Sogar Leverkusen.

Zahl des Spiels: 17. 2:3, 3:3 und 1:5. Macht in der Addition 17 Tore, die in den drei Kölner Heimspielen im Jahr 2010 gefallen sind. Eigentlich kaum zu fassen, wenn man sich 0:0, 1:0 und 0:1 aus der Hinrunde erinnert.

Zitat des Spiels: "Wir müssen sie doppeln, denn im direkten Duell hat kaum ein Spieler eine Chance gegen die beiden." Kölns Trainer Zvonimir Soldo hat einen Plan gegen Bayerns Flügelachse Robben und Ribery.

Werder Bremen - VfB Stuttgart

Das Duell des Spiels: Werder gegen den Angstgegner. Letzte Saison gab es zwar ein klares 4:0 gegen den VfB. Und trotzdem erzittert das Weserstadion, wenn die Schwaben vor der Tür stehen. Gegen kein anderes Team hat Werder zu Hause öfter verloren als gegen Stuttgart. Zwölf Mal in 42 Spielen.

Die Zahl des Spiels: 84,1. Eine Prozentzahl, die in der Schule manchmal für die Note 1 reicht und in der Wahl zum Fußballer des Monats einen neuen Rekord bedeutet. Cacau ließ die Konkurrenz geschmeidig hinter sich, so eindrucksvoll siegte noch nie ein Spieler in der Wahl. Sieben Tore in acht Spielen waren dann irgendwie doch Argument genug.

Zitat des Spiels: "Der Fuß ist gebrochen, alles voller Blut." Tim Wiese, nachdem er sich im Abschlusstraining erneut verletzt hatte. War aber nicht ganz Ernst gemeint. "Tim hat eine leichte Prellung erlitten und wird behandelt", trifft es Thomas Schaaf schon realistischer. Trotzdem: Einsatz gefährdet.

Hamburger SV - Hertha BSC

Duell des Spiels: Power-Beginn gegen Power-Arne. Die Hamburger sind die Frühstarter der Liga. 13 Tore in der Anfangsviertelstunde, da kann keiner mithalten. Die Hertha kommt gerade mal auf zwei Törchen (schlechtester Wert). Hertha hält mit Arne Friedrich dagegen. Der traf bei insgesamt 14 Bundesligatoren schon dreimal gegen den HSV. So auch im Hinspiel (1:3) - zum zwischenzeitlichen 1:0. Und zwar in der Anfangsviertelstunde.

Zahl des Spiels: 7. Gleich sieben Spielern droht bei einer Verwarnung eine Gelbsperre. Dennis Aogo, Jerome Boateng, Guy Demel, Eljero Elia, Tomas Rincon, Fabian Lustenberger und Cicero gehen alle mit vier Gelben Karten in die Partie.

Zitat des Spiels: "Wir sind stark genug, um in den kommenden Spielen eine Serie zu starten!" Egal ob - wie hier - Bruno Labbadia, Joris Mathijsen oder Ze Roberto. Seit der Niederlage in München sprechen alle Hamburger von der kommenden Siegesserie.

Eintracht Frankfurt - Schalke 04

Duell des Spiels: Halil Altintop gegen die alten Kameraden. In der Vorrunde kam Altintop bei Schalke nur zu sechs Einsätzen (nie über die volle Distanz) und flüchtete ohne Tor zur Eintracht. Dort läuft es besser: ein Tor in fünf Spielen. Für Ex-Coach Magath ist Altintop ein Spieler, der "stets für Gefahr sorgen" kann.

Zahl des Spiels: 52,3. Dies ist der Prozentsatz der gewonnenen Zweikämpfe der Eintracht. Das ist Bundesliga-Topwert. Und S04? Die Schalker liegen in dieser Saison mit 48,4 Prozent überraschenderweise nur auf Platz 16.

Zitat des Spiels: "Ähnlich wie wir tut sich auch die Eintracht im Spiel nach vorne häufig schwer." Felix Magath spricht über Gemeinsamkeiten zwischen Schalke und Frankfurt.

SC Freiburg - Hannover 96

Duell des Spiels: Mirko Slomka gegen Robin Dutt. Während der Freiburger Trainer trotz Krise fest im Sattel sitzt, braucht Slomka in seinem siebten Spiel auf der 96-Bank endlich den oder die ersten Punkt(e). Bei einer neuerlichen Niederlage würde Slomkas Stuhl erheblich wackeln. Doch der Coach bleibt ruhig: "Damit beschäftige ich mich gar nicht". Freiburgs Dutt freut sich dagegen, dass der SC noch vor Hannover steht und damit weniger Druck hat: "Ich möchte mit Slomka nicht tauschen."

Zahl des Spiels: 23. Addiert man die sieglosen Bundesligaspiele beider Teams, so erhält man diese magische Zahl. Hannover ist seit 13 Spielen ohne Sieg und holte dabei zwei Punkte. Der SC Freiburg kann mit immerhin zehn sieglosen Spielen mithalten, in denen er vier Punkte sammelte. Freiburg gewann zuletzt im November 2009, Hannover im Oktober.

Zitat des Spiels: "Wenn wir zu Null spielen, reichen zwei Tore. Unter Umständen reicht auch ein Tor - wenn wir zu Null spielen." Robin Dutt bei der Pressekonferenz auf die Frage, ob zwei Tore zum Sieg gegen Hannover 96 reichen würden. Freiburg ist seit sechs Heimspielen ohne Tor.

VfL Wolfsburg - VfL Bochum

Duell des Spiels: Meistersturm gegen Abwehrbollwerk. Grafite und Dzeko kommen in der Rückrunde wieder richtig ins Rollen. Grafite erzielte in den letzten sechs Pflichtspielen sechs Tore. Interessant: Seit Köstner die Wölfe trainiert, traf in jedem Spiel zumindest einer seiner beiden Stürmer. Dagegen stehen Heiko Herrlichs Defensivkünstler. Nur zwei Gegentore in den letzten fünf Spielen.

Zahl des Spiels: 597. Genau 597 Punkte holte der VfL Wolfsburg bisher in 432 Bundesligaspielen. Mit einem Sieg über Bochum hätten die Wölfe die 600 erreicht und würden in der ewigen Tabelle der Bundesliga an Arminia Bielefeld (598 Punkte) auf Platz 21 vorbeiziehen. Mehr ist aber vorerst nicht zu erreichen. Auf Platz 20 steht Hannover mit 841 Punkten.

Zitat des Spiels: "Ehrlich gesagt hatte ich gar keine Ahnung, bis ich gestern Abend darüber informiert worden bin. Normalerweise zähle ich meine Einsätze nicht. Aber ich freue mich natürlich." Lorenz-Günther Köstner steht vor seinem 100. Bundesligaspiel als Trainer.

Borussia Dortmund - Mönchengladbach (18.30 Uhr)

Duell des Spiels: Sebastian Kehl gegen die gesamte Gladbach-Offensive, einschließlich Ex-Borusse Marco Reus. Gegen Gladbach steht der Dortmunder Kapitän nach über neun Monaten Verletzungspause (Sehnenverletzung am Schambein) erstmals in dieser Saison in der Startelf. Für den verletzten Sven Bender rückt er ins defensive Mittelfeld neben Sahin. Dort wird ihm das ein oder andere Mal auch Marco Reus über den Weg laufen. Der U-21-Nationalspieler, der sich nach überstandener Innenbanddehnung rechtzeitig fit meldete, dürfte besonders motiviert sein, läuft er doch in seiner Geburtsstadt gegen jenen Klub auf, der ihn 2006 nach der B-Jugend ausmusterte. Pikant: Reus hat noch diverse Freunde aus der alten Zeit - alles BVB-Fans.

Zahl des Spiels: 12. In der Saison 1977/78 fertigte Gladbach den BVB mit 12:0 ab. Bis heute der höchste Sieg in der Bundesliga-Geschichte. Eingefahren allerdings im Düsseldorfer Rheinstadion und nicht in Dortmund. Dort konnten die Fohlen am 18. April 1998, also vor fast zwölf Jahren, das letzte Mal gewinnen. 1:2 aus Dortmunder Sicht. Ohne Doppelpunkt ist das schon wieder die 12...

Zitat des Spiels: "In Dortmund vor 80.000 zu spielen ist ein Anreiz für jeden Spieler, über die Schmerzgrenze hinaus zu gehen." Marco Reus in der "Westdeutschen Zeitung".

Der 25. Spieltag im Überblick

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