Mittwoch, 17.03.2010

7 Klubs - 7 Brennpunkte

Frankfurt: Mit Rambo gegen die Bayern

Eintracht Frankfurt geht dezimiert ins Bayern-Spiel und setzt daher auf den Amerikaner Ricardo Clark. Sein Kampfname: Rambo. Seine Stärken: Härte und Aggressivität. Außerdem: Bremens Tim Borowski verkommt zur Verschiebemasse und Borussia Mönchengladbach hat den unersetzlichen Thorben Marx wieder.
 

Frankfurts Ricardo Clark ist nur ausgeliehen und kämpft um eine Weiterbeschäftigung
© Imago
Frankfurts Ricardo Clark ist nur ausgeliehen und kämpft um eine Weiterbeschäftigung

Eintracht Frankfurt: Dummheit oder Pech? Auf jeden Fall fehlen der Eintracht gegen die Bayern mit Ochs (5. Gelbe), Franz und Teber (beide Gelb-Rot) drei Leistungsträger. Franz wird von Jung ersetzt, Ochs wohl von Caio oder Korkmaz. Und Teber? Für den zentralen Mittelfeldspieler könnte der US-Nationalspieler Clark sein Bundesliga-Debüt feiern. Clark wurde in der Vergangenheit als "Rambo" tituliert, weil er in den Staaten als extrem robuster Spieler auffiel und nach einer Tätlichkeit für neun Spiele gesperrt wurde. Jetzt hofft der ausgeliehene Clark, sich mit einer guten Leistung für einen neuen Vertrag zu empfehlen. "Ich spiele hart und aggressiv", sagt er. Ob das für die Bayern reicht?

Werder Bremen: Borowskis Geschichte klang vor einigen Jahren wie ein Märchen. Es war einmal ein Fußballer, der dank Technik, Spielintelligenz und Torgefährlichkeit zu den begehrtesten Mittelfeldspielern des Landes gehörte. Diese Zeiten sind vorbei, spätestens seit Bremen nicht mehr zwingend auf ein 4-4-2 mit Raute setzt, sondern immer häufiger mit einem flachen 4-4-2 oder einem 4-2-3-1 aufläuft. Der für die Halbpositionen in der Raute prädestinierte Borowski wird seitdem hin- und hergeschoben. In Hoffenheim auf die rechte Außenbahn, in Valencia auf die Doppel-Sechs, zwei Wochen zuvor in Mainz hinter die Spitze. Nach wie vor genießt der 29-Jährige hohen Stellenwert bei Trainer Schaaf - doch zusehends läuft ihm die Konkurrenz den Rang ab. Als defensiver Mittelfeldspieler ist Frings gesetzt, außerdem haben ihn der vielseitige Bargfrede und auch der fleißige Niemeyer überholt.

VfL Bochum: Das Verhältnis zwischen Trainer Herrlich und Azaouagh gilt als professionell angespannt. Unter Herrlich ist der technisch vielleicht beste Bochumer nicht mehr als ein Ergänzungsspieler - und das wird  erstmal so bleiben. Obwohl Azaouagh nach seiner Einwechslung gegen Dortmund zu den Besten gehörte und Konkurrent Maric die Rote Karte sah, wird er in Bremen wohl zunächst auf der Bank sitzen. Der Grund: Herrlich will die zuletzt arg wackelige Abwehr (zwei 1:4-Pleiten in Folge) mit einem defensivstärkeren Akteur stabilisieren. Herrlich: "Die Tendenz ist, dass Johansson für Maric spielt. Dass er das kann, hat er schon bewiesen."

Borussia Mönchengladbach: Marx ist einer der am meisten unterschätzten Spieler der Bundesliga. Kaum jemand nimmt Notiz von ihm, doch wenn er mal fehlt, wird er in Gladbach schmerzlich vermisst. Dessen Ausfall ist auch einer der Hauptgründe dafür, dass die Fohlen die beiden letzten Partien mit einem Torverhältnis von 0:7 verloren. Vertreter Meeuwis spielt zu schwach, um Marx auf der wichtigen Doppel-Sechs-Position zu ersetzen. Jetzt ist Marx jedoch von seiner hartnäckigen Reizung am Schambein genesen und steht in Köln im Kader. Sollte es nicht für die Startelf reichen, könnte Meeuwis aber auch von Neustädter oder Jantschke verdrängt werden.

Die Stadion-Top-10 der "Times"
Platz 1: Signal Iduna Park von Borussia Dortmund. Das beeindruckt nicht nur die Engländer. Mit 80.552 Plätzen ist es Deutschlands größtes reines Stadion. Die Südtribüne ist legendär
© Getty
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Platz 1: Signal Iduna Park von Borussia Dortmund. Das beeindruckt nicht nur die Engländer. Mit 80.552 Plätzen ist es Deutschlands größtes reines Stadion. Die Südtribüne ist legendär
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Platz 2: San Siro, Mailand. Offizieller Name: Giuseppe Meazza. Laut "Times" erinnert die Arena an ein Raumschiff, das es mit dem Todesstern aufnehmen könnte - und gewinnt!
© Getty
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Platz 2: San Siro, Mailand. Offizieller Name: Giuseppe Meazza. Laut "Times" erinnert die Arena an ein Raumschiff, das es mit dem Todesstern aufnehmen könnte - und gewinnt!
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Platz 3: Liverpools Anfield. Obwohl es nur Sitzplätze (rund 45.000) gibt, ist die "The Kop"-Fantribüne legendär. Furchteinflößend: Das "This is Anfield!"-Banner im Spielertunnel
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Platz 3: Liverpools Anfield. Obwohl es nur Sitzplätze (rund 45.000) gibt, ist die "The Kop"-Fantribüne legendär. Furchteinflößend: Das "This is Anfield!"-Banner im Spielertunnel
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Platz 4: Das Inönü-Stadion von Besiktas Istanbul. Weder Galas, noch Feners Stadion hat die "Times" überzeugt. Dank der nahen Lage am Bosporus gewinnt die Inönü-Arena
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Platz 4: Das Inönü-Stadion von Besiktas Istanbul. Weder Galas, noch Feners Stadion hat die "Times" überzeugt. Dank der nahen Lage am Bosporus gewinnt die Inönü-Arena
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Platz 5: Die Allianz Arena in München. Die "Times" bezeichnet das Stadion liebevoll als "weggeworfenen Autoreifen". Es sei interessanter als manche Teams, die darin spielen...
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Platz 5: Die Allianz Arena in München. Die "Times" bezeichnet das Stadion liebevoll als "weggeworfenen Autoreifen". Es sei interessanter als manche Teams, die darin spielen...
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Platz 6: Bernabeu-Stadion, Madrid. Laut "Times" der "böse Zwillingsbruder" von Nou Camp. Hat Platz für 80.000. Benannt nach Reals Präsident Santiago Bernabeu (1943-1978)
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Platz 6: Bernabeu-Stadion, Madrid. Laut "Times" der "böse Zwillingsbruder" von Nou Camp. Hat Platz für 80.000. Benannt nach Reals Präsident Santiago Bernabeu (1943-1978)
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Platz 7: La Bombonera, Stadion der Boca Juniors. Gäbe es dort europäische Sicherheitsstandards - es wäre dicht. Das Stadion wackelt, wenn die Fans springen
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Platz 7: La Bombonera, Stadion der Boca Juniors. Gäbe es dort europäische Sicherheitsstandards - es wäre dicht. Das Stadion wackelt, wenn die Fans springen
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Platz 8: Das Stadion von Dinamo Bukarest. 1956 eröffnet, nur 15.000 Fans passen rein. Schön ist anders, aber die Laufbahn und Stalin-Statuen am Eingang gefallen der "Times"
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Platz 8: Das Stadion von Dinamo Bukarest. 1956 eröffnet, nur 15.000 Fans passen rein. Schön ist anders, aber die Laufbahn und Stalin-Statuen am Eingang gefallen der "Times"
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Platz 9: Nou Camp, Barcelona. Das größte Fußball-Stadion Europas (99.000 Plätze). Bei guten Spielen ein geiler Ort, ansonsten tödlich langweilig. Sagt die "Times"
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Platz 9: Nou Camp, Barcelona. Das größte Fußball-Stadion Europas (99.000 Plätze). Bei guten Spielen ein geiler Ort, ansonsten tödlich langweilig. Sagt die "Times"
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Platz 10: Craven Cottage, FC Fulham. Mehr deutsche als englische Stadien in den Top 10? Geht gar nicht, meint die "Times" und schwört auf das kleine Stadion mit den rostigen Sitzen
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Platz 10: Craven Cottage, FC Fulham. Mehr deutsche als englische Stadien in den Top 10? Geht gar nicht, meint die "Times" und schwört auf das kleine Stadion mit den rostigen Sitzen
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FC Schalke 04: Dass Trainer Magath nicht auf persönliche Befindlichkeiten achtet, wurde erst vor dem Stuttgart-Spiel (2:1) wieder deutlich. Wegen schlechter Trainingsleistungen flog sogar der von ihm protegierte Zambrano zusammen mit Sanchez aus dem Kader. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für den 20-jährigen Peruaner, denn derzeit tobt in der Abwehr ein Konkurrenzkampf wie noch nie in dieser Saison: Bordon, Höwedes, Westermann, Rafinha und Schmitz (derzeit im Mittelfeld eingesetzt) sind allesamt fit und bleiben wohl in der Startelf.

Hannover 96: Mit zwei Siegen in Folge krabbelt Hannover langsam aus dem Tabellenkeller. Ein Gesicht des Aufschwungs: Andreasen, der nach langer Verletzungspause nicht nur wegen seines Treffers ein sehr gutes Spiel gegen Frankfurt ablieferte. Oder Schmiedebach: In den letzten drei Spielen stand der 21-jährige Rechtsverteidiger in der Startelf und wirkte erstaunlich abgeklärt.

Hertha BSC: Berlin beginnt mit den Planungen für die 2. Liga und bereitet sich bereits darauf vor, eine komplett neue Mannschaft zusammenstellen zu müssen, weil die meisten Stammspieler wohl nicht zu halten sein werden. Was für den Verein den GAU bedeutet, könnte sich für die Talente in der zweiten Reihe als Segen erweisen. Radjabali-Fardi, Bigalke, Hartmann, Perdedaj und Riedel gelten allesamt als hochtalentiert, bekamen jedoch wenn überhaupt nur wenige Einsatzchancen. Sollte der Abstieg mehr oder weniger feststehen, spricht nichts dagegen, dem Nachwuchs mit Blick auf die 2. Liga mehr Vertrauen entgegenzubringen. Ein Geheimtipp für die Zukunft: Abu-Bakarr Kargbo, ein 17-jähriger Stürmer aus der Jugend, der bereits in der Zweiten auflief.

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