Alternative Liste - 28. Spieltag

Ihr seid dran, Hosenscheißer!

Von Oliver Kucharski
Montag, 29.03.2010 | 16:10 Uhr
Kann das Internet in einem Satz erklären: Bruno Labbadia!
© Getty
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Do13:35
FC Bayern München -
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Do19:00
Sturm Graz -
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Copa Sudamericana
Fr00:15
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Fr20:30
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Mo18:30
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Di18:30
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Mi00:15
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Mi19:00
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Mi19:45
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Brügge
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Do00:15
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Do02:45
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Flamengo
Copa Sudamericana
Do02:45
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Copa Sudamericana
Fr02:45
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Deportivo Cali
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Fr20:00
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Nimes
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Fr20:30
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Fr20:45
Monaco -
Toulouse
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Fr20:45
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Derby
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Kashiwa -
Kobe
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Sa13:30
Celtic -
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Sa16:00
Crystal Palace -
FC Schalke 04
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Sa16:00
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Norwich
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Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:15
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
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Guingamp
Ligue 1
Sa20:00
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Caen
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Sa20:00
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
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Turin
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So17:00
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Bordeaux
Club Friendlies
So17:00
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
So19:00
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal
Copa Libertadores
Mi02:45
River Plate -
Guarani
J1 League
Mi12:00
Shimizu -
Osaka
J1 League
Mi12:00
Kobe -
Kashima
League Cup
Mi20:45
Colchester -
Aston Villa
Copa Libertadores
Do00:15
Gremio -
Godoy Cruz
Club Friendlies
Do02:00
Sevilla -
AS Rom

Drei zusätzliche Abstiegsplätze, anständige Gegner für Schalke und Gerechtigkeit für Hertha: Nach dem unschönen 28. Spieltag stellt die Alternative Liste knallharte Forderungen.

1. Onkel Kevin: Auch wenn der BVB nicht wirklich was gerissen hat: Unsere allerherzlichsten Glückwünsche gehen nach Dortmund. An Kevin Großkreutz. Denn der ist seit dieser Woche glücklicher Patenonkel eines Schabrackentapirs im Dortmunder Zoo. Das Schabrackentapir trägt den Namen Kevin Mogli, und für Kevin Großkreutz ist das nach eigener Aussage eine "große Sache", die ihm "sehr viel Spaß" macht. Und wer jetzt glaubt, dieser Stuss sei ja nur ausgedacht, wie der meiste Stuss, der immer in der Alternativen Liste steht, der klicke hier und überzeuge sich selbst. Eure Glückwünsche bitte unten in den Kommentaren, wir leiten das dann weiter.

2. Rasen-Gate: Aber zum Sportlichen. Auf den Platz. Denn da liegt die Wahrheit. Und das wissen spätestens jetzt auch die Bayern. Vor diesem Spieltag gab es ja dieses unselige Genöle: Schalke? Kloppertruppe! Hat mit Fußball nichts zu tun! Kann nur auf Rumpelacker! Bestraft der liebe Gott! Und vor dem Spiel in Leverkusen also alle so: Achtung Schalke, höhö, da liegt ein richtiger Rasen jetzt, da werdet ihr hergespielt, und dann ist Schluss mit Eurem Horrortrip. Und dann fängt Schalke also das Zaubern an, spielt die Schönspieler der Liga mal lässig an die Wand, und Leverkusen ist chancenlos, und Kevin Kuranyi macht zwei Tore, und Schalke ist Tabellenführer und Kuranyi der beste Torjäger der Liga. Dem FC Bayern ins Gesicht.

3. Auf Schalker Art: Bereits in Meisterform sind die Schalker Fans. Hatten die BayArena komplett im Griff. Nicht nur, dass jeder einzelne Sprechchor auch im TV bestens zu vernehmen war, nein, da waren teilweise auch richtig sympathische Neuschöpfungen dabei. Zum Beispiel diese: "Jogi, mach die Augen auf. Jogi, mach die Augen auf. Jogi, mach die Augen auf. - Du Wichser." Lassen wir mal so stehen. Ist bestimmt nicht so gemeint.

4. Wett-Tipp: Kurzer Service für all diejenigen, die jetzt sagen: "Ach, ist doch erst 28. Spieltag, da ist nichts entschieden, da kann noch so viel passieren." Höret, Naivlinge: Sollte Schalke das Heimspiel gegen die Bayern nicht verlieren, dann lautet das Restprogramm bei mindestens zwei Punkten Vorsprung also: Hannover (A), Gladbach (H), Hertha (A), Bremen (H), Mainz (A). Falls also noch irgendjemand eine Meisterwette auf Schalke platzieren möchte: Er möge es vor dem Bayern-Spiel tun. Danach wird es aller Voraussicht nach nicht mehr möglich sein.

5. Alles falsch: Was an Bayern-Krisen (zweite Pleite in Folge!!) bisschen nervt, sind die Journalisten, die von Louis van Gaal vermutlich mal so richtig schön abgekanzelt worden waren, als die Bayern gerade mal keine Krise hatten, denn wenn die Bayern keine Krise haben, dann kanzelt Louis van Gaal die Journalisten ja ganz gern mal ganz ordentlich ab, und offenbar hat also auch Hansi Küpper mal das Vergnügen gehabt, denn jetzt, in der Bayern-Krise, da kanzelte er plötzlich zurück, und zwar im Doppelpass, und das minutenlang und ohne jedes Maß, dafür aber mit ganz viel Stammtisch und Polemik und Unsinn, und man möchte lieber nicht Hansi Küpper sein, wenn die Bayern demnächst mal wieder keine Krise haben und Louis van Gaal mit ihm mal wieder ins eins gegen eins geht. Von Seiten Hansi Küppers ist das sehr, sehr kurzsichtig gedacht.

6. Ach, Werder: Was ebenfalls sehr nervt, ist Werder Bremen. Dass die nicht einfach mal unspektakulär und bieder können. Mal ein dreckiges Einsnull ohne besondere Vorkommnisse. Aber nein, können die nicht. Da muss es immer erst Spektakel und Achterbahn und Aufholjagd und Krimi geben. Egal, wie der Gegner heißt. Gegen Nürnberg: Dreinull geführt. Zur Pause. Und trotzdem noch die Flatter gekriegt. Bis zur Erlösung in der Neunzigsten. Gegen Nürnberg. Und Per Mertesacker grinst sich hinterher eins und sagt allen Ernstes, das mache ja auch den besonderen Reiz von Werder Bremen aus. Per Mertesacker findet bestimmt auch Schabrackentapire cool.

7. Eingreifen, DFL! Und wo wir schon beim Unvermögen sind: Ein Blick in den Keller. Da ist es finster. Und spannend. Der heiße Kampf um den Abstieg. Ja, "um", nicht "gegen". Denn so spielen die ja. Als ob sie es kaum noch erwarten könnten. Endlich wieder nach Paderborn und Bielefeld und Aachen. Herrlich! Bochum also: Lässig zuhause gegen Frankfurt abgeschenkt. Nürnberg: Mickrige zwei Törchen in Bremen. Freiburg: Einseins gegen zwei oder drei Hoffenheimer. Hannover: Einsvier gegen sich selbst. Das ist schon wirklich sagenhaft. Und die DFL sollte dringend reagieren. Zweieinhalb Abstiegsplätze reichen definitiv nicht aus, um alle glücklich zu machen.

8. Vielleicht? Wobei die Hertha hier absichtlich ausgeklammert wurde. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz will die offenbar drin bleiben. Sah gegen Dortmund zumindest so aus. Doch leider wollten die Schiedsrichter nicht. Zum xten Mal das große Hertha-Pech. Weshalb die AL nun einen letzten Strohhalm zur Güte anbietet: Vergangene Saison: Hertha hatte das Glück aller Welten, und das bis kurz vor Saisonende, und so wären die fast Meister geworden, doch dann, kurz vor Schluss, war es plötzlich weg, das Glück, und Hertha ward doch nicht Meister. - Und vielleicht wird man nächstes Jahr nun folgendes sagen: Vergangene Saison: Hertha hat das Pech aller Welten, und das bis kurz vor Saisonende, und so wären die fast abgestiegen, doch dann, kurz vor Schluss, war es plötzlich weg, das Pech, stattdessen regierte das Glück, das alles, alles, alles aufwog, und die Hertha stieg nicht ab. Wir würden dieses "vielleicht" zwar sehr groß schreiben wollen, es ist aber immerhin ein "vielleicht". Und es wäre ja auch rund, irgendwie. Drum: Die AL geht voran und setzt fünf Euro auf die Hertha.

9. Regelkunde: Zu diesem Tor des Fanis Gekas sagte Jürgen Klopp später: Das wäre ganz klar kein Tor, denn Gekas war im Abseits, und nur weil er da stand, hätte Santana ja überhaupt erst geköpft, denn sonst hätte er den Ball zu Weidenfeller durchlaufen lassen, doch das ging ja nicht, denn Gekas stand da, und nur deshalb hätte er geköpft usw. usf. Doch genau dies, Jürgen Klopp, ist Unsinn. Denn genau WEIL Gekas im Abseits stand, hätte Santana durchlaufen lassen müssen, denn DANN wäre zu Recht abgepfiffen worden, doch genau DAS hat Santana ja nicht umrissen, drum hat er geköpft und eine neue Spielsituation kreiert und damit das reguläre Tor ermöglicht. Verstehen Sie, was wir meinen? In kurz: Sie haben da Unrecht, Jürgen Klopp.

10. Schade: Aber kurz noch zu Köln: Höchster Saisonsieg! Ohne Podolski! Und da macht man sich natürlich sofort ran und recherchiert: Wie viele Siege hat der Effzeh ohne Podolski eingefahren? Denn gefühlt spielt Köln ja viel besser, wenn Podolski nicht dabei ist. Und wenn sich das nun durch klare Zahlen belegen ließe, dann würde sich das freilich sehr anbieten, die AL mit einem kleinen Effzeh-Diss abzurunden und dabei vielleicht auch gleich noch bisschen Druck auf Jogi Löw zu machen, Podolski zuhause zu lassen und Kuranyi mitzunehmen. Allein: Es lässt sich nicht belegen. Sieben Siege. Vier davon mit, drei ohne Podolski. Immerhin: Es waren die letzten drei. Aber das ist selbst der AL zu dürftig. Also lassen wir das, nichts für ungut, Effzeh-Fans.

11. Hosenscheißer: Und bevor es jetzt hier in den Kommentaren wieder darum geht, dass Voegis Liga-Lehren in der Tat und ohne Frage wieder mal viel besser sind als die AL: Schreibt doch heute mal Eure Meinung zu Bruno Labbadia: Denn der hat kürzlich gesagt: "Wissen Sie, heutzutage kann man im Internet unter einem Pseudonym alles schreiben. Solche Leute sind für mich Hosenscheißer." Und damit hat er nicht zuletzt ja sicher auch Euch gemeint, der Bruno Labbadia. Wie findet Ihr das?

Der 28. Spieltag im Überblick

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