DFL will Mitspracherecht im Schiedsrichterwesen

SID
Donnerstag, 11.02.2010 | 11:49 Uhr
DFL-Boss Christian Seifert hält eine Umstrukturierung des Schiedsrichterwesen für sinnvoll
© Getty
Advertisement
League Two
Coventry -
Exeter
Friendlies
Portugal -
Tunesien
Friendlies
Argentinien -
Haiti
Friendlies
England -
Nigeria
Friendlies
Island -
Norwegen
Friendlies
Brasilien -
Kroatien
Friendlies
Norwegen -
Panama
Friendlies
England -
Costa Rica
Friendlies
Portugal -
Algerien
Friendlies
Island -
Ghana
Friendlies
Schweiz -
Japan
Friendlies
Dänemark -
Mexiko
Friendlies
Österreich -
Brasilien

Unruhige Zeiten für Deutschlands Unparteiische: Während der "Fall Amerell" die Medien beschäftigt, fordert die Deutsche Fußball Liga eine Mitbestimmung im Schiedsrichterwesen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) nutzt die Tumulte im Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um Manfred Amerell und macht sich für eine Mitbestimmung stark. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass man das Schiedsrichterwesen in eine eigene Einheit als Joint Venture zwischen DFB und DFL ausgliedert", sagte DFL-Boss Christian Seifert der Frankfurter Rundschau.

Umstrukturierung dringend nötig

Seifert hält eine Umstruktierung des Schiedsrichterwesens für dringend nötig: "Die Bundesliga ist eine Milliardenindustrie, in der sich alles professionalisiert. Deshalb ist es keine Frage, dass ein so elementarer Bereich wie das Schiedsrichterwesen den Weg mitgehen muss." Beim DFB verweist man dagegen auf die Regularien des Weltverbandes FIFA, wonach das Schiedsrichterwesen unabhängig von den Vereinen organisiert sein soll.

Beim DFB hatte der für das Schiedsrichterwesen zuständige Vizepräsident Rainer Koch den Aufgabenbereich am Mittwoch abgegeben. Koch fühlt sich vom Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichterausschusses, Volker Roth, übergangen, weil dieser ihn über Vorwürfe gegen das bisherige Schiedsrichterausschuss-Mitglied Amerell nicht informiert hatte.

Fandel potenzieller Nachfolger von Roth

Roth wies eigene Fehler zurück. "Nach den DFB-Statuten ist der Präsident zu informieren und nicht der Vizepräsident. Genau das habe ich getan", sagte Roth dem Fachmagazin kicker.

Allerdings sind die Machtbefugnisse von Roth bei der Ansetzung der Unparteiischen vielen Kritikern ohnehin ein Dorn im Auge. Fraglich ist, ob der 68-Jährige, der beim DFB-Bundestag im Oktober in Essen nach 15 Jahren als Schiedsrichter-Chef abgelöst werden soll, möglicherweise vorzeitig über den "Fall Amerell" stolpert. Als designierter Nachfolger von Roth gilt der ehemalige FIFA-Referee Herbert Fandel.

Amerell bestreitet, Koch gibt Aufgabenbereich ab

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung