Bundesliga

DFL will Mitspracherecht im Schiedsrichterwesen

SID
Donnerstag, 11.02.2010 | 11:49 Uhr
DFL-Boss Christian Seifert hält eine Umstrukturierung des Schiedsrichterwesen für sinnvoll
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo

Unruhige Zeiten für Deutschlands Unparteiische: Während der "Fall Amerell" die Medien beschäftigt, fordert die Deutsche Fußball Liga eine Mitbestimmung im Schiedsrichterwesen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) nutzt die Tumulte im Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um Manfred Amerell und macht sich für eine Mitbestimmung stark. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass man das Schiedsrichterwesen in eine eigene Einheit als Joint Venture zwischen DFB und DFL ausgliedert", sagte DFL-Boss Christian Seifert der Frankfurter Rundschau.

Umstrukturierung dringend nötig

Seifert hält eine Umstruktierung des Schiedsrichterwesens für dringend nötig: "Die Bundesliga ist eine Milliardenindustrie, in der sich alles professionalisiert. Deshalb ist es keine Frage, dass ein so elementarer Bereich wie das Schiedsrichterwesen den Weg mitgehen muss." Beim DFB verweist man dagegen auf die Regularien des Weltverbandes FIFA, wonach das Schiedsrichterwesen unabhängig von den Vereinen organisiert sein soll.

Beim DFB hatte der für das Schiedsrichterwesen zuständige Vizepräsident Rainer Koch den Aufgabenbereich am Mittwoch abgegeben. Koch fühlt sich vom Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichterausschusses, Volker Roth, übergangen, weil dieser ihn über Vorwürfe gegen das bisherige Schiedsrichterausschuss-Mitglied Amerell nicht informiert hatte.

Fandel potenzieller Nachfolger von Roth

Roth wies eigene Fehler zurück. "Nach den DFB-Statuten ist der Präsident zu informieren und nicht der Vizepräsident. Genau das habe ich getan", sagte Roth dem Fachmagazin kicker.

Allerdings sind die Machtbefugnisse von Roth bei der Ansetzung der Unparteiischen vielen Kritikern ohnehin ein Dorn im Auge. Fraglich ist, ob der 68-Jährige, der beim DFB-Bundestag im Oktober in Essen nach 15 Jahren als Schiedsrichter-Chef abgelöst werden soll, möglicherweise vorzeitig über den "Fall Amerell" stolpert. Als designierter Nachfolger von Roth gilt der ehemalige FIFA-Referee Herbert Fandel.

Amerell bestreitet, Koch gibt Aufgabenbereich ab

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung