Freitag, 26.02.2010

Bundesliga

Nerlinger gegen Siegenthalers Doppelfunktion

Bayern Münchens Sportdirektor Christian Nerlinger hat sich gegen die doppelte Funktion von Urs Siegenthaler als Hamburgs Sportchef und DFB-Chefscout ab August 2010 ausgesprochen.

Spricht kurz vor dem Spiel gegen den HSV über dessen zukünftigen Sportchef: Christian Nerlinger
© Getty
Spricht kurz vor dem Spiel gegen den HSV über dessen zukünftigen Sportchef: Christian Nerlinger

Bayern Münchens Sportdirektor Christian Nerlinger hat sich gegen eine Doppelfunktion des designierten HSV-Sportchefs Urs Siegenthaler ausgesprochen.

Laut Vertrag mit dem Hamburger SV kann Siegenthaler auch nach seinem Amtsantritt am 1. August weiter Spiele im Auftrag des DFB beobachten.

"Unguter Beigeschmack"

"Ich halte das für eine unglückliche Konstellation. Da entsteht sehr leicht ein unguter Beigeschmack. Nach meiner Ansicht ist man als Sportchef bei einem Klub wie dem HSV auch mehr als ausgelastet. Wie übrigens auch als Chefscout beim DFB", sagte Nerlinger in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt".

Der ehemalige Nationalspieler fordert zudem, dass nicht mehr die Vereine die Honorare von Spielerberatern zahlen sollen: "Wir müssen endlich erreichen, dass die Spieler ihre Berater selbst zahlen, nicht der Verein. So wie jeder normale Bürger seinen Steuerberater auch selbst zahlt. Das wird ein schwieriger Weg, wäre aber logisch und würde Transparenz in die Branche bringen. Aber wenn sich die Klubs international einigen, keine Provisionen mehr zu zahlen, ist das machbar."

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