Freitag, 26.02.2010

Bayern-Präsident Hoeneß bezieht Stellung

"Hätte erwartet, dass er sich den Arsch aufreißt"

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat in einer Interview-Reihe gleich mehrere heiße Themen angesprochen und dabei in Sachen Jörg Butt, Michael Rensing, Manuel Neuer und Franck Ribery klar und ungewohnt kritisch Stellung bezogen. Zudem überraschte Hoeneß mit einem Jobangebot für Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner.

Uli Hoeneß war bis Novemner 2009 Manager beim FC Bayern München
© Getty
Uli Hoeneß war bis Novemner 2009 Manager beim FC Bayern München

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich ganz klar für Jörg Butt als Nummer eins in der kommenden Saison ausgesprochen und gleichzeitig Michael Rensing ungewohnt scharf kritisiert.

"Unser Plan für die kommende Saison ist eindeutig, Jörg Butt als Nummer eins zu behalten", sagte Hoeneß am Donnerstagabend bei der Interview-Reihe "Nachgefragt" am Freiburger Rotteck-Gymnasium.

Neuer heißer Nachfolge-Kandidat

Danach könnte Neuer dessen Nachfolge antreten. "Wir haben versucht, Manuel Neuer aus Schalke zu bekommen. Da gibt es im Moment aber keinerlei Bereitschaft, mit uns Vertragsgespräche führen zu wollen. Das haben wir so akzeptiert", sagte Hoeneß.

Auf längere Sicht sehen die Bayern aber gute Chancen für eine Verpflichtung des 23-Jährigen. "Eines ist klar: Neuer läuft uns nicht davon. Außerdem hat er eine Freundin in München, das passt ganz gut."

Scharfe Kritik an Rensing

Demnach scheint die Zeit des ehemals als Kahn-Nachfolger gehandelten Michael Rensing beim Rekordmeister bald vorbei.

"Ich glaube, für ihn ist es besser, einen Neuanfang zu machen", erklärte Hoeneß. "Als klar war, dass er die Nummer 1 ist, hätte ich erwartet, dass er sich den Arsch aufreißt, dass er im Urlaub trainiert wie ein Geisteskranker. Das war alles nicht der Fall. Er kam in einem katastrophalen Zustand zum Training."

Ribery signalisiert Bereitschaft zur Verlängerung

Auch zum Dauerthema Franck Ribery bezog Hoeneß offen Stellung. Beim Franzosen seien die Bayern inzwischen wieder in einer guten Position.

"Letztes Jahr wollte er eigentlich weg. Da hat es ziemlichen Ärger mit Jürgen Klinsmann gegeben. Ich bin ziemlich sicher, dass er mit Real Madrid einig war", erzählte Hoeneß. Nun aber seien der Verein und der französische Nationalspieler "ganz klar miteinander".

Ribery habe den Verantwortlichen sein Bleiben in Aussicht gestellt, sollten ihm die Bayern bis Ende März, Mitte April das Gefühl geben, dass er mit dem FCB in absehbarer Zeit auch mal die Champions League gewinnen könne.

Einen Verkauf oder frühzeitigen Abgang seines zweiten Superstars Arjen Robben schließt Hoeneß aus. "Ich habe hundertprozentig das Gefühl, dass Arjen seinen Vierjahresvertrag erfüllt und weitere Jahre bei uns bleibt", sagte Hoeneß.

Jobangebot für Magdalena Neuner

Zudem überraschte der 58-Jährige mit einer ungewöhnlichen Offerte an Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner.

"Magdalena Neuner hat ja gesagt, wenn sie aufhören will, dann will sie Familie haben, Kinder oder einen gescheiten Beruf. Das wäre eine, die ich gerne bei Bayern München sehen würde. Wenn sie Lust hat, in einer Marketingabteilung zu arbeiten, dann
kriegt sie von uns einen Job."

Hoeneß gestand zudem, dass seine Olympia-Begeisterung Ehefrau Susanne aus dem gemeinsamen Schlafzimmer getrieben hat.

"Zum Leidwesen meiner Frau schaue ich zur Zeit immer bis zwei, drei Uhr in der Nacht Olympia. Zum Glück haben wir ein zweites Schlafzimmer. Dahin ist sie ausgezogen, weil sie nicht so lange schauen will", berichtete der 58-Jährige, der ansonsten "kein großer Fernseh-Freak" ist.

Hoeneß' Traum: Allein in der Allianz Arena

SPOX

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